Margeriten

Margeriten aus Samen ziehen: So gelingt die Anzucht leicht

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Margeriten sind beliebte Gartenblumen, die mit ihren strahlenden Blüten und ihrer einfachen Pflege Gärtnerherzen erfreuen. Dieser umfassende Ratgeber bietet Ihnen alle Informationen, die Sie für den erfolgreichen Anbau und die Pflege von Margeriten benötigen.

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Margeritensamen können selbst geerntet werden

Margeritensamen kaufen

Margeritensamen sind in Gartencentern, Baumärkten und Online-Shops weit verbreitet. Achten Sie beim Kauf auf hochwertige Samen, um eine hohe Keimrate und robuste Pflanzen zu gewährleisten. Sie haben die Wahl zwischen der klassischen Wiesen-Margerite und verschiedenen Zuchtformen, die sich in Farbe und Wuchshöhe unterscheiden.

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Die Wiesen-Margerite ist in verschiedenen Packungsgrößen erhältlich, von kleinen Mengen für den Hobbygarten bis hin zu Großpackungen für die Anlage von Blumenwiesen. Preislich liegen kleine Packungen bei etwa 2,30 € zuzüglich Versandkosten.

Zuchtformen eignen sich hervorragend für eine farbenfrohe Bienenweide oder als langlebige Schnittblumen für Ihre Vase. Die Farbpalette reicht von strahlendem Weiß über verschiedene Rosa- und Lilatöne bis hin zu warmen Rottönen.

Sie können die Samen nach dem letzten Frost direkt im Freiland aussäen oder sie bereits im Frühjahr in Töpfen vorziehen. Regelmäßiges Gießen ohne Staunässe und gelegentliches Düngen fördern ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte.

Aussaat von Margeritensamen

Margeriten sind nicht nur ein Blickfang in Ihrem Garten, sondern locken mit ihren Blüten auch zahlreiche Schmetterlinge an. So säen Sie die bezaubernden Blumen aus und schaffen ein kleines Naturparadies:

  1. Saatgut vorbereiten: Beginnen Sie die Aussaat im Februar auf der Fensterbank oder direkt im Freiland ab Mai. Margeritensamen sind Lichtkeimer und dürfen nicht mit Erde bedeckt werden. Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf feuchter Anzuchterde oder einem Torf-Sand-Gemisch.
  2. Keimbedingungen schaffen: Halten Sie das Saatgut konstant feucht. Bei einer Aussaat auf der Fensterbank ist eine Temperatur von 18-25°C ideal. Ein beheizbares Minigewächshaus hilft, die Feuchtigkeit und Temperatur konstant zu halten.
  3. Keimung beobachten: Nach etwa 14 bis 21 Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge. Sorgen Sie für ausreichend Licht und drehen Sie die Anzuchtschale regelmäßig, um ein gleichmäßiges Wachstum zu gewährleisten.
  4. Pikieren: Sobald die Jungpflanzen ihr zweites Blattpaar entwickelt haben, können Sie sie vorsichtig in einzelne Töpfe pikieren. So haben die Pflanzen genügend Platz, um kräftige Wurzeln zu bilden.
  5. Auspflanzen: Ab Mai, nach den letzten Frösten, können die Pflanzen ins Freiland umgesetzt werden. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Für eine dichtere Bepflanzung können Sie die Pflanzen auch in ihren Töpfen belassen und in das Beet integrieren.

Standort und Boden für Margeriten

Standort und Boden für Margeriten

Ein gut durchlässiger, humusreicher Boden begünstigt das Wachstum der Margeriten

Margeriten sind anpassungsfähig und gedeihen in verschiedenen Umgebungen. Für ein optimales Wachstum sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Sonniger und windgeschützter Standort: Margeriten entfalten ihre Blütenpracht am besten in vollsonnigen bis halbschattigen Bereichen. Ein windgeschützter Standort schützt die zarten Blüten.
  • Bodenbeschaffenheit: Der ideale Boden ist gut durchlässig und humusreich. Margeriten tolerieren verschiedene Bodentypen, bevorzugen jedoch einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert. Vermeiden Sie Staunässe, um Wurzelfäule vorzubeugen.
  • Pflanzung im Kübel: Wählen Sie für Margeriten in Töpfen oder Kübeln hochwertige Blumenerde und sorgen Sie für eine gute Drainage.
  • Standortpflege: Bereichern Sie den Boden bei Bedarf mit Kompost.

Pflege von Margeriten

Pflege von Margeriten

Eine regelmäßige Düngung unterstützt die Vitalität und Blühfreude der Margeriten

Margeriten sind pflegeleicht und belohnen Sie mit einer reichen Blütenpracht. Mit wenigen Pflegetipps bleiben Ihre Margeriten gesund und blühfreudig.

  • Wasserbedarf: Gießen Sie regelmäßig, insbesondere in den Sommermonaten. Achten Sie dabei darauf, Staunässe zu vermeiden.
  • Düngung: Eine gelegentliche Düngung mit Kompost unterstützt die Vitalität und Blütenbildung.
  • Blütenpflege: Entfernen Sie regelmäßig Verblühtes, um die Bildung neuer Blüten anzuregen.
  • Schnittmaßnahmen: Ein Rückschnitt im Juli und Herbst fördert ein buschiges Wachstum und verlängert die Blütezeit.

Überwinterung von Margeriten

Die Überwinterung ist entscheidend für die Gesundheit und Blütenpracht Ihrer Margeriten im nächsten Jahr.

Winterharte Margeriten

  • Rückschnitt: Schneiden Sie winterharte Margeriten im Herbst kurz vor dem ersten Frost bis auf etwa 10 cm zurück.
  • Schutz: Ein leichter Schutz mit Reisig oder Laub hilft jungen Pflanzen, den Winter besser zu überstehen.

Überwinterung von Topfmargeriten

Topfmargeriten sind in der Regel nicht winterhart und benötigen besondere