Wächst die leckere Frucht der Physalis am Baum?

Im Supermarkt sind die kirschgroßen, leuchtend orangeroten Physalis mit der charakteristischen braunen Umhüllung fast das ganze Jahr hindurch zu haben. Allerdings weiß kaum jemand, dass die auch als Kapstachelbeere oder Andenbeere bezeichnete Pflanze im heimischen Garten und sogar auf dem Balkon mit nur wenig Aufwand selbst angebaut werden kann.

Physalis Baum

Physalis wächst am Strauch

Die Physalis – botanisch korrekt heißt es Physalis peruviana – wächst nicht auf Bäumen, sondern an etwa ein bis anderthalb Meter hohen, krautigen Sträuchern. Diese sind reich und ausladend verzweigt, haben kantige, oft violett überlaufende Stängel und neigen stark zum Wuchern. Die glockenförmigen Blüten wachsen einzeln an den Gabelungen der Stängel sowie in den Blattachseln. Nach der Blüte vergrößern sich die äußeren Kelchblätter zu der typischen eiförmigen (man kann auch lampionartig dazu sagen) Hülle. Die Physalis gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist eng mit Tomaten verwandt. Demzufolge können die Pflanzen überall dort angebaut werden, wo auch die Kultur von Tomaten möglich ist.

Physalis einjährig oder mehrjährig?

Da die Andenbeere innerhalb einer Vegetationsperiode keimt und Früchte entwickelt, wird sie hierzulande wie die Tomate als einjähriges Gewächs behandelt. Tatsächlich ist die Pflanze jedoch mehrjährig und kann recht problemlos überwintert werden.

Früchte sind wahre Vitaminbomben

Die sehr vitaminreichen Früchte reifen etwa drei bis vier Monate nach der Aussaat, weshalb Physalis möglichst frühzeitig vorgezogen werden sollte. Eine Pflanze kann mehr als 300 Beeren erzeugen, die sich – geerntet und in ihren Kelchhüllen belassen – gekühlt mehrere Wochen aufbewahren lassen. Die runden Beeren sind etwa ein bis zwei Zentimeter groß und haben eine feste, glatte Fruchtschale. Im Inneren befinden sich zahlreiche linsenförmige Samen. Reife Andenbeeren sind an den rasch strohgelb vertrocknenden Kelchen und der kräftigen Farbe zu erkennen. Das orangegelbe Fruchtfleisch ist fest, saftig, süßsauer und sehr aromatisch. Unreife Früchte gelten als giftig.

Ideen für die Verwendung reifer Früchte

  • roh und frisch vom Strauch essen
  • Physalis wie Rosinen trocknen
  • beliebte Zutat für Fruchtsalate, Puddings, Eiscremes und andere Süßspeisen
  • einkochen
  • zu Marmelade, Gelee oder Chutney verarbeiten
  • mit Zucker und Honig gedünstet ergeben die Beeren ein schmackhaftes Dessert

Tipps & Tricks

Die artenreiche Gattung “Physalis” umfasst etliche weitere Sippen, deren Früchte zum Teil als Obst oder Gemüse verwendet werden können. Dazu gehören auch die wenig bekannten Arten Physalis ixocarpa (Tomatillo, Mexikanische Erdkirsche) oder Physalis pruinosa (Ananaskirsche).

IJA

Text: Ines Jachomowski

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