Palmen für kräftigen Wuchs regelmäßig umtopfen

Spätestens wenn das Wurzelwerk einer Palme aus dem Topf herauswächst ist es Zeit, die südländische Schönheit in ein größeres Gefäß umzupflanzen. Damit diese Pflegemaßnahme gelingt und die Pflanze im Anschluss gut weiter wächst gilt es, einige grundlegende Dinge zu beachten.

Palmen Topfgröße
Nur wenn der Topf ausreichend groß ist, wachsen Palmen kräftig und hoch
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Der Palme wird es schnell zu eng

Manchmal bemerkt der Pflanzenfreund erst an den Rissen im Tontopf, dass es höchste Zeit zum Umtopfen ist. Palmen entwickeln ein sehr starkes Wurzelwerk das durchaus in der Lage ist das Gefäß zu sprengen. In einem Topf mit Riss trocknet das Substrat viel zu schnell aus. Verstopft die Hauptwurzel das Abzugsloch kann kein Wasser mehr abfließen und Staunässe, auf welche das Gewächs sehr empfindlich reagiert, droht.

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Der richtige Zeitpunkt

Der beste Zeitraum zum Umpflanzen ist der Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr. Ideal sind die Monate März bis Mai. Erweist sich der Topf im Laufe des Jahres als zu klein kann auch im Sommer noch umgetopft werden.

Palme austopfen

Wässern Sie die Palme vor dem Umsetzen gut damit der Wurzelballen nicht auseinanderfällt. Im Anschluss gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Alten Topf sehr vorsichtig entfernen um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Hierauf reagieren Palmen sehr empfindlich.
  • Lässt er sich nicht abziehen zur Schonung des Wurzelwerks lieber zerschlagen oder zerschneiden.
  • Verbrauchtes Substrat behutsam ablösen.
  • Abgestorbene Wurzelteile mit einem scharfen Messer abschneiden. Dies gilt auch für die bei stark wachsenden Exemplaren recht häufig zu findenden Wurzelspirale am Topfboden.

Um ein zu schnelles Wachstum zu verhindern sollte das neue Pflanzgefäß nicht zu groß gewählt werden. Ideal ist ein hoher Tontopf oder -Kübel der allenfalls zwei Nummern größer ist.

Das Substrat

Welche Erde Palmen bevorzugen ist davon abhängig, in welcher Region sie ursprünglich wachsen. Wärmeliebende Palmengewächse setzen Sie in ein Gemisch aus Heide- und Lauberde mit einem kleinen Anteil Torf, Flusssand und Lehm. Palmen die in kühleren Gebieten gedeihen benötigen eine Mischung aus Mutterboden, etwas Heideerde und viel weichem Sand.

Auf guten Wasserabzug achten

Palmen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe. Deshalb muss der neue Topf unbedingt über ausreichend große Wasserabzugslöcher verfügt. Diese werden mit Tonscherben abgedeckt, damit das Substrat sie nicht verstopft.

Im Anschluss füllen Sie eine Dränageschicht aus Blähton (20,95€ bei Amazon*) in das Gefäß. Dieses speichert nicht nur einen kleinen Wasservorrat, sondern sorgt auch dafür, dass überschüssiges Wasser rasch abgeleitet wird.

Palme einsetzen

Darüber geben Sie eine dünne Schicht Substrat und stellen darauf den Wurzelballen der Palme. Mit Erde auffüllen, gut andrücken und angießen.

Tipps

Große Pflanzgefäße sind schlecht zu transportieren. Diese leidvolle Erfahrung machen nicht nur Gartenliebhaber, auch der Handel kämpft mit dieser Tatsache. Viele Palmen werden deshalb in zu kleinen Töpfen verkauft. Kontrollieren Sie bitte immer, wie viel Substrat die Neuerwerbung zur Verfügung hat. Häufig ist es notwendig, das Gewächs sofort nach dem Kauf umzusetzen.

Text: Michaela Kaiser

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