‘Rose de Resht’ als Hochstamm ist immer veredelt

Die aus Persien stammende 'Rose de Resht' gehört zu den sehr alten Damaszener- oder Portlandrosen (da sie Eigenschaften beider Rosengruppen in sich vereint). Wie alt genau diese Züchtung ist, weiß eigentlich niemand so genau. In ihrer Heimat, dem heutigen Iran, wurde diese Sorte jedoch schon im 17. und 18. Jahrhundert zur Gewinnung von Rosenöl kultiviert. Die 'Rose de Resht' wächst sehr buschig und dicht, zudem bildet sie wunderschöne, stark duftende Blüten aus.

'Rose de Resht' Stämmchen
Die 'Rose de Resht' als Hochstamm ist ein wahrer Blickfang

‘Rose de Resht’ besonders apart als Rosenbäumchen

Die sehr wüchsige ‘Rose de Resht’ macht jedoch nicht nur als Strauch, sondern auch als Hochstammrose eine gute Figur. Allerdings, und dies sei vorausgeschickt, handelt es sich bei einer Hochstamm-‘Rose de Resht’ immer um eine Veredelung und keineswegs um eine wurzelechte Pflanze. Dies ist insofern wichtig, da eine Veredelung je nach verwendeter Unterlage sehr verschiedene Eigenschaften beispielsweise hinsichtlich Robustheit oder Winterhärte besitzen kann. Ergo gelten die Angaben für die extrem winterharte ‘Rose de Resht’ für ihre Hochstammvariante nur bedingt, vor allem auch, was die Vorlieben hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit betrifft.

Lesen Sie auch

Hochstammrosen brauchen handwerkliches Geschick und Geduld

Als Rosenbäumchen lässt sich die ‘Rose de Resht’ sowohl in den Garten pflanzen als auch in einem – natürlich ausreichend großen und tiefen – Kübel kultivieren. Jedoch sind Hochstammrosen stets deutlich teurer als ihre strauchigen Versionen, das gilt natürlich vor allem für die sonst an sich recht günstig angebotene ‘Rose de Resht’. Der höhere Preis wird mit der wesentlich längeren Kulturzeit begründet, die diese Form der Rosenzucht bis zur Verkaufsreife benötigt. Dafür wartet ein ‘Rose de Resht’-Hochstämmchen allerdings mit einer sehr schön kugeligen Krone auf, aus der die zahlreichen fuchsienrosa Blüten hervorblitzen.

Die richtige Pflege der Hochstamm ‘Rose de Resht’

Grundsätzlich werden Hochstammrosen auch nicht anders gepflegt als Strauchrosen, dies gilt natürlich auch für die ‘Rose de Resht’. Unterschiede gibt es jedoch sowohl im Hinblick auf die Überwinterung als auch beim Rückschnitt.

Hochstämmchen schneiden

Achten Sie darauf, eventuelle Austriebe aus dem Stamm sowie Wurzelschösslinge immer zu entfernen – dabei handelt es sich nicht um die ‘Rose de Resht’, sondern immer um vorwitzige Triebe der Unterlage. Beschnitten wird außerdem nur die Krone, wobei Sie auf die Bewahrung der kugeligen Form achten sollten.

Hochstämmchen überwintern

Aufgrund der Tatsache, dass die Veredelungsstelle bei Hochstämmchen sich grundsätzlich immer über der Erde befindet, droht im Winter Erfrierungsgefahr: Die Unterlage könnte ihre Veredelung einfach abstoßen. Zudem ist die ‘Rose de Resht’ zwar sehr winterhart, dies muss aber nicht gleichermaßen für ihre Unterlage gelten. Daher sollten Hochstammrosen im Winter immer gut eingepackt werden.

Tipps

Die Blüten der ‘Rose de Resht’ lassen sich übrigens auch in der Küche oder für Duftpotpourris verwenden.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.