Die kleine, runde Physalis Frucht hat es in sich

Die auch als Andenbeere oder Kapstachelbeere bezeichnete Frucht sieht auf dem ersten Blick recht unscheinbar aus. Die leckere, auffallend orange gefärbte Frucht versteckt sich hinter einer eher unansehnlichen, braunen Hülle. Hat man die Beere erst einmal aus ihrem Gefängnis befreit, wartet eine große Überraschung.

Andenbeere
Die Frucht der Physalis ist lecker und sehr gesund

Physalis ist geschmacklich und gesundheitlich ein Hit

Die erste Überraschung ist kulinarischer Art, denn die kleine Frucht schmeckt sehr aromatisch süß-säuerlich. Das feste Fruchtfleisch ist sehr saftig und knackt leicht beim Zubeißen. Doch nicht nur, dass die kirschgroße Frucht zum Naschen einlädt, sie ist auch noch überaus gesund. Die Andenbeere enthält sehr viel Provitamin A sowie Eisen und Phosphor. Zudem decken 100 Gramm der leckeren Früchte unseren Tagesbedarf an Vitamin C. Der Genuss dieser kleinen exotischen Kirsche lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht.

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Nährwerte der Physalis

Und das steckt in 100 Gramm der kleinen Frucht aus Südamerika drin:

  • mit durchschnittlich 80 kcal sehr wenig Kalorien
  • ca. zwei Gramm Eiweiß
  • etwa 12 Gramm Kohlenhydrate
  • sowie ca. ein Gramm Ballaststoffe

Vorbereitung der Frucht

Da die Beere von einer papierartigen Hülle umschlossen und mit dieser auch recht fest verbunden ist, macht die Vorbereitung zum Verzehr bzw. zur weiteren Verarbeitung ein wenig Arbeit. Zunächst einmal entfernen Sie die Hülle: Dazu biegen Sie die Kelchblätter nach unten, umfassen die Frucht mit zwei Fingern und drehen sie schließlich mit leichtem Druck heraus. Wundern Sie sich nicht, wenn die Physalis sich ein wenig klebrig anfühlt: Das sind keineswegs irgendwelche Pestizidrückstände, sondern normal. Wenn Sie wollen, können Sie die Beeren unter fließendem Wasser abspülen und anschließend weiter verwenden.

Lagerung der Physalis

Sollten Sie selbst Physalis-Sträucher auf dem Balkon oder im Garten haben, so werden Sie vermutlich mehr Beeren ernten als sie vernaschen können. In diesem Fall können Sie unbesorgt sein, denn dank der natürlichen Schutzumhüllung lassen sich reife, frisch geerntete Physalis einige Wochen aufbewahren. Voraussetzung ist jedoch, dass sie bei maximal 10 bis 12 °C gekühlt werden. Wenn Sie dagegen Physalis kaufen, dann entfernen Sie die Kunststofffolie. Ansonsten werden die Früchte schnell anfangen zu schimmeln.

So wird die Physalis zubereitet

Physalis können Sie roh essen, einfrieren oder auch trocknen. Außerdem schmecken die Früchte gut als Marmelade, Likör oder in einem bunten Obstsalat.

Physalis-Marmelade

Für eine exotische Physalis-Marmelade benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 500 Gramm reife Physalis
  • eine Mango
  • zwei Kiwi
  • Saft von einer Zitrone
  • eine Vanilleschote / eine Tüte Vanillezucken
  • 500 Gramm Gelierzucker (2:1)

Bereiten Sie die Physalis wie beschrieben vor und vierteln Sie die Früchte. Auch das andere Obst wird geschält und möglichst klein geschnitten. Halbieren Sie die Vanilleschote und kratzen Sie das Mark heraus. Geben Sie nun alle Zutaten zusammen mit dem Gelierzucker in einen Topf und pürieren Sie sie. Nun stellen Sie den Topf auf den Herd und lassen die Mischung aufkochen. Entfernen Sie eventuellen Schaum mit einem Schöpflöffel. Die Marmelade muss etwa fünf Minuten köcheln. Sobald sie zu gelieren beginnt (Gelierprobe machen!), können Sie sie in kleine Gläser füllen. Guten Appetit!

Tipps

Für einen fruchtigen Physalis-Likör lassen Sie 500 Gramm Physalis, 250 Gramm braunen Zucker, den Inhalt eines Tütchens Vanillezucker zusammen mit dem Inhalt einer Flasche Wodka in einem gut verschließbaren Gefäß mindestens sechs Wochen lang ziehen. Schütteln Sie das Gefäß dabei täglich, damit sich der Zucker auflöst. Der Likör schmeckt auch mit einer Mango-Physalis Mischung hervorragend.

Text: Ines Jachomowski

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