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Wiesenchampignons: Wann ist die beste Sammelzeit?

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Wiesenchampignons sind köstliche Pilze, die von Juni bis Oktober gesammelt werden können. Dieser Artikel beschreibt die optimale Sammelzeit, die wichtigsten Bestimmungsmerkmale und Verwechslungsgefahren mit giftigen Doppelgängern.

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Wiesenchampignons wachsen ab Juni

Die optimale Sammelzeit für Wiesenchampignons

Die Hauptsaison für das Sammeln von Wiesenchampignons erstreckt sich von Juni bis Oktober. Diese Monate bieten die besten Bedingungen für das Wachstum dieser Pilze.

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Einflussfaktoren auf das Wachstum

Verschiedene Faktoren beeinflussen das Wachstum und somit die Verfügbarkeit von Wiesenchampignons:

  • Witterung: Ausreichend Feuchtigkeit und Wärme sind entscheidend. Typischerweise sprießen nach sommerlichen Regengüssen oder Gewittern die Pilze besonders zahlreich aus dem Boden.
  • Standort: Wiesenchampignons bevorzugen nährstoffreiche Böden, wie Wiesen, Weiden und Wegränder. Auch an Waldrändern und auf neutralem bis basischem Boden sind sie anzutreffen.
  • Düngung: Überdüngte Flächen meiden Wiesenchampignons, daher sind sie auf ökologisch bewirtschafteten Flächen und Kuhweiden häufiger zu finden.

Besonderheiten innerhalb der Saison

Innerhalb der Saison variieren die Vorkommen der Wiesenchampignons:

  • Frühsommer (Juni): Zu Beginn der Saison sind die Pilzvorkommen noch spärlich.
  • Hochsommer (Juli – August): Die Sommermonate sind die Hochsaison, besonders bei günstigen Witterungsbedingungen.
  • Herbst (September – Oktober): Mit sinkenden Temperaturen lässt das Wachstum allmählich nach, dennoch sind auch im Herbst noch Funde möglich.

Merkmale zur Bestimmung von Wiesenchampignons

Um beim Sammeln auf Nummer sicher zu gehen, sind die charakteristischen Merkmale von Wiesenchampignons zu kennen:

Hut

  • Jung: Kugelig eingerollt und weiß.
  • Älter: Halb- bis flachkugelig, cremefarben oder hellbraun, manchmal mit bräunlichen Schuppen.
  • Größe: Bis zu zehn Zentimeter Durchmesser.
  • Huthaut: Lässt sich leicht vom Fruchtfleisch abziehen.

Lamellen

  • Jung: Blassrosa und dicht stehend.
  • Älter: Purpurbraun bis schwarz.

Stiel

  • Form und Farbe: Weißlich, zylindrisch, zur Basis hin oft etwas verjüngt, 5 bis 8 cm lang und 1 bis 2 cm dick.
  • Ring: Deutlich bei jungen Pilzen, bei älteren kaum sichtbar.
  • Knolle: Keine Knolle an der Basis.

Fleisch

Farbe und Geruch: Weiß, angenehm pilzig riechend, im Schnitt leicht rötlich verfärbend.

Reaktion auf Druck

Drucktest: Zeigt keine Farbveränderung.

Verwechslungsgefahr

Trotz ihrer charakteristischen Merkmale können Wiesenchampignons mit giftigen Pilzarten verwechselt werden:

Knollenblätterpilz

  • Unterscheidung: Weiße Lamellen, die auch im Alter weiß bleiben, und eine knollige Stielbasis in einer Scheide.
  • Gefahr: Tödlich giftig.

Karbol-Champignon

  • Unterscheidung: Unangenehmer Geruch nach Phenol oder Tinte, bei Berührung chromgelb verfärbend, besonders an der Stielbasis.
  • Gefahr: Magen-Darm-Giftig, verursacht Übelkeit und Erbrechen.

Rosablättriger Egerlingsschirmling

  • Unterscheidung: Lamellen bleiben weißlich bis blassrosa, Stielbasis oft leicht knollig ohne Scheide.
  • Gefahr: Giftverdächtig, kann Verdauungsbeschwerden verursachen.

Tipps für sicheres Sammeln

  • Sorgfältige Bestimmung: Nur eindeutig identifizierte Wiesenchampignons sammeln.
  • Fachliteratur und Expertenrat: Pilzbestimmungsbücher nutzen oder Experten fragen.
  • Verzicht bei Unsicherheit: Unsichere Pilze stehen lassen.
  • Junge Pilze mit Bedacht sammeln: Vermeiden Sie das Sammeln von jungen Pilzen in Waldnähe oder in Baumumgebungen.
  • Giftige Doppelgänger meiden: Keine Pilze mit unangenehmem Geruch oder gelber Verfärbung sammeln.
Bilder: Albert Yarullin / Shutterstock