Frischekur für Ihren Rasen – aerifizieren und sanden

Je stärker ein Rasen beansprucht wird, desto mehr verdichtet die Grasnarbe. Auf Dauer gelangt keine Luft mehr an die Graswurzeln, Staunässe entsteht, Moos sprießt und das Grün erstickt. Jetzt hilft ein gezieltes Aerifizieren. Wie die Belüftung gelingt, erfahren Sie hier.

Rasen aerifizieren

Wann macht es Sinn, den Rasen zu aerifizieren?

Mündet regelmäßiges Vertikutieren und Düngen nicht mehr in die erwünschte satt-grüne Grasfläche, benötigt der Rasen eine intensivere Frischekur. Statt die Grasnarbe ein wenig anzuritzen mit den Messern des Vertikutierers, geht es der Verdichtung mit bis zu 10 Zentimeter langen Bodennägeln an den Kragen. Es sind gleich zwei Zeitfenster im Jahr, an denen ein Aerifizieren des Rasens sinnvoll ist, um den Gräsern Luft zu verschaffen:

  • Im Frühjahr zwischen März und April den Rasen lüften
  • Im Herbst von September bis Oktober ein weiteres Mal den Rasen aerifizieren
  • Strapazierten Spiel- und Fußballrasen von März bis Oktober alle 2 Monate behandeln

Anleitung zum manuellen Belüften einer Grasfläche

Für Rasen bis 200 Quadratmeter Fläche bietet der Fachhandel günstige Geräte für die manuelle Aerifizierung an. An einer Schiene mit handlichem Stiel befinden sich konisch geformte, hohle Bodennägel. Im Abstand von 15 bis 20 Zentimetern stanzen Sie Löcher in den verdichteten Rasen. Die nach oben gedrückten Erdkegel werden in einer Wanne aufgefangen und später entsorgt. So gehen Sie richtig vor:

  • Den Rasen tief mähen, vertikutieren und alle ausgekämmten Pflanzenteile entfernen
  • Die Grünfläche in einer Dichte von 200 Löchern je Quadratmeter aerifizieren
  • Eine dünne Schicht feinkörnigen, gewaschenen Sand verteilen und einkehren

Die Dosierung des Sandes sollte eine Menge von einem halben Eimer pro Quadratmeter nicht überschreiten. Nach dem Lüften und Sanden wird die Rasenfläche ausgiebig gewässert.

Rasen aerifizieren mit maschineller Hilfe – so geht’s

Den Rasen zu lüften mit Muskelkraft ist für größere Flächen nicht zu empfehlen. Zu diesem Zweck bietet der Maschinenverleiher kompakte Aeratoren für den Privatgebrauch. Diese sind ausgestattet mit einer Vielzahl hohler Spoons, um die Verdichtungen in der Grassode schonend aufzubrechen. So handhaben Sie das Gerät gekonnt:

  • Nach Mähen und Vertikutieren den Aerator so aufstellen, dass die Arbeit entlang einer geraden Kante beginnt
  • Den Hebel bestätigen, um die Stacheln in Gang zu setzen und sogleich langsam voranschreiten
  • Die heraustretenden Erdkegel nicht wieder festtreten

Bleiben Sie nicht stehen, wenn Sie den Rasen maschinell aerifizieren. Die hämmernden Stacheln könnten das Grün zu stark perforieren. Im letzten Arbeitsschritt sanden und wässern Sie den Rasen, wie nach einem manuellen Belüften.

Tipps & Tricks

Den Rasen aerifizieren Sie erst dann mit Erfolg, wenn eine fachgerechte Nachsorge stattfindet. Je nach Intensität der Belüftung entstehen kahle Stellen, die sich zügig schließen, wenn Sie die Rasenfläche nach dem Sanden organisch oder mineralisch-organisch düngen. Größere Lücken reparieren Sie idealerweise mit einer Nachsaat.

GTH

Text: Burkhard
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