Welche Wurzeln wachsen an der Akazie?

Wenn hierzulande von Akazien die Rede ist, ist zumeist die Scheinakazie gemeint. Anders als die Echte Akazie ist diese Pflanze winterhart und kann mit ihren Wurzeln auch bei uns Fuß fassen. Hier erfahren Sie, was die Akazienwurzel auszeichnet.

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Die Scheinakazie ist ein Tiefwurzler

Was für eine Wurzel wächst an der Scheinakazie?

An der Akazie wachsen Tiefwurzeln. Botanisch betrachtet handelt es sich bei den winterfesten Scheinakazien, die in unseren Breitengraden wachsen, um Robinien. Die Bäume lassen sich gut unterscheiden. Aber sowohl die Echte Akazie aus Australien wie auch die bei uns verbreiteten Scheinakazien entwickeln Pfahlwurzeln, die tief in den Boden wachsen. Dieses Wurzelwerk verspricht dem Baum zwei Vorteile. Erstens kann die Pflanze damit Wasser tief aus der Erde ziehen. Zweitens garantiert die Tiefwurzel der Pflanze einen festen Stand.

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Wie tief wachsen die Akazienwurzeln?

Bis zu 40 Meter tief können die Wurzeln der Robinie nach unten ins Erdreich vordringen. Damit erreicht die Pflanze problemlos eine Tiefe, die der Höhe eines mehrstöckigen Hauses entsprechen kann. Wenn Sie einen Bäumchen dieser Art in Ihrem Garten pflanzen möchten, sollten Sie dieses enorme Entwicklungspotential bedenken. Prüfen Sie zuvor, ob sich am Standort genügend Platz nach unten befindet. Achten Sie auch darauf, dass die Wurzel der Akazie am Standort keinen Leitungen oder Hausfassaden in die Quere kommt.

Wo wachsen Akazienwurzeln gut an?

Am besten wachsen die Wurzeln der Pflanze in einem mäßig trockenen Boden mit leicht saurem oder alkalischem pH-Wert an. Wie Sie am bevorzugten pH-Wert vielleicht schon erkannt haben, zeigt sich die Robinie dabei durchaus tolerant gegenüber Kalk.

Wie kann ich Wurzeln der Akazie entfernen?

Wenn Sie Wurzeln der Scheinakazie entfernen wollen, sollten Sie möglichst die gesamte Wurzel entfernen. Aus halb abgeschnittenen Wurzeln treibt die Robinie wieder frisch aus. Das Absterben des Baums über der Wurzel können Sie auch dadurch fördern, dass Sie die Rinde vom Baum ringeln. Da die Rinde Giftstoffe enthält, sollten Sie dabei jedoch unbedingt Schutzhandschuhe tragen. Manche Gärtner setzen auch ein Herbizid gegen die Scheinakazie ein. Durch den Einsatz solcher Mittel verbreiten Sie jedoch Schadstoffe in der Umwelt.

Tipps

Achtung Giftpflanze!

Die Robinie ist stark giftig. Dass sollten Sie bedenken, bevor Sie eine Scheinakazie in Ihrem Garten pflanzen. Vor allem in der Rinde der Pflanze findet sich eine hohe Konzentration an Giftstoffen.

Text: Ben Matthiesen
Artikelbild: Photodigitaal.nl/Shutterstock

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