Die Strauchpfingstrose selbst vermehren

Mit ihren auffälligen Blüten stellt die üblicherweise unkompliziert winterharte Strauchpfingstrose eine Bereicherung in jedem Garten dar. Für die Vermehrung dieser von der Stauden-Pfingstrose zu unterscheidenden Pflanze steht eine ganze Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung.

Strauchpfingstrose Samen
Die Vermehrung über Samen ist bei Strauchpfingstrosen sehr vielversprechend
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Die Samen ernten und daraus Jungpflanzen ziehen

Bei der Pflege von Strauchpfingstrosen wird oftmals empfohlen, die welken Blütenstände direkt nach der Blüte abzuschneiden, um den Pflanzen so die für die Bildung der relativ großen Samen nötige Energie zu sparen. Wenn Sie dagegen keimfähige Samen ernten möchten, müssen Sie die Samen an den Pflanzen ausreifen lassen, bis diese im Herbst schließlich aus den aufgeplatzten Samenkapseln in Sternform entnommen werden können. Die Vermehrung durch Samen stellt zwar die einzige Möglichkeit zur natürlichen Entstehung neuer Kreuzungen von Blütenfarben dar, ist aber bei den Strauchpfingstrosen aufgrund der langen Dauer nicht unbedingt üblich. Um die mitunter bis zu zwei oder drei Jahre auf sich wartende Keimung zu beschleunigen, können die Samen durch abwechselndes Einweichen in Wasser und Einfrieren stratifiziert werden.

Die Teilung älterer Exemplare

Wenn Sie die Strauchpfingstrosen in Ihrem Garten an den richtigen Standort gepflanzt haben, dann kann eine solche Pflanze ohne Umpflanzen bis zu 60 Jahre alt werden. Jegliches (grundlose) Umpflanzen der Päonien sollte möglichst vermieden werden, da es die Pflanzen in ihrem Wachstum und bei der Blütenbildung bremst. Allerdings können ältere Exemplare zu Vermehrungszwecken ausgegraben und durch Schneiden oder Zersägen geteilt werden. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück über mindestens 2 oder 3 Knospen und eine möglichst kleine Wundfläche verfügt.

Die üblichen Methoden der Veredlung von Strauchpfingstrosen

Im Handel verkaufte Jungpflanzen der Strauchpfingstrose in Töpfen werden üblicherweise veredelt. Dazu stehen die folgenden Verfahren zur Wahl:

  • Keilmethode
  • Span-Veredlung
  • Schrägschnitt-Veredlung
  • Okulation
  • Ammen-Veredlung

Bei der Ammen-Veredlung oder auch Geißfußmethode wird ein Edelreiser der Strauchpfingstrose meist im August oder September auf eine Wurzel einer Stauden-Pfingstrose veredelt. Diese Wurzel dient dann in den ersten 2 oder 3 Jahren der Jungpflanze als Versorgungswurzel, bevor sie schließlich abgestoßen wird. Dies kann aber nur funktionieren, wenn die Ableger tief genug eingepflanzt wurden, um eine Wurzelbildung direkt an den aufgesetzten Edelreisern der Strauchpfingstrose zu ermöglichen.

Tipps

Die Vermehrung der Strauchpfingstrose kann auch ohne Veredlung durch die Bewurzelung von Stecklingen erfolgen. Dafür sollte ein spezielles Bewurzelungshormon verwendet und ein Zeitpunkt im Frühherbst gewählt werden.

Text: Alexander Hallsteiner
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