Rasen mulchen 5 Tipps

Rasen richtig mulchen – 5 Tipps, die wirklich helfen

Im Beet gang und gäbe, wird Mulchen auf dem Rasen nur selten praktiziert. Tatsächlich hält Mulch den grünen Teppich gesund, ist umweltfreundlich und schont den Geldbeutel. Die folgenden 5 Tipps zeigen praxisnah, worauf es ankommt.

Tipp 1: So vitalisiert Mulchen den Rasen

Rasenschnitt ist reich an Nährstoffen und Spurenelementen. Beim klassischen Rasenmähen verschwindet dieses wertvolle Material im Grasfangkorb und wird entsorgt. Ökologisch orientiertes Mähen führt den Rasenschnitt der Grünfläche als Mulch wieder zu. Innerhalb des Rasenmähers wird das Gras gehäckselt und fällt in kleinen Partikeln auf die Grünfläche zurück. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die Schnittgutrückführung versorgt den Rasen mit allen wichtigen Nährstoffen
  • Der eingesparte Dünger schont die Umwelt und den Geldbeutel
  • Die Mikroorganismen im Boden werden auf natürliche Weise vitalisiert
  • Die Durchlüftung des Erdreichs wird optimiert
  • Moos und Unkraut haben keine Chancen mehr

Darüber hinaus sparen Hobbygärtner viel Zeit und Müh’, da kein prall gefüllter Grasfangkorb mehr zu entleeren ist. Wie eine Langzeitstudie zum Mulchmähen nachwies, beläuft sich die Einsparung an Düngekosten pro Jahr und 100 Quadratmeter auf satte 30-40 Euro; nicht mitgerechnet die Kosteneinsparung hinsichtlich Moos- und Unkrautvernichter.

Tipp 2: Mulchen mit dem normalen Rasenmäher – so geht’s

Um ab sofort die Vorteile des Mulchmähens zu nutzen, muss der bisherige Rasenmäher nicht ausgemustert werden. Es ist indes keine Lösung, den herkömmlichen Grasschnitt kurzerhand auf der Grünfläche liegen zu lassen. Herkömmliches Schnittgut ist zu grob, um damit den Rasen fachgerecht zu mulchen. Eine Vielzahl klassischer Modelle eignet sich für eine Umrüstung.

Werfen Sie einmal einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Rasenmähers. Kommt das Modell für einen Umbau in Betracht, bietet der Fachhandel preisgünstige Mulch-Nachrüst-Kits an. Entweder wird das Messerblatt komplett ausgetauscht oder es wird aufgerüstet mit Vierkant-Nylonfäden, die das geschnittene Gras zusätzlich häckseln. Verwenden Sie ausschließlich Mulchmesser, die explizit für Ihr Gerät zugelassen sind.

Tipps

Wer sich auf Rasenschnitt alleine für die Nährstoffversorgung nicht verlassen möchte, verwöhnt seinen grünen Teppich zwei Mal im Jahr mit gesiebtem Kompost. Im März/April und September/Oktober verteilen Sie eine dünne Schicht des natürlichen Materials auf dem Rasen, arbeiten es mit dem Rechen ein und wässern. Nach 2-3 Tagen ist optisch nichts mehr von der Nährstoff-Gabe wahrnehmbar, auf längere Sicht mündet sie in einen sattgrünen, gesunden Rasen.

Tipp 3: Die besten Mulchmäher – ein Überblick

Lässt sich der bisherige Rasenmäher nicht umrüsten oder steht ohnehin die Investition in einen neuen Mäher auf dem Programm, hat der Fachhandel für jeden Bedarf und Geldbeutel ein passendes Angebot zu bieten. Die folgenden Modelle erfreuen sich durchweg guter Kundenbewertungen:

