Kann man Rosmarin einfrieren?

Rosmarin, das sehr vielseitig einsetzbare Küchenkraut, lässt sich auf verschiedene Arten konservieren. Obwohl es üblicher ist, Rosmarin zu trocknen, lässt sich das Gewürzkraut auch ohne Aroma-Einbußen prima einfrieren - das ist insbesondere dann praktisch, wenn Sie sehr große Mengen geerntet haben, die nun verarbeitet werden müssen. Eingefrorener Rosmarin ähnelt geschmacklich dem frischen am meisten, getrockneter ist dagegen aromatischer.

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Rosmarin ernten und vorbereiten

Ernten Sie entweder ganze Rosmarinzweige oder einzelne Nadeln, wobei Sie lediglich gesunde und unbeschädigte Pflanzenteile verwenden sollten. Welke oder vertrocknete Nadeln werden entfernt. Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist der später Vormittag bzw. die Mittagszeit an einem sonnigen Tag, da die Pflanze zu diesem Zeitpunkt die höchste Konzentration an aromatischen ätherischen Ölen enthält. Waschen Sie den Rosmarin unter fließendem Wasser und tupfen Sie ihn anschließend sorgfältig mit einem sauberen Küchentuch ab. Die weitere Vorbereitung ist nun abhängig von der gewählten Methode des Einfrierens: Wollen Sie die Rosmarinstängel im Ganzen konservieren, so ist eine weitere Vorbereitung nicht notwendig. Anderenfalls können Sie die Nadeln nun abzupfen und wie gewünscht zerkleinern, z. B. mit einer Schere, einem scharfen Messer oder einer Küchenmaschine. Allerdings enthält unzerkleinerter, eingefrorener Rosmarin bedeutend mehr ätherische Öle und damit Geschmack als zerkleinerter.

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Gefrosteten Rosmarin zerkleinern

Eigentlich brauchen Sie sich auch gar nicht die Mühe machen und den geernteten Rosmarin schon vor dem Einfrieren abzunadeln und zu zerkleinern – das geht im gefrorenen Zustand viel einfacher und schneller. Dazu packen Sie die gewaschenen und abgetrockneten Rosmarinzweige einfach in einen Gefrierbeutel und anschließend ins Gefrierfach. Die gefrorenen Nadeln lassen sich ganz leicht vom Stängel abstreifen und zerbröseln.

Rosmarin einfrieren

Rosmarin lässt sich als ganzer Zweig oder auch zerkleinert einfrieren, wobei er innerhalb von etwa zwei Monaten aufgebraucht werden sollte. Zwar hält sich das Kraut im eingefrorenen Zustand bis zu einem Jahr, verliert aber mit der Zeit stark an Geschmack. Zerkleinerter (d. h. zerhackter) Rosmarin kann prima mit anderen Kräutern zusammen gemischt werden, beispielsweise mit Thymian, Oregano und Petersilie. Experimentieren Sie ruhig ein wenig herum und stellen Sie so Ihre eigenen Kräutermischungen zusammen. Zerkleinerter Rosmarin sollte in Gefrierboxen aufbewahrt werden, Sie können jedoch zur einfacheren Portionierung auch Eiswürfelbehälter nehmen.

Praktische Kräuterwürfel selbst herstellen

In solchen Eiswürfelbehältern lassen sich nicht nur Eiswürfel für Getränke herstellen, sondern auch praktische Kräuterwürfel, die sie sofort zum Kochen verwenden können. Dabei gibt es verschiedene Methoden: Füllen Sie entweder ganze Nadeln oder gehackten Rosmarin in einen solchen Behälter, bis dieser ungefähr zu zwei Dritteln gefüllt ist. Den Rest füllen Sie entweder mit Wasser oder mit einem guten Olivenöl auf. Auch hier können Sie beliebig verschiedene Kräuter nach Geschmack mischen.

Tipps & Tricks

Den eingefrorenen Rosmarin brauchen Sie vor der weiteren Verwendung nicht wieder aufzutauen – geben Sie ihn einfach zusammen mit den anderen Zutaten in den Topf und bereiten Sie das Gericht wie gewohnt zu.

IJA

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Text: Ines Jachomowski

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