Geht vom Ranunkelstrauch eine Gefahr aus? Ist er giftig?

Innerhalb weniger Wochen schießen seine gakeligen Triebe aus dem Boden hervor und ragen streng in die Höhe. Zur Blütezeit neigen sie sich leicht über, um dem Strauch eine sympathische Ausstrahlung zu verleihen. Inwiefern trügt das unschuldige Erscheinungsbild?

Ranunkelstrauch gefährlich
Weder Blätter noch Blüten des Ranunkelstrauchs sind giftig, aber die Samen haben's in sich

Die Samen sind toxisch

Völlig unbeirrt sollte man sich dem Ranunkelstrauch nicht zuwenden bzw. ihn nicht pflanzen. Zwar sind die Blüten, Triebe und Blätter nicht giftig. Doch die Samen haben es in sich!

  • enthalten cyanogene Glykoside (Amygdalin)
  • ähnlich giftig wie Bittermandeln
  • erst größere Mengen führen zu Vergiftungserscheinungen
  • Verzehr kann zu Übelkeit und Erbrechen führen

Panik sollte jetzt allerdings nicht aufkommen. Zwar sind die Samen giftig, doch zum Tod führt ein Verzehr nur selten bzw. es sind keine Fälle bekannt. Bevor man sich tödlich daran vergiftet, hilft sich der Körper in der Regel selbst, indem er sich den Samen entledigt.

Samen nicht unbeaufsichtigt lassen!

Gewiss kommt man mit den Samen nur in den seltensten Fällen in Kontakt beispielsweise wenn man dieses Gewächs mithilfe seiner Samen vermehren will. Dann sollte man die Samen nicht unbeaufsichtigt liegen lassen. Kinder oder Haustiere könnten sie verschlucken!

Vorsichtshalber die Blüten abschneiden

Das Entfernen der welken Blüten spart der Pflanze nicht nur viel Kraft. Damit verhindern Sie auch die Möglichkeit, dass sich die giftigen Samen ausbilden können. Setzen Sie also nach der Blütezeit die Schere an und schneiden Sie die vertrockneten Blüten ab!

Tipps

Im normalen Umgang mit den Ranunkelstrauch brauchen Sie keine Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen! Bei Hautkontakt kommt es gewöhnlich nicht zu allergischen Reaktionen.

Text: Anika Gütt

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