Akazie

Wann treiben Akazien aus? Alles über ihren Austrieb

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Die Robinie, oft fälschlicherweise als Akazie bezeichnet, erfreut sich großer Beliebtheit in Gärten und Parks. Dieser Artikel klärt die Unterschiede zwischen beiden Arten auf und beleuchtet die Faktoren, die den Austrieb der Robinie beeinflussen.

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Die Scheinakazie treibt im Frühjahr neu aus

Unterschiede zwischen echter Akazie und Robinie

Um Enttäuschungen bei der Pflanzenwahl zu vermeiden, ist es wichtig, echte Akazien und Robinien voneinander unterscheiden zu können. Denn trotz der Namensähnlichkeit weisen sie einige grundlegende Unterschiede auf.

  • Botanische Familie: Akazien gehören zur Familie der Mimosengewächse, während Robinien zu den Schmetterlingsblütlern zählen. Diese botanische Unterscheidung spiegelt sich in verschiedenen Merkmalen wider.
  • Wuchsform: Akazien wachsen meist als Sträucher, Robinien hingegen entwickeln sich zu stattlichen Bäumen, die beachtliche Höhen erreichen können.
  • Blätter: Auch die Blattstruktur unterscheidet die beiden Arten. Akazienblätter sind in der Regel doppelt paarig gefiedert, während Robinienblätter unpaarig gefiedert sind.
  • Blüten: Die Blütenform ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Akazien tragen eher kleine, kugelförmige Blüten in verschiedenen Farben, während Robinien mit ihren langen, weißen, traubenförmigen Blütenständen beeindrucken.
  • Herkunft: Akazien stammen aus den tropischen und subtropischen Regionen Australiens, Afrikas und Südamerikas. Sie sind überwiegend immergrün und werden bei uns daher meist als Kübelpflanzen kultiviert. Robinien hingegen sind in Nordamerika beheimatet und sommergrün. Im Herbst werfen sie ihre Blätter ab und treiben im Frühjahr wieder neu aus.
  • Holzhärte und Verwendung: Sowohl Akazien- als auch Robinienholz sind aufgrund ihrer Härte und Wetterbeständigkeit beliebt. Sie finden im Möbelbau oder im Garten- und Landschaftsbau Verwendung. Robinienholz zeichnet sich durch seine besondere Langlebigkeit aus und wird häufig für Anwendungen im Außenbereich genutzt.

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Einflussfaktoren auf den Austrieb

Der Zeitpunkt des Austriebs bei Robinien wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Klima und Wetterbedingungen: Eine Kombination aus warmen Temperaturen, ausreichend Sonnenlicht und einer stabilen Wetterlage ohne späte Fröste begünstigt einen frühen Blattaustrieb.
  • Standortbedingungen: Der Standort spielt eine entscheidende Rolle. Robinien, die an sonnigen und windgeschützten Plätzen wachsen, zeigen in der Regel eine frühere Blattentwicklung.
  • Baumalter und -gesundheit: Jüngere und vitale Bäume treiben in der Regel schneller aus als ältere oder geschwächte Exemplare.

Austrieb der Kugelakazie

Austrieb der Kugelakazie

Der Blattaustrieb der Kugelakazie beginnt oft erst Ende Mai.

Die Kugelakazie, eine speziell gezüchtete Form der Robinie, beginnt typischerweise im späteren Frühling mit dem Blattaustrieb. Beobachtungen zeigen, dass dieser Vorgang oft erst gegen Ende Mai bis Anfang Juni einsetzt.

Rückschnitt und Austrieb

Der Rückschnitt hat sowohl bei Robinien als auch bei Kugelakazien einen Einfluss auf die Blattentwicklung und die Kronengestaltung:

Ein gezielter Rückschnitt kann die Verzweigung und das Wachstum von Robinien fördern, ist jedoch für den allgemeinen Austrieb nicht zwingend erforderlich. Bei Kugelakazien empfiehlt sich ein regelmäßiger Schnitt, um die charakteristische Kugelform zu erhalten. Optimale Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie diesen Schnitt während der vegetationsarmen Phase im Winter durchführen.

Geduld ist gefragt

Geduld ist gefragt

Der Austrieb kann sich bei Robinien bis in den späten Frühling verzögern

Der Austrieb bei Robinien variiert und kann bis in den späten Frühling hineinreichen. Fehlen im frühen Frühling noch Austriebszeichen, ist dies kein Grund zur Sorge. Sollten jedoch auch nach diesem Zeitraum keine jungen Blätter oder Triebe erkennbar sein, könnten ungünstige Witterungseinflüsse oder gesundheitliche Probleme des Baumes die Ursache sein.

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