Mulchmäher Smart 46 SPOE AL-CO Comfort 40 E Steelline Plus 46 XL RE Wolf SELECT 92.130 T Brill Crossover 102/20 HE Bosch Indego Mähroboter
Kategorie Benzinmäher Elektromäher Benzinmäher Aufsitzmäher Rasentraktor Akku-Mähroboter
Leistung 2,6 kW 1.400 Watt 2,3 kW 6,3 kW 13,1 kW Akkulaufzeit 50 min
Schnitthöhe 20-90 mm 28-68 mm 30-80 mm 30-95 mm 30-90 mm 2-6 mm
Schnittbreite 46 cm 40 cm 46 cm 92 cm 102 cm 26 cm
Gewicht 33 kg 19 kg 37 kg 195 kg 282 kg 11 kg
Grasfangkorb ja/70 Liter ja/43 Liter ja/65 Liter ja/240 Liter ja/300 Liter nein
Empfohlene Fläche bis 1.500 qm bis 600 qm bis 1.500 qm ab 1.000 qm ab 1.500 qm bis 1.000 qm
Preis 399,90 Euro 129,80 Euro 559,00 Euro 2.365,65 Euro 5.807,00 Euro 1.139,00 Euro

Alle Modelle mit guter Kundenbewertung lassen sich flexibel einstellen auf die gewünschte Schnitthöhe. Das ist wichtig, damit bei einem zu hohen Rasen der Mäher entsprechend darauf abgestimmt werden kann. Darüber hinaus sollte zusätzlich ein Grasfangkorb zur Ausstattung gehören, falls das Schnittgut doch einmal zu feucht sein sollte für die Funktion als Rasenmulch. Einzige Ausnahme ist der Mähroboter, die grundsätzlich als Mulchmäher konzipiert ist.

Tipp 4: Zeitplan für Mulchmähen – Konstanz ist Trumpf

Um den Rasen fachgerecht mit Schnittgut zu mulchen, sind verschiedene fundamentale Voraussetzungen zu beherzigen. Der folgende Zeitplan verdeutlicht, worauf es ankommt:

  • Im März/April den Rasen zum ersten Mal mähen und das Schnittgut entfernen
  • Anschließend bei Bedarf vertikutieren und aerifizieren
  • Haben die Grashalme wieder eine Höhe von 6-8 Zentimetern erreicht, wird zum ersten Mal der Rasen gemulcht
  • In der Folge bis zum ersten Frost alle 7-8 Tage Mulchmähen

Wichtig zu beachten ist, dass der Rasen trocken und nicht höher als 6 Zentimeter bei Spielrasen und 8 Zentimeter bei Schattenrasen wird. Feuchter Grasschnitt verklumpt, verursacht Fäulnis und letztendlich kahle Stellen, die eine Nachsaat erfordern.

Tipp 5: Mulchmähen nach dem Urlaub – so machen Sie es richtig

Mitunter kommt der konstante Rhythmus des Rasenmähens und Mulchens aus dem Tritt, wie nach dem Urlaub oder einer längeren Schlechtwetterperiode. Damit der sachgemäße Ablauf wieder ins Lot kommt, empfehlen wir ein schrittweises Vorgehen. So machen Sie es richtig:

  • Den zu lang gewachsenen Rasen in mehreren Etappen mähen
  • Das obere Drittel der Grashöhe abmähen und entsorgen
  • Ab dem nächsten Durchgang das Schnittgut wieder als Mulch verwenden

Streben Sie als ideale Schnitthöhe beispielsweise 4 Zentimeter an, wird somit ein zu langer Rasen in Drittel-Etappen gemäht und entsorgt. Erst ab einer Schnitthöhe von 6 Zentimetern, wird das Grün gemulcht. Andernfalls bildet sich eine zu hohe Mulchschicht auf dem Rasen, die das Gras vergilben lässt.

Tipps & Tricks

Mit einem Naturrasen sparen Sie viel Zeit fürs Rasenmähen und können auf Dünger ganz verzichten. Verwandeln Sie den uniformen Zierrasen einfach in einen Kräuterrasen, bestehend aus einheimischen Gräserarten und wild lebenden Kräutern. Diese schaffen eine trittfeste Grünfläche, in der sich zahlreiche Nützlinge ansiedeln. Gemäht wird alle 3 bis 4 Wochen – gedüngt wird überhaupt nicht.

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