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Physalis vermehren: Wie funktioniert es mit Stecklingen?

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Physalis lassen sich einfach über Stecklinge vermehren. Dieser Artikel liefert eine detaillierte Anleitung zur Gewinnung, Bewurzelung und Überwinterung von Physalis-Stecklingen, um die exotische Pflanze zu vermehren.

Physalis selber ziehen

Stecklinge gewinnen: Der richtige Zeitpunkt und die Auswahl des Triebes

Der optimale Zeitpunkt zur Gewinnung von Physalis-Stecklingen liegt von Ende Oktober bis Mitte November, wenn die Pflanzen kräftig genug sind, um neue Wurzeln zu bilden.

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Bei der Auswahl geeigneter Triebe sollten Sie auf gesunde und kräftige Exemplare achten. Vermeiden Sie Triebe, die blühen, Früchte tragen, Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall aufweisen oder weniger als 10 cm lang sind. Ideal sind Triebe, die ungefähr zehn Zentimeter messen und aus einer Blattachsel stammen, da diese die nötige Vitalität für eine erfolgreiche Bewurzelung haben.

Stecklinge schneiden: Präzision für optimale Ergebnisse

Ein scharfes und sauberes Messer oder eine Schere sorgt für einen glatten Schnitt, der das Infektionsrisiko minimiert. Schneiden Sie den Trieb direkt unterhalb eines Blattknotens ab, da diese Stellen die besten Wachstumszellen haben. Eine leicht schräge Schnittfläche verbessert die Wasseraufnahme.

Stecklinge vorbereiten: Blätter entfernen und Bewurzelungshormon nutzen

Für eine erfolgreiche Bewurzelung sollten die Stecklinge sorgfältig vorbereitet werden:

  1. Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur noch fünf bis sieben Blätter an der Spitze verbleiben, um den Wasserverlust zu reduzieren.
  2. Führen Sie einen schrägen Schnitt durch, um die Wasseraufnahme zu optimieren.
  3. Tauchen Sie die Schnittfläche des Stecklings in Bewurzelungspulver ein, das Hormone enthält, welche das Wurzelwachstum anregen.

Diese Schritte fördern die Wurzelbildung und erhöhen die Erfolgschancen der Vermehrung.

Stecklinge einpflanzen: Die Wahl des Substrats und des Gefäßes

Ein nährstoffarmes Substrat wie Anzuchterde, Kräutererde oder Kokosquelltabletten eignet sich besonders gut für Stecklinge, da es die Wurzelbildung fördert. Vermeiden Sie schwere, verdichtete Erde, die die Wurzelbildung erschwert. Geeignete Gefäße sollten Drainagelöcher haben, um Staunässe zu verhindern. Töpfe oder Anzuchtschalen sind hierfür ideal.

Stecklinge pflegen: Die richtige Bewässerung und Temperatur

Halten Sie die Erde stets leicht feucht, aber nicht nass, um Staunässe und damit Wurzelfäule zu vermeiden. Stecklinge benötigen einen hellen und warmen Standort mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, um Verbrennungen vorzubeugen. Klare Folienhauben helfen, die Luftfeuchtigkeit zu bewahren und die Stecklinge vor Austrocknung zu schützen.

Bewurzelung beobachten: Geduld und die ersten Anzeichen von Erfolg

Die Bewurzelung der Physalis-Stecklinge dauert etwa drei bis vier Wochen. Überprüfen Sie regelmäßig die Stecklinge und halten Sie das Substrat kontinuierlich leicht feucht. Anzeichen einer erfolgreichen Bewurzelung sind das Wachstum neuer Blätter und das Erscheinen kleiner, weißer Wurzeln an der Schnittfläche.

Stecklinge überwintern: Schutz vor Kälte und Vorbereitung auf das Frühjahr

Physalis-Pflanzen sind nicht winterhart und müssen daher vor Frost geschützt werden. Bewurzelte Stecklinge sollten an einem hellen und kühlen Ort mit Temperaturen von etwa 10 bis 15 Grad Celsius überwintert werden, um ihr Überleben bis zum Frühjahr zu sichern. Reduzieren Sie die Bewässerung während der Wintermonate, da die Pflanzen in dieser Zeit weniger Wasser benötigen. Im Frühjahr, sobald kein Frost mehr droht, können die jungen Physalis-Pflanzen ins Freiland oder in größere Töpfe umgepflanzt werden.