Die beliebte Andenbeere im Topf kultivieren

Zwar wächst die auch als Physalis bekannte Pflanze problemlos in deutschen Gärten, doch werden aufgrund des kurzen Sommers die leckeren Früchte nicht immer reif. Damit das Gewächs transportabel bleibt und leichter überwintert werden kann - schließlich verträgt die Andenbeere keinen Frost - empfiehlt sich eine Kultivierung im Kübel. Doch auch dabei sollte die Pflanze während der Vegetationsperiode möglichst lange im Freien stehen.

Andenbeere im Topf

Physalis in einen Topf pflanzen

Physalis gehört zu den sehr schnell wachsenden und wuchernden Sträuchern, weshalb ein Kübel mindestens 10 Liter Inhalt fassen sollte. Die Pflanze kann etwa einen (in Ausnahmefällen auch bis zur zwei!) Meter hoch und ebenso breit werden. Ein normaler Balkon- oder Blumenkasten (13,16€ bei Amazon*) ist nicht ausreichend, zumal die Physalis recht tief reichende Wurzeln entwickelt. Sie benötigt eine Rankhilfe in Form eines Spaliers oder eines Pflanzstocks (Höhe: mindestens 1,50 Meter), an der sie, ähnlich wie eine Tomate, hochgebunden wird. Hinsichtlich des Substrats ist die Physalis recht anspruchslos, sie gedeiht grundsätzlich auf fast jedem Boden gut. Für die Topfkultur genügt ergo handelsübliche Blumenerde.

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Welchen Standort bevorzugt die Physalis?

Die Andenbeere sollte während der Vegetationsperiode möglichst auf einem windgeschützten und vollsonnigen Standort stehen, auch Balkon oder Terrasse eignen sich sehr gut. Weniger geeignet sind dagegen Innenräume oder ein Gewächshaus. Im Wohnzimmer ist es der Physalis im Sommer deutlich zu dunkel, im Gewächshaus wird sie sich eher wenig mit den anderen Pflanzen “verstehen”. Gewächse wie Gurken oder Tomaten, die in einem solchen Haus angebaut werden, benötigen meist recht viele Nährstoffe und müssen daher regelmäßig gedüngt werden. Dagegen verträgt die Physalis ein häufiges Düngen überhaupt nicht.

Die Pflege der Topf-Physalis

Physalis braucht recht viel Wasser, das gilt insbesondere für im Topf kultivierte Pflanzen. Dagegen ist die Gabe von Düngemitteln während der ersten zwei Monate nach der Auspflanzung nicht notwendig, danach können Sie ein wenig Tomaten- oder einen anderen Gemüsedünger (26,15€ bei Amazon*) in flüssiger Form dem Gießwasser beigeben. Des Weiteren sollten Topfkulturen regelmäßig ausgegeizt bzw. zurückgeschnitten werden, damit die Pflanze nicht zu groß wird. Ein Umtopfen ist dann notwendig, wenn die Wurzeln bereits aus dem Topf herauswachsen.

Tipps & Tricks

Achten Sie beim Einpflanzen der Physalis darauf, dass Sie mittels einer Schicht Blähton (17,50€ bei Amazon*) o. ä. zuunterst im Topf für eine vernünftige Drainage sorgen. So kann sich keine Staunässe bilden.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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