Pilze in Wald und Garten – eine Übersicht giftiger und essbarer Sorten

Weltweit gibt es heutigen Schätzungen entsprechend mehr als 100.000 verschiedene Arten von Pilzen. Während einige davon unter Pilzkennern als schmackhafte Speisepilze begehrt sind, können andere Pilze durchaus auch zu gefährlichen Vergiftungen führen.

Pilze Übersicht Sorten
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Giftige Pilze in Mitteleuropa

Während einige auffällige Giftpilze wie der Fliegenpilz oder der Pantherpilz auch Kindern hierzulande schon bekannt sind, können andere Pilze gerade aufgrund ihrer optischen Ähnlichkeit zu begehrten Speisepilzen gefährlich sein. Zu diesen Pilzsorten gehören beispielsweise:

  • der Weiße Knollenblätterpilz
  • der Grüne Knollenblätterpilz
  • Stockschwämmchen
  • Nadelholzhäubling

Da diese Pilzsorten essbaren Pilzsorten täuschend ähnlich sehen, sollten Sie bei der Pilzsuche nur absolut sicher bestimmbare Exemplare mitnehmen. Auch ein Bestimmungsbuch verhilft hier nicht zu absoluter Sicherheit, da Pilze in unterschiedlichen Wachstumsphasen oft sehr unterschiedlich aussehen können. Fragen Sie dabei lieber ausgewiesene Experten oder Pilzsachverständige vor Ort um Rat.

Der Anbau von Speisepilzen

Die Gefahr giftiger Pilze aus dem Wald kann umgangen werden, wenn Sie Speisepilze für den eigenen Bedarf ganz einfach selbst anbauen. Zwar können manche Pilzarten wie Steinpilze immer noch nicht wirklich gezielt gezüchtet werden, dafür gedeihen andere Pilzsorten wie Champignons auch in einem dunklen Kellerraum. Der Fachhandel hält mittlerweile eine Vielzahl an Komplettsets und Sporenpackungen bereit, mit denen Speisepilze auch von Anfängern mit wenig Vorwissen angebaut werden können.

Arten für den Anbau im Keller

Für einen Anbau im Keller oder in einem dunklen Gartenschuppen mit konstanten Temperaturwerten eignen sich in erster Linie folgende Arten:

  • Kräuterseitlinge
  • Weiße Champignons
  • Shiitake
  • Pioppinos

Braunkappen, Austernpilze und Limonenpilze gedeihen wunderbar auch auf Strohballen, die vor dem Beimpfen mit Pilzsporen gut gewässert werden.

Der Anbau von Speisepilzen im Garten

Der Anbau von Pilzen im Freiland gestaltet sich meist etwas schwieriger als im Keller oder Gewächshaus, da hier konstante Temperatur- und Feuchtigkeitswerte eher schwer eingehalten werden können. Trotzdem gibt es auch Arten von Pilzen, die im Garten relativ gut angebaut werden können. Dazu zählen beispielsweise Austernpilze und Braunkappen, die im Waldgarten kultiviert werden können. Der Parasol oder auch die Limonenpilze können im Freien am Besten in einem kleinen Gewächshaus aus Folie oder Glas angebaut werden.

Tipps & Tricks

Während die Champignon-Kiste im Keller eine gute Sicherheit beim Verzehr bietet, können im Freiland auch fremde Pilzsporen in eine Pilzkultur eindringen. Deshalb ist auch hier grundsätzlich Vorsicht beim Verzehr geboten.

Text: Alexander Hallsteiner
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