Kann man Physalis nachreifen lassen?

Die leckeren Früchte der aus den südamerikanischen Subtropen stammenden Physalis (auch Andenbeere oder Kapstachelbeere genannt) sehen nicht nur appetitlich aus, sondern sind auch wahre Vitaminbomben. Kein Wunder also, dass immer mehr Garten- und Balkonbesitzer diese leicht zu pflegende Pflanze kultivieren. Leider reifen die kirschgroßen Früchte nur bei ausreichender Wärme nach, so dass die Ernte in manchen Jahren aufgrund eines zu kurzen Sommers ausfallen kann. In solchen Fällen fragt sich der Gärtner: Kann man Physalis nachreifen lassen?

Physalis nachreifen
Früher Artikel Physalis richtig überwintern

Unreif geerntete Physalis reifen nicht nach

Zumindest kleinere und grün geerntete Früchte reifen definitiv nicht mehr nach, selbst wenn Sie einen Apfel oder eine Banane dazu legen. In diesem Fall beschleunigen die austretenden Reifungsgase höchstens den Fäulnisprozess. Sind die Physalis-Beeren hingegen fast reif – aber eben noch nicht ganz – dann haben Sie eine Chance, diese nachreifen zu lassen. Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

1. Sie stellen die Pflanze zunächst einmal in ein warmes Winterquartier. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie die Physalis ausreichend gießen, eventuell ist auch noch einmal eine Düngergabe notwendig. Des Weiteren sollte die Pflanze möglichst hell stehen. Verliert sie ihre Blätter, ist es zu dunkel. Nachdem alle Früchte ausgereift sind, kann die Physalis ins richtige Winterquartier. Diese Methode funktioniert auch dann, wenn die Früchte noch sehr grün sind.

2. Sie schneiden die Pflanze noch vor dem ersten Frost herunter und hängen die Triebe mit den unreifen Früchten an einen dunklen und warmen Ort auf. Dies funktioniert jedoch nur mit Beeren, die schon so gut wie vollständig reif sind.

3. Fast reife Beeren können Sie mitsamt Stiel und Hülle ernten. Breiten Sie die Früchte großflächig an einem warmen Ort aus, dort werden Sie nachreifen.

Tomatillo werden grün geerntet

Unreife Andenbeeren schmecken sehr sauer und sind zudem in größeren Mengen giftig. Im Gegensatz zu dieser Physalisart können Sie jedoch die mexikanische Tomatillo (Physalis ixocarpa) grün ernten. Diese Frucht nimmt im reifen Zustand eine grün-violette Färbung kann und kann dann auch roh gegessen werden. Unreife Tomatillo dagegen werden gern für die Zubereitung von herzhaften und / oder scharfen Salsas sowie Chutneys verwendet.

Grüne Salsa mit Tomatillos (Salsa verde)

Für die typisch mexikanische Salsa brauchen Sie:

  • Tomatillos, Chilischote(n), Zwiebeln und Knoblauch, alles schön klein geschnitten
  • Das Gemüse wird in reichlich Olivenöl gegart bis es weich ist.
  • Kurz vor Ende der Garzeit wird Zucker nach Geschmack hinzugefügt.
  • Lassen Sie die Salsa erkalten und schmecken Sie sie dann mit Salz, Pfeffer sowie klein gehackten Kräutern ab.
  • Vor allem Basilikum und Petersilie passen gut dazu

Tipps & Tricks

Grüne Tomatillos werden vor allem als Gemüse verwendet und sind sehr vielseitig. Sie passen etwa in Gemüseeintöpfe, Salate, Dips und Saucen. Besonders gut schmecken die Früchte in Gesellschaft von Avocado und Tomate.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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