Passionsblume

Passionsblume: Häufige Krankheiten und wie man sie behandelt

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Passionsblumen sind pflegeleichte Pflanzen, die jedoch im Winterquartier oder unter Glas anfälliger für Krankheiten und Schädlinge sein können. Dieser Artikel informiert Sie über häufige Probleme und gibt Tipps zur Gesunderhaltung Ihrer Passionsblume.

Passiflora Krankheiten

Krankheiten bei Passionsblumen

Obwohl Passionsblumen im Freiland selten von Krankheiten betroffen sind, können sie unter ungünstigen Bedingungen wie im Winterquartier oder unter Glas anfälliger werden. Ein verbreitetes Problem sind Virusinfektionen, die eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen können.

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Virusinfektionen

Viren können verschiedene Symptome hervorrufen, darunter:

  • Mosaikartige Muster auf den Blättern: Unregelmäßige Flecken oder Streifen in verschiedenen Grün- oder Gelbtönen.
  • Gelbe Flecken oder Sprenkel: Kleine gelbe Flecken auf den Blättern.
  • Verformungen: Deformierte Blätter mit Dellen oder Rissen.
  • Unvollständig ausgebildete Blätter: Kleinere und unvollständig entwickelte Blätter.
  • Verformte Knospen: Stark verformte Knospen, die die Blütenbildung beeinträchtigen.

Viele Passionsblumen-Hybriden tragen von Natur aus Viren, die bei der vegetativen Vermehrung weitergegeben werden. Das Vorhandensein dieser Viren bedeutet jedoch nicht zwingend, dass die Pflanzen Symptome aufweisen.

Umgang mit Virusinfektionen

Virusinfektionen sind nicht heilbar, aber die Auswirkungen können durch eine Optimierung der Pflegebedingungen gemildert werden. Hier sind einige Maßnahmen, die helfen können:

  • Standortwahl: Wählen Sie für die Pflanze den passenden Standort, je nach Licht- und Temperaturbedürfnissen.
  • Wasserversorgung: Bewässern Sie gleichmäßig, um Trockenstress zu vermeiden.
  • Nährstoffversorgung: Stellen Sie eine ausreichende Düngung sicher, um die Gesundheitsreserven der Pflanze zu unterstützen.

Durch eine allgemeine Stärkung des Pflanzenimmunsystems können die Symptome der Virusinfektion meist gut unterdrückt werden.

Schädlinge bei Passionsblumen

Neben Krankheiten können verschiedene Schädlinge Passionsblumen befallen, insbesondere wenn die Pflanzen gestresst sind.

Blattläuse

Blattläuse sind kleine, saugende Insekten, die Pflanzensäfte ziehen. Sie verursachen Wachstumsstörungen, Blattverformungen und Honigtau, der Rußtaupilze begünstigt. Blattläuse treten besonders häufig unter schlechten Lichtverhältnissen und geringer Luftfeuchtigkeit auf.

Spinnmilben

Spinnmilben sind winzige Spinnentiere, die ebenfalls Pflanzensäfte saugen. Charakteristische Symptome sind silbrige Punkte auf der Blattoberseite und feine Gespinste auf der Blattunterseite. Spinnmilben treten vermehrt bei Trockenstress auf.

Wollläuse

Wollläuse sind watteähnliche Insekten, die Pflanzensäfte saugen und klebrigen Honigtau produzieren, der das Wachstum von Rußtaupilzen fördert. Sie sind häufig in warmen und trockenen Bedingungen zu finden.

Bekämpfung von Schädlingen

Es gibt mehrere Methoden, um Schädlinge bei Passionsblumen zu bekämpfen:

  • Abspritzen mit Wasser: Bei leichtem Befall die Pflanze mit einem starken Wasserstrahl abspritzen.
  • Pflanzenstärkungsmittel: Natürliche Mittel stärken das Pflanzengewebe und erhöhen die Widerstandsfähigkeit.
  • Einsatz von Nützlingen: Marienkäfer und Florfliegen bekämpfen Blattläuse effektiv. Raubmilben sind nützlich gegen Spinnmilben.
  • Insektizide Seifen: Umweltfreundliche Seifen helfen bei der Bekämpfung von Schädlingen.

Ein frühzeitiges Erkennen des Befalls und schnelles Eingreifen sind entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Bilder: shihina / iStockphoto