Oregano aus Samen selbst heranziehen

Aus den angenehm duftenden, rosa bis purpurroten Lippenblüten des Oregano bilden sich nach dem Verblühen die Samenstände. In ihnen befinden sich zahlreiche winzig kleine, länglich ovale, dunkelbraune Nüsschen. Aus diesen Saatkörnern können Sie zahlreiche neue Oreganopflanzen heranziehen.

Oregano Aussaat

Der beste Zeitpunkt, um Oregano zu säen

Da Oregano zum Keimen Temperaturen von mindestens zwanzig Grad benötigt, sollten Sie ihn bevorzugt in der Wohnung oder im beheizten Gewächshaus säen. Möchten Sie die Pflanzen im Frühjahr ins Freiland aussetzen, können Sie bereits im Februar mit der Anzucht beginnen. Mit der Direktaussaat in den Kräutergarten sollten Sie bis in den Mai warten.

So wird der Oregano angesät:

Oregano ist ein Lichtkeimer und die Samen dürfen deshalb keinesfalls mit Erde bedeckt werden. Bewährt hat sich folgende Vorgehensweise:

  • Anzuchterde in einen Torfquelltopf oder einen kleinen Anzuchttopf geben und leicht andrücken.
  • Mit einem Zerstäuber die Erde gut anfeuchten, jedoch nicht vollständig durchnässen.
  • Samen auf der Erde verteilen und sanft andrücken.
  • Vorsichtig besprühen. Achten Sie darauf, dass das Saatgut nicht ausgeschwemmt wird.
  • Um ein Gewächshausklima zu erzeugen, eine durchsichtige Plastiktüte über das Pflanzgefäß stülpen.
  • Sämlinge auf ein sehr helles und sonniges Fensterbrett stellen.

Die Pflege der Keimlinge

  • Belüften Sie die Sämlinge täglich, damit Schimmelbildung vorgebeugt wird.
  • Entnehmen Sie verschimmelte Samen und Erde sofort.
  • Befeuchten Sie die Erde regelmäßig, vermeiden Sie jedoch ein vollständiges Durchnässen.

Oregano benötigt relativ lange um zu keimen. Erst nach etwa 14 bis 28 Tagen zeigen sich die Keimblätter der Pflanzen. Öffnen Sie die Abdeckung nun häufiger, damit die kleinen Pflanzen viel Licht bekommen. Drehen Sie die Töpfchen täglich, damit sich die Keimlinge nicht zu stark in Richtung Sonne ausrichten.

Oregano pikieren

Sobald sich das zweite Blattpaar über den Keimblättern zeigt können Sie den Oregano pikieren. Lockern Sie die Erde mit dem Pikierstab auf und graben Sie die kleinen Pflänzchen vorsichtig aus. Durch das Pikieren wird die Wurzel des Oregano etwas geschädigt; dies ist jedoch nicht schlimm und regt ihn dazu an, kräftiger zu wachsen. Die Pflanzen werden in Töpfchen mit Pflanzerde eingesetzt, in die Sie mit dem Pikierstab ein ausreichend tiefes Loch für die Wurzeln gedrückt haben. Pflegen Sie die Oreganopflänzchen auf der Fensterbank weiter bis sie sich kräftig genug entwickelt haben um ins Freiland umzuziehen.

Text: Sabine Kerschbaumer

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