Schilf

Schilfarten entdecken: Die schönsten Sorten für Ihren Garten

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Schilfpflanzen bestechen durch ihre elegante Optik und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten im Garten. Dieser Artikel stellt beliebte Schilfarten vor, erläutert ihre Ansprüche an Standort und Pflege und beleuchtet die ökologische Bedeutung dieser vielseitigen Pflanzengattung.

Schilfrohr Arten
Das Schilfrohr ist weltweit verbreitet und begrünt auch bei uns zahlreiche Teiche und Seen

Bekannte Schilfarten

Unter den verschiedenen Schilfarten ist das Schilfrohr (Phragmites australis) besonders weit verbreitet. Diese Pflanze gedeiht weltweit an Uferzonen und in Feuchtgebieten. Die charakteristischen, bis zu vier Meter hohen Halme und die langen, überhängenden blaugrünen Blätter tragen zu ihrer markanten Erscheinung bei. Im Spätsommer zeigen sich große, rötlich-braune Blütenrispen.

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Das Chinaschilf (Miscanthus sinensis) ist ebenfalls sehr beliebt. Es zeichnet sich durch feine Blütenrispen und einen hohen, aufrechten Wuchs aus, der bis zu 2,5 Meter erreichen kann. Verschiedene Sorten bieten eine Vielfalt an Wuchshöhen und Blattfärbungen, die sich gut für unterschiedliche Gartengestaltungen eignen.

Das Riesen-Chinaschilf (Miscanthus x giganteus) ist eine beeindruckende Variante, die bis zu vier Meter hoch wächst und sich gut als Sichtschutz eignet.

Für kleinere Gärten oder Kübelpflanzungen ist das Zwergschilf (Miscanthus sinensis ‚Nana‘) ideal. Mit einer Wuchshöhe von etwa 60 cm bildet es im Herbst ansprechende Blütenstände.

Das Pampasgras (Cortaderia selloana) punktet durch seine hohen Halme und auffälligen Blütenrispen. Diese Art bevorzugt trockene Böden und wird oft als Blickfang im Garten eingesetzt.

Verwendung von Schilf im Garten

Schilfpflanzen sind vielseitig einsetzbar und passen nicht nur an den Teichrand.

Sichtschutz und Raumteiler: Hochwachsende Arten wie Chinaschilf oder Schilfrohr eignen sich hervorragend als natürlicher Sicht- und Windschutz. Sie können verschiedene Gartenbereiche optisch trennen.

Struktur und Akzente: Schilfgräser fügen sich gut in Beete und Rabatten ein. Ihre aufrechten Halme und filigranen Blätter bringen Struktur und Bewegung in den Garten.

Teichbepflanzung: Schilf ist ideal für Teich- und Uferzonen. Es bietet Tieren Lebensraum und Unterschlupf und verbessert die Wasserqualität.

Kiesbeete und Steingärten: Unter den Schilfgräsern gibt es anpassungsfähige Arten, die auch in trockenen Standorten wie Kiesbeeten oder Steingärten gedeihen.

Standort und Pflege

Schilfpflanzen sind in der Regel pflegeleicht.

Standort: Schilf bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze mit humosen, feuchten und gut durchlässigen Böden. In Teichnähe kann es bis zu einem Meter tief im Wasser stehen, bevorzugt aber flachere Zonen.

Gießen: Schilf benötigt ausreichend Feuchtigkeit, besonders während Trockenperioden, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Düngen: Eine Düngung ist meist nicht notwendig. Bei Bedarf kann im Frühjahr organischer Dünger wie Gartenkompost eingearbeitet werden.

Schneiden: Ein Rückschnitt im Frühjahr fördert das Nachwachsen kräftiger Halme. Dabei werden alte Halme bodennah entfernt.

Schilf als ökologisch wertvolle Pflanze

Schilfpflanzen sind nicht nur optisch attraktiv, sondern auch ökologisch wertvoll.

Lebensraum für Tiere: Schilf bietet Schutz und Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere. Es dient als Nahrungsquelle und Brutstätte für zahlreiche Arten.

Erosionsschutz: Schilf stabilisiert Uferböschungen und verhindert Erosion. Die tiefreichenden Wurzeln verhindern Bodenabtrag durch Wasser und Wind.

Gewässerreinigung: Schilf trägt zur Wasserreinigung bei, indem es Schadstoffe filtert und Sauerstoff abgibt, was den mikrobiellen Abbau organischer Substanzen unterstützt.

Biomasseproduktion: Schilf wächst schnell und produziert viel Biomasse, die zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Besonders in wiedervernässten Niedermooren bildet Schilf große Mengen Biomasse, die stofflich und energetisch verwertet werden kann.

Bilder: Yamtono_Sardi / iStockphoto