Welche Teile des Rosmarins sind essbar?

Meist wird Rosmarin entweder frisch oder getrocknet beim Schmoren von Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichten mit gegart. Das sehr aromatische Kraut hat ein intensives, recht herbes Aroma, das zu vielen Speisen passt.

Rosmarin essbar

Rosmarin sparsam dosieren

Aufgrund seines sehr aromatischen Geschmacks sollte Rosmarin nur sehr sparsam verwendet werden, sonst dominiert sein Aroma das gesamte Gericht und lässt es schnell zu intensiv schmecken. Sie können das Kraut auf verschiedene Art verwenden: Ganze Rosmarinzweige lässt man mit dem Gericht mit schmoren und entfernt diese dann vor dem Servieren – die Stängel des Rosmarins sind zu hart, um sie mitzuessen. Die Nadeln dagegen können Sie bedenkenlos mitessen, sollten Sie jedoch möglichst zerkleinert mitgaren. Sie sind recht zäh und lassen sich daher schlecht kauen. Fügen Sie gemahlenen Rosmarin jedoch erst kurz vor dem Ende der Garzeit zu, da sich sein Aroma sonst verflüchtigt – je kleiner Sie den Rosmarin schneiden, desto mehr verflüchtigen sich die ätherischen Öle.

Lesen Sie auch

Ist Rosmarin giftig?

Rosmarin ist – wie viele andere Kräuter auch – in geringem Maße toxisch, also giftig. Allerdings müssten Sie dafür schon recht große Mengen zu sich nehmen, damit dieses Gift wirksam wird. Vorsicht ist vor allem bei ausgedehnten Rosmarinbädern geboten, denn diese können nach einer Weile das Gegenteil dessen verursachen, was sie eigentlich bewirken sollen: Anstatt den Kreislauf anzuregen, führen Sie zu Kreislaufproblemen. Rein theoretisch könnten Sie Rosmarin auch roh essen, allerdings wird er Ihnen in dieser Form wahrscheinlich eher nicht schmecken – die ledrigen Blätter sind recht zäh. Zwar sind Vergiftungserscheinungen durch Rosmarin recht selten, trotzdem kann er bei empfindlichen Menschen eine Unverträglichkeit auslösen.

Sind die Blüten essbar?

Nicht nur die Blätter und die jungen Triebe des Rosmarins sind essbar, auch die hübschen Blüten des Gewürzstrauchs können bedenkenlos verzehrt werden. Sie eignen sich beispielsweise hervorragend, um Speisen und andere Salate zu garnieren. Übrigens entwickelt Rosmarin während seiner Blütezeit die höchste Konzentration an aromatischen ätherischen Ölen, weshalb Sie das Gewürzkraut auch dann ernten können, wenn es blüht.

Tipps & Tricks

Keine Angst, wenn Ihre Katzen den stark duftenden Rosmarin gern anknabbern: Das Würzkraut ist weder für Katzen noch für Hunde giftig. Allerdings macht auch hier, wie so oft, die Dosis das Gift: Zu viel Rosmarin kann durchaus zu Unverträglichkeitsreaktionen bei Haustieren führen, hat jedoch keine schwer wiegenden Folgen.

IJA

Text: Ines Jachomowski

Jetzt für unseren Newsletter anmelden

Erhalten Sie den monatlichen Newsletter von Gartenjournal in Ihr
E-Mail-Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.