Welcher Nadelbaum eignet sich für eine Hecke?

Eine Hecke aus Nadelgehölzen erfüllt im Garten mehrere Zwecke: Sie dient als Abgrenzung des Grundstücks, als Schutz vor neugierigen Blicken, vor Lärm und Wind, aber auch zur Strukturierung des Gartenraumes. Letzteres kann gerade in größeren Gärten eine interessante wie einfache Form der Gartengestaltung sein.

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Die Thuja ist eine klassische Heckenpflanze

Die besten Arten für eine Heckenpflanzung

Nicht jeder Nadelbaum eignet sich für eine Heckenpflanzung. Geben Sie solchen Arten den Vorzug, die schnellwüchsig sind, robust sowie schnittfest. Manchmal werden etwa Fichten für eine Hecke empfohlen, wovon allerdings dringend abgeraten werden muss. Diese Nadelbäume vertragen einen regelmäßigen, starken Rückschnitt nur schlecht und treiben oft nicht wieder aus. Bewährt haben sich dagegen die folgenden Arten.

Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Im Falle von Thuja ist der Sortenreichtum beachtlich: Hochwüchsige Sorten lassen sich wunderbar für hohe Hecken sowie als Sicht- und Windschutz verwenden, Zwergformen für niedrigere Hecken (z. B. zum Einrahmen eines Staudenbeetes oder eines Grabes). Für Hecken sehr gern verwendet werden etwa die Sorten ‚Brabant‘ oder Smaragd‘. Thuja ist sehr schnittverträglich und verkraftet auch starke Rückschnitte sehr gut. Pflanzen Sie die Hecke an einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit frischem bis feuchtem, humosem Boden. Dieser kann ruhig schwach sauer bis alkalisch sein.

Europäische Eibe (Taxus baccata)

Die Europäische Eibe wird schon seit alters her in unseren Gärten kultiviert und gilt als sehr langlebig, anpassungsfähig und robust. Als Solitär ist er häufig von der Basis an mehrstämmig und kann bis zu 15 Meter hoch werden. Als Hecke gilt die Eibe als gut schnittverträglich und ist ein gern verwendetes Formgehölz. Im Gegensatz zu vielen anderen Nadelbäumen gedeiht die Eibe auch im Schatten noch gut, ist zudem hinsichtlich des Bodens ebenso anspruchslos. Dieser kann schwach sauer bis alkalisch, sandig- bis lehmig-humos sein, darf aber keine Neigung zu Staunässe haben.

Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana)

Dieser interessante Baum besitzt fächer- oder federförmige Zweige mit schuppenförmigen Blättern, die sich dachziegelartig decken. Sie sind dunkel- bis graugrün, bei einigen Sorten auch stahlblau oder gelb. Die sehr schnittverträgliche Art sollte an einen sonnigen bis halbschattigen Standort gepflanzt werden, verträgt aber weder Hitze noch Trockenheit. Der Boden kann schwach sauer bis alkalisch sein, sandig oder lehmig.

Tipps

Ebenfalls gut für eine Heckenpflanzung geeignet sind die Leyland-Zypresse (Cupressocyparis leylandii), manche Wacholderarten und -sorten (Juniperus) sowie einige Kiefernarten (Pinus).

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Doubletree Studio/Shutterstock
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