Rhododendron gelbe Blätter – was nun?

Der Rhododendron zählt zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Sein kompakter Wuchs, immergrünes Laub und prachtvolle Blüten erobern jeden Hobbygärtner. Um gesundes Wachstum der Moorbeetpflanze zu erhalten, müssen Schäden wie gelbe Blätter rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Rhododendron gelbe Blätter

Wie rette ich den Rhododendron. Was tun, gegen gelbe Blätter?

Genau wie Menschen werden auch Pflanzen blass und gelb, wenn ihnen etwas fehlt oder bei Krankheiten. Gelbe Blätter und blasses Grün deuten beim Rhododendron auf Mangelerscheinungen hin. Ein weiteres sicheres Indiz hierfür ist, dass der Rhododendron keine Knospen bildet und nicht blüht.

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Blasser Rhododendron mit ungleichmäßig gelben Blättern

Blass gelbe Blätter mit grüner Aderung an den immergrünen Blättern des Rhododendron deuten auf eine typische Mangelerscheinung hin. Magnesium-, Stickstoff- und Eisen-Mangel verursacht Chlorose. Sie tritt in den meisten Fällen bei zu hohen pH-Werten auf. Dadurch nimmt der Rhododendron das Eisen im Boden nicht richtig auf.

Kurzfristig schafft Eisendünger Abhilfe. Diesen im Wasser auflösen und gießen. Langfristig spielt die Bodenverbesserung auf einen pH Wert von 4,0 – 5,0 eine ebenso wichtige Rolle. Dies gelingt am besten meisten Rhododendron-Sorten lassen sich vermehren mit einer Spezialerde für Rhododendron. Aus ökologischen Gründen nimmt man anstatt Torf eine Mischungen von Gartenkompost, Rindenkompost und Holzschnitzelkompost. Mulchen mit Rindenhumus unter Beigabe von Hornspänen (6,39€ bei Amazon*) als Stickstofflieferant, hat sich ebenfalls bewährt.

Gleichmäßig gelbe Blätter durch alkalischen Boden

Ist der Boden nicht sauer genug, zeigt sich das ebenfalls an gelben Blättern. Die Wurzeln wachsen in alkalische Bereiche. Das verträgt die Pflanze nicht und reagiert mit gelblichen Blättern. Tausche einfach die vorhandene Erde gegen eine spezielle Rhododendronerde   aus.

Bei stark verwachsenen Wurzeln gestaltet sich der Erdaustausch schwierig. Fülle die Spezialerde in einen, um den Stamm geformten Gießring. Durch regelmäßiges gießen gelangen die Nährstoffe mit in die tieferen Erdschichten. So versorgst Du den Rhododendron mit allem, was er benötigt.

Auch wenn es etwas dauert, bis sich der Erfolg einstellt, ist diese Maßnahme langfristig hilfreich. Ein zusätzlicher Vorteil. So wird der Strauch nicht überdüngt. Wer von Anfang an sichergehen will, sollte den Rhododendron gleich in diese spezielle Erde pflanzen.

Gelbgrüne bis gelblich weiß gesprenkelte Blattoberseite

Blattunterseite ist auffällig bräunlich-schwarz verschmutzt. Manchmal auch leicht eingerollt. Später vertrocknen die Blätter und fallen ab. Hinter diesen Anzeichen versteckt sich die Rhododendron-Wanze stephanitis rhododendri.

Sie befällt gerne   Pflanzen an einem trockenen, sonnigen Standort. Besonders anfällig auf diesen Schädling reagiert die Sorte Flava. Vorbeugend empfiehlt sich in den Monaten Mai, Juni und Juli die Blattunterseiten auf Befall zu kontrollieren. Bei Bedarf rechtzeitig bei trockenem Wetter mit einem Insektizid behandeln.

Tipps & Tricks

Bei Eisenmangel schwören viele Hobbygärtner darauf, einfach rostige Nägel mit in den Boden zu stecken. Probier’s doch einfach aus, ob es wirklich funktioniert!

Text: Regina Müller

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