Ist das Physalis waschen notwendig?

Physalis, die eigentlich botanisch korrekt Physalis peruviana (Andenbeere) oder Physalis pruinosa (Ananaskirsche) heißt, ist eine leckere und sehr gesunde Frucht. In deutschen Supermärkten bekommen Sie sie das ganze Jahr hindurch, wobei die Früchte im Sommer und Herbst vornehmlich aus Südamerika und im Winter bzw. Frühjahr aus Südafrika importiert werden. Die etwa kirschgroßen Beeren haben im reifen Zustand eine kräftig orangerote Farbe und einen leicht säuerlichen Geschmack. Zudem sind sie von einer Art Lampion (daher auch der Beiname Lampionfrucht) umgeben. In der Frage, ob Physalis gewaschen werden müssen oder nicht, scheiden sich die Geister.

Physalis waschen

Gekaufte Physalis besser abwaschen

Zunächst einmal: Nicht jede Physalis ist essbar. “Physalis” ist eigentlich nur die Gattungsbezeichnung für eine Gruppe von Nachtschattengewächsen, von denen manche giftig und manche richtig lecker sind. Unter der Bezeichnung “Physalis” werden im Supermarkt jedoch typischerweise die Andenbeeren verkauft. Diese sind zum Teil auch unter dem Namen “Kapstachelbeere” bekannt. Im Supermarkt erhältliche Früchte stammen zumeist –je nach Jahreszeit – aus Südamerika (v. a. Kolumbien) oder Südafrika. Dort werden die Beeren kommerziell unter Verwendung von Pestiziden angebaut. Aus diesem Grund sollten Sie gekaufte Physalis immer abwaschen, auch wenn laut Informationen der Stiftung Ökotest die Pestizidbelastung des beliebten Beerenobstes bislang noch nicht auffällig war. Übrigens ist die klebrig-ölige Schicht typisch für die Andenbeere und kein Hinweis auf Pestizidrückstände.

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Physalis richtig waschen

  • Entfernen Sie vorsichtig die trockene Lampionhülle.
  • Sie können Sie notfalls mit einer Nagelschere am Fruchtansatz abschneiden.
  • Nun spülen Sie die Früchte unter fließendem warmem Wasser gründlich ab.
  • Falls Sie viele Beeren abwaschen wollen, legen Sie sie einfach ohne Hülle in ein Sieb und spülen sie darin ab.

Selbst geerntete Physalis müssen nicht gewaschen werden

Im Gegensatz zu gekauften Früchten müssen Sie Andenbeeren aus dem eigenen Garten jedoch nicht zwangsläufig abwaschen. Die Beeren weisen eine mehr oder weniger stark ausgeprägte, klebende Schicht auf. Diese ist nicht giftig und kann bedenkenlos mitgegessen werden. Allerdings kann diese Schicht leicht bitter schmecken, was manche Menschen nicht mögen. In diesem Fall ist ein Abwaschen ratsam. Ansonsten können Sie Ihre Physalis bedenkenlos direkt vom Strauch naschen – lediglich die Hülle sollte vor dem Verzehr entfernt werden.

Woran erkennt man reife Physalis?

Zwar können Sie die klebrige Schicht der Physalis mitessen, doch grüne Andenbeeren sollten Sie besser noch am Strauch hängen lassen. Die Früchte gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und sind daher in grünem Zustand giftig. Richtig reif und damit genießbar sind die Beere jedoch, wenn sie eine satte orangerote Farbe aufweisen und die sie umgebende Hülle braun und vertrocknet aussieht. Übrigens sind die Früchte der auch hierzulande heimischen Lampionblume nicht essbar.

Tipps & Tricks

Auch die südamerikanische Tomatillo gehört in die Physalisfamilie. Die grüne Frucht wird traditionell als Gemüse verarbeitet und stellt die Basis für jede anständige mexikanische Salsa.

Text: Ines Jachomowski

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