Die Pfingstrose teilen: Vom Ausgraben bis zum Einpflanzen

Sie zählen mit zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde - die Pfingstrosen. In den verschiedensten Größen, Formen und Farben sind sie inzwischen erhältlich und begeistern die Gemüter vieler Gärtner. Warum, wie und wann teilt man sie?

Pfingstrose verjüngen
Durch Teilung kann die Pfingstrose verjüngt werden

Teilen – weniger zur Verjüngung als zur Vermehrung

Während andere Stauden regelmäßig geteilt werden sollten, da sie sonst schnell altern und blühfaul werden, ist diese Form der Verjüngung bei Pfingstrosen unnötig. Pfingstrosen bestehen meistens viele Jahrzehnte an ihrem Standort, wenn dieser passend ist.

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Eine Teilung des Wurzelstocks dient vor allem dann, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte vorliegen:

  • Standort hat sich als ungeeignet erwiesen
  • Pflanzen sind ständig krank
  • Blüte wird von Jahr zu Jahr schwächer
  • Pflanze soll vermehrt werden

Der ideale Zeitpunkt: Herbst

Teilen Sie Ihre Pfingstrosen, wenn sie sich in ihrer Ruhephase befinden. Dann verkraften sie diese Prozedur am besten. Die Ruhephase beginnt etwa im August/September. Bis Oktober sollten Sie die Teilung vorgenommen haben. Sie erkennen die einsetzende Ruhephase daran, dass sich das Laub der Pfingstrose gelb färbt.

Die Pflanze richtig teilen

Zunächst sollte das vergilbte Laub entfernt werden. Danach graben Sie die Pfingstrose vorsichtig aus. Benutzen können Sie hierfür eine Grabegabel oder einen Spaten. Nach dem Ausgraben entfernen Sie dicke Ballen Erde mit der Hand und waschen den Wurzelstock mit Wasser (z. B. mithilfe eines Gartenschlauchs) aus. Dann ist besser erkennbar, wo genau sich Verzweigungen und Knospen befinden.

Jetzt wird die Pflanze geteilt:

  • mit einem Spaten oder scharfen Messer
  • jedes Teilstück mindestens 3 Knospen
  • maximal 7 Knospen pro Teilstück
  • an neuen Standort einpflanzen

Am neuen Standort zählt nun die richtige Pflanztiefe. Pfingstrosen werden mit ihren Knospen 2 bis 3 cm (maximal 4 cm) tief gepflanzt. Ansonsten werden sie blühfaul. Gießen Sie die Pflanze gut an und schützen Sie sie im ersten Winter mit Reisig!

Tipps

Im Gegensatz zu Bauernpfingstrosen, die auch aus ‘schlafenden’ Knospen austreiben, treiben Edelpfingstrosen und Chinesische Pfingstrosen nur aus den bereits sichtbaren, rötlichen Knospen aus. Beachten Sie dies bei der Teilung!

Text: Anika Gütt

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