Muss man Physalis wie Tomaten ausgeizen?

Im Allgemeinen heißt es, dass Physalis wie Tomaten gezogen werden. Beide Arten stammen aus der Familie der Nachtschattengewächse und haben ähnliche Bedürfnisse. In puncto Ausgeizen scheiden sich jedoch die Geister.

Blasenkirsche ausgeizen
Physalis können ausgegeizt werden

Ausgeizen – Was ist das?

Unter dem Begriff “Ausgeizen” versteht der Gärtner das Herausbrechen oder -schneiden von Seitentrieben. Buschig wachsende Pflanzen wie Tomaten würden ohne diese Prozedur zu viel Energie in das Wachstum stecken, so dass die angesetzten Früchte letztendlich gar nicht zur Reife gelangen können. Das Ziel des Ausgeizens besteht schlicht darin, gerade, eintriebige Pflanzen zu erhalten, deren Früchte ausreichend Licht und Luft für den Reifeprozess erhalten.

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So gehen Sie beim Ausgeizen vor

  • Die unerwünschten Seitentriebe wachsen direkt aus den Blattachseln.
  • Sie sollten so früh wie möglich entfernt werden.
  • Knipsen Sie die weichen Triebe einfach mit zwei Finger(nägeln) ab.
  • Sie können auch eine Nagelschere verwenden.
  • Lassen Sie dabei jedoch die großen Blätter stehen!
  • Das Ausgeizen muss immer dann wiederholt werden, wenn neue Seitentriebe erscheinen.

Andenbeere ausgeizen – Ja oder Nein?

Auch die Andenbeere wächst – genau wie die Tomate – sehr buschig und bildet viele Triebe aus. Zugleich entwickelt allein eine Pflanze bis zu 300 Beeren – das bedeutet, wenn Sie eine nennenswerte Ernte einfahren wollen, wäre das Ausgeizen angebracht. Viele Pflanzen wachsen schließlich so dicht, dass kein Licht mehr an die vielen innen liegenden Früchte gelangt und diese dann einfach abfaulen. Ob das Ausgeizen jedoch tatsächlich notwendig ist, hängt vom Einzelfall ab. So mancher lässt seine Physalis einfach im Garten wuchern und hat keinerlei Probleme mit der Fruchtreife. Daher ist das Ausgeizen bei der Physalis nicht ganz so wichtig wie bei der Tomate – Sie können jedoch ruhig zur Schere greifen, sollten die Pflanzen gar zu üppig wachsen.

Tipps

Physalis werden etwa einen Meter hoch. Bieten Sie der Pflanze eine Wuchshilfe, etwa in Form eines Stocks. Dieser sollte mindestens 1,50 Meter hoch sein, schließlich verschwindet der untere Teil in der Erde. Daran befestigen Sie den Haupttrieb der Physalis (z. B. mit Hilfe von Bindfäden oder Klammern), damit die Pflanze einen stabileren Halt hat.

Text: Ines Jachomowski

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