Rhododendron richtig pflanzen und pflegen

Rhododendronsträucher mit ihrer Blütenfülle sorgen bereits dann für ein farbenfrohes Spektakel, wenn im Garten ansonsten noch wenig blüht. Erfreulich: Die Moorbeetgewächse sind recht unkompliziert zu kultivieren, vorausgesetzt Sie beachten bei der Pflanzung und Pflege einige grundlegende Punkte.

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Ein Rhododendron im Garten erfüllt das Gärtnerherz mit Freude

Standort- und Bodenansprüche

Bezüglich der Bodenbeschaffenheit sind Rhododendren etwas anspruchsvoll. Sie benötigen lockere und humusreiche Erde mit guten Wasserspeichereigenschaften. Der pH-Wert sollte im sauren Bereich zwischen 4,5 und 5,5 liegen. Zur Bodenverbesserung können Sie Rhododendronerde mit dem Mutterboden vermengen und auf diese Weise ideale Bedingungen schaffen.

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Besonders wohl fühlen sich die Blütensträucher im lichten Schatten unter hohen Bäumen. Auch die Nordseite eines Gebäudes eignet sich gut. Zu wenig Licht bekommt den Sträuchern jedoch ebenso schlecht wie volles Sonnenlicht.

Rhododendendren richtig setzen

  • Die optimale Pflanzzeit ist von Ende April bis Mitte Mai.
  • Das Pflanzloch sollte doppelt so breit und tief sein, wie der Wurzelballen der Pflanze.
  • Stellen Sie den Kleinstrauch vor dem Einsetzen einige Zeit in einen mit Wasser gefüllten Eimer. So können sich die Speicherorgane mit Flüssigkeit vollsaugen.
  • In das Pflanzloch einbringen. Die Ballenoberfläche muss drei Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen.
  • Aushub mit Rhododendronerde mischen, auffüllen, Erde festtreten.
  • Gießmulde anlegen und gründlich wässern.

Wertvolle Pflegetipps

Gießen

Rhododendren benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung. Als Flachwurzler ist es dem Gewächs nicht möglich, Wasser aus den tiefen Erdschichten zu ziehen. Gießen Sie deshalb in Trockenperioden regelmäßig.

Düngen

Düngen Sie die Moorbeetpflanze im Mai und Ende Juli mit Spezialdünger. Um sicherzustellen, dass die Pflanze optimal mit Nährstoffen versorgt ist, sollten Sie gelegentlich den pH-Wert des Bodens überprüfen. Ein zu hoher pH-Wert führt zu Chlorose, die Sie an einer Gelbfärbung der Blätter erkennen.

Schneiden

Prinzipiell ist es nicht erforderlich, Rhododendren zurückzuschneiden. Zu üppig gewordene Sträucher können Sie jedoch durch einen gezielten Schnitt wieder in Form bringen. Der ideale Zeitpunkt hierfür ist das zeitige Frühjahr. Leider führt diese Pflegemaßnahme häufig dazu, dass die Pflanze in diesem und dem darauffolgenden Jahr keine Blüten ansetzt. Der Grund: Die Bildung von Knospen findet direkt nach der Blüte statt, sodass Sie diese unweigerlich mit abschneiden.

Tipps

Gelegentlich wird die Moorbeetpflanze von der Blattfleckenkrankheit befallen. Schneiden Sie verfärbte Blätter möglichst schnell ab und entsorgen Sie diese im Hausmüll. Schädlinge wie die Rohdodendronzikade können Sie mit im Handel erhältlichen Pflanzenschutzmitteln ökologisch verträglich bekämpfen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Marat_Yakhin/Shutterstock

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