Worin unterscheiden sich Akazien und Robinien?

Nicht umsonst trägt die Robinie den Beinamen "Scheinakazie" oder "falsche Akazie". Für einen Laien sehen sich die beiden Bäume zum Verwechseln ähnlich. Ein geschultes Auge erkennt an einigen signifikanten Merkmalen jedoch, um welche Art es sich handelt. Lesen Sie im Folgenden, worauf Sie bei der Baumbestimmung achten müssen.

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Die Blätter der Robinie sind anders gefiedert als die der Akazie

Merkmale der Robinie

Die Robinie ist größtenteils als Baum anzutreffen. Nur selten spricht man bei der Gattung von einem Strauch.

Blätter

  • unpaarig gefiedert
  • bis zu 30 cm lang
  • rotbraun gefärbte Dornen bilden die Nebenblätter

Rinde

  • tiefe Furchen
  • längliche Risse
  • graubraun bis dunkelbraun

Merkmale der Akazie

Die Akazie erhalten Sie meistens in Form eines Strauches, Nur selten tritt das Gewächs als Baum in Erscheinung.

Blätter

  • paarig gefiedert
  • dornige Nebenblätter

Rinde

  • je nach Sorte glatt oder rissig

Gemeinsamkeit zwischen Robinie und Akazie

Neben Ihrem ähnlichen Erscheinungsbild weisen Akazien und Robinien vor allem eine Gemeinsamkeit auf: sämtliche Pflanzenteile außer der Blüten der Gewächse gelten als giftig. Insbesondere vor dem Verzehr der Rinde sei gewarnt. Kleine Kinder, Haustiere sowie Pferde sind besonders gefährdet, wenn sie unbeaufsichtigt sind. Die Robinie beziehungsweise die Akazie üben durch ihren süßlichen Geruch einen besonderen Reitz aus, von dem Baum zu kosten. Erste Symptome einer Vergiftung sind

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Herzrasen
  • Erbrechen
  • Benommenheit
  • innere Unruhe

Bei Tieren hat der Verzehr der Robinien oder Akazien Rinde sogar tödliche Folgen.

Zusammenfassung- Unterschied zwischen Robinie und Akazie

Wie Sie sehen, ist es durchaus möglich, eine Akazie anhand kleiner Details von einer Robinie zu unterscheiden. Betrachten Sie dafür genau die Blattform des jeweiligen Gewächses. Ist das Laubkleid paarig oder unpaarig gefiedert? Selbst für Laien ist diese Merkmal eindeutig zu erkennen. Sind die Blätter symmetrisch und in gerader Zahl am Blattstiel angeordnet, weist das auf die Akazie hin. Die Robinie hat im Gegensatz dazu ein Blatt am Ende des Blattstiels. Etwas vager ist es, die Bäume anhand der Rinde zu bestimmen. Hierzu müssen Sie schon genau wissen, mit welcher Sorte der Akazie Sie es zu tun haben. Im Zweifelsfall sollten Sie sich in der nächst gelegenen Baumschule einfach Rat vom Fachmann holen. Von der Bezeichnung „Scheinakazie“, wie die Robinie auch oft genannt wird, sollten Sie sich aber auf keinen Fall in die Irre führen lassen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: APugach/Shutterstock

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