Rose einpflanzen
Die meisten Rosen bevorzugen helle aber nicht zu warme Standorte

Rosen richtig pflanzen

Ein Garten ohne Rosen ist undenkbar! Aus den rund 100 verschiedenen Wildrosen-Arten wurden in den letzten 2000 Jahren Tausende verschiedene Kulturvarietäten erzüchtet - die ersten Gartenrosen gelangten aus dem Nahen und Mittleren Osten über das antike Griechenland nach Mitteleuropa und erfuhren hier schnell eine rasche Verbreitung. Über 5000 verschiedene Züchtungen soll es bereits Ende des letzten Jahrhunderts gegeben haben.

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Wie lassen sich Rosen im Garten verwenden?

Die verschiedenen Rosensorten lassen sich sehr vielseitig im Garten einsetzen. Statt eines anderen Schlinggewächses können Sie etwa an den Hauseingang, an ein Rankgerüst, eine Pergola oder das Gartenhaus Kletterrosen pflanzen. Beetrosen dagegen nehmen sich in der Nähe der Terrasse sehr gut aus, aber auch entlang der Wege. Außerdem können diese sehr gut zu anderen Blütenstauden oder auch Ziergräsern gesellt werden. Bodendeckerrosen eignen sich für Beete und Böschungen. Je nach Sorte wachsen sie flach oder überhängend. Die großblumigen Edelrosen (auch als Teehybriden bekannt) entfalten ihre Wirkung vor allem als Solitäre, die beispielsweise in niedrigen Einfassungen aus Buchs oder Gamander stehen.

Welchen Standort sollte man für Rosen wählen?

Fast alle Rosen bevorzugen einen sonnigen, luftigen Standort. Einige Sorten fühlen sich auch an halbschattigen Plätzen wohl, Schatten dagegen verträgt keine Rosen.

In welchem Boden fühlen sich Rosen besonders wohl?

Wählen Sie für Ihre Rosen einen tiefgründigen, lockeren, durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Lehmiger Boden sagt Rosen besonders zu, sie wachsen aber auch in jedem normalen Gartenboden.

Warum sollte man keine Rosen an einen Standort setzen, an dem zuvor schon Rosen standen?

An dem gewählten Standort sollten zuvor noch keine Rosen gestanden haben bzw. zwischen zwei Rosenpflanzungen mindestens fünf Jahre liegen, da die Nachfolgepflanze aufgrund der einsetzenden Bodenmüdigkeit zu verkümmern droht. Alternativ können Sie aber auch einen Bodenaustausch vornehmen.

Wie kann der Boden vor dem Einpflanzen verbessert werden?

Vor der Pflanzung wird der Boden tiefgründig umgegraben und die obere Bodenschicht mit Kompost oder anderen Humusstoffen (Pflanz- oder Rosenerde) verbessert. Sollte der Boden dagegen sehr schwer sein, kann er durch den Zusatz von Quarzsand aufgelockert werden.

Wann ist die beste Pflanzzeit für Rosen?

Die beste Pflanzzeit ist von Ende Oktober bis November. Wenn der Boden offen ist und das Wetter mild, so können Sie die Rosen auch noch im Dezember pflanzen. Der zweitbeste Termin ist das Frühjahr, sobald der Boden abgetrocknet ist. Rosen in Containern können dagegen fast das ganze Jahr über gepflanzt werden.

Wie sollte man Rosen am besten anpflanzen?

Veredelte Rosensorten wie beispielsweise Edelrosen und Beetrosen werden so tief gepflanzt, dass die Veredelungsstelle, die als Verdickung am Wurzelhals zu sehen ist, anschließend etwa fünf Zentimeter unter der Bodenoberfläche liegt. Ein tieferes Einpflanzen ist für die Entwicklung nicht positiv. Steht die Veredelungsstelle oben heraus, können leicht Frostschäden auftreten.

Wie werden Rosen fürs Pflanzen vorbereitet?

Vor der Pflanzung sollten sowohl wurzelnackte als auch Containerrosen über Nacht in einem Eimer mit Wasser gestellt werden, damit sich die Wurzeln mit Wasser vollsaugen können. Wurzelnackte Rosen sollten zudem an den Wurzeln beschnitten werden, indem Sie verletzte oder gequetschte Wurzeln entfernen. Die Wurzeln von Containerrosen werden dagegen nicht beschnitten, sondern lediglich gelockert.

Welcher Pflanzabstand ist für Rosen optimal?

Von niedrigen Beetrosen werden pro Quadratmeter etwa sechs bis acht Stück gepflanzt. Es genügt ein Abstand von 35 bis 40 Zentimetern, bei stärker wüchsigen Sorten bis zu 50 Zentimetern (d. h. drei bis fünf Stück pro Quadratmeter). Bei Strauchrosen sollte der Abstand dagegen zwischen einem bis zwei Metern betragen. Sollen diese allerdings als Rosenhecke angepflanzt werden, dann sollten die einzelnen Pflanzen nicht mehr als 50 bis 60 Zentimeter voneinander entfernt sein. Für Kletterrosen an Mauern wird dagegen ein Pflanzabstand von drei bis vier Metern empfohlen; entlang eines Zaunes, der zu einer dichten, blühenden Rosenwand werden soll, genügt dagegen meist ein Abstand von etwa zwei Metern.

Kann man Rosen auch im Topf kultivieren?

Viele Rosensorten eignen sich sehr gut für eine Topfkultur, insbesondere die eher buschig wachsenden und kleinblütigen Beet-, Zwerg- oder Patio-Rosen. Diese Rosen gedeihen meist gut in Kübeln, wenn sie regelmäßig gegossen und gedüngt werden – sie benötigen reichlich Wasser und Nährstoffe, sonst leiden sie schon bald.

Wie lassen sich Rosen am besten vermehren?

Wie sich ein älterer Rosenstock vermehren lässt, ist abhängig von dessen Wurzelechtheit. Wurzelechte Rosen können in der Regel sehr gut vegetativ vermehrt werden, veredelte dagegen meist nur durch Okulation bzw. Aufpfropfen. Eine Vermehrung durch Aussaat ist in der Regel nur bei Wildrosen möglich.

Welche Pflanzpartner harmonieren besonders gut mit Rosen?

In einem Rosengarten kommen vor allem das duftige, weiß blühende Schleierkraut (Gypsophila) gut zur Geltung. Sehr hübsch sieht es auch aus, wenn Sie die Rosen in einem größeren Beet etwas weiter auseinander pflanzen und dazwischen das einjährige Weiße Steinkraut (Lobularia maritima) säen oder den Rosen als Partner verschiedene blaublühende Stauden wie beispielsweise Katzenminze, Feinstrahl und Rittersporn beigeben.

Tipps

Mediterrane Sträucher wie beispielsweise Lavendel oder Salbei, die Rosen traditionell gern beigepflanzt werden, eignen sich jedoch aufgrund der sehr unterschiedlichen Pflanz- und Pflegebedingungen eher weniger.

Text: Ines Jachomowski

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