Steckbrief der Robinie

Die Robinie, auch als Scheinakazie bekannt, ist allein aufgrund seiner Herkunft und dem dadurch resultierenden Aussehen ein sehr interessanter Baum. Mit seiner weißen Blüte im Frühsommer begeistert er Gärtner sowie Spaziergänger in öffentlichen Parkanlagen. Unter anderem sind zahlreiche Zuchtformen mit außergewöhnlichem Wuchs erhältlich. Doch wenngleich der Laubbaum sehr schön anzusehen ist, tragen seine Zweige spitze Dornen. Darüber hinaus sind fast alle Bestandteile der Pflanze hoch giftig. Erfahren Sie in dem folgenden Steckbrief mehr über den außergewöhnlichen Baum, der mittlerweile auch in Europa weit verbreitet ist.

robinie-steckbrief
Die Scheinakazie stammt ursprünglich aus Nordamerika

Allgemeines

  • deutscher Name: gewöhnliche Robinie
  • andere Bezeichnungen: Scheinakazie, falsche Akazie, weiße Robinie, gemeiner Schotendorn, Silberregen
  • lateinischer Name: Robinia
  • Baumart: Laubbaum, Schmetterlingsblüher
  • Untergattung: Faboideae (Hülsenfrüchtler)
  • maximales Alter: bis zu 200 Jahre
  • Verwendung: als Park- oder Gartenbaum
  • Besonderheiten: stark giftig, winterhart, verändert durch Symbiose den Stickstoffgehalt des Bodens

Habitus

Wuchs

  • maximale Höhe: 20 m (in geschlossenen Beständen bis zu 30 m)
  • kurzer Stamm
  • neigt zur Bildung von Doppelkronen
  • runde, schirmartige Krone

Blätter

  • später Blattaustrieb (Ende Mai)
  • Länge der Blätter: 15-30 cm
  • wechselständige Anordnung
  • 19 Einzelblätter an einem Blattstiel
  • unpaarig gefiedert
  • Blätter hängen bei starker Hitze nach unten
  • Farbe der Blattoberseite: sattes Grün
  • Farbe der Blattunterseite: graugrün
  • Nebenblätter sind zu Dornen umgewandelt
  • sommergrün
  • Herbstfärbung: kräftiges Gelb
  • Form der Blätter: eiförmig
  • gesägter Blattrand

Blüten

  • Farbe der Blüten: weiß (seltener rosa) mit rötlichen Blütenstielen
  • produzieren viel Nektar
  • 30 cm Blütenstände
  • Blütezeit: Mai- Juni
  • einhäusig
  • duften intensiv nach Bergamotte
  • Bestäubung durch Insekten

Rinde

  • giftigster Teil der Pflanze
  • graubraun
  • tiefrissig

Wurzeln

  • bilden Symbiose mit Stickstoffbakterien
  • Flach- oder Tiefwurzler

Vorkommen

  • auf der Nordhalbkugel
  • Ursprungsland: Nordamerika
  • Verbreitung: durch den Menschen
  • in Laubmischwäldern
  • in Höhenlagen bis zu 1600 m
  • sonnige Standorte
  • pH- Wert des Bodens: schwach sauer , alkalisch
  • wächst auf Sand- und Lehmböden

Verwendung des Holzes

  • Eigenschaften des Holzes: fest, biegsam, robust
  • große Bedeutung für die Wirtschaft
  • Schiffbau
  • Möbel
  • Außenarchitektur
  • Kinderspielzeug
  • beständig gegen Verrottung
  • Gartenmöbel
  • Bergbau
  • Baum dient als Bienenweide
  • aus den Blüten wird Honig gewonnen
  • aufwendige Verarbeitung
  • unangenehmer Geruch

Schädlinge und Krankheiten

  • Robinien Miniermotte
  • Phloespora Blattflecken Krankheit
  • Blattläuse
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Lipatova Maryna/Shutterstock

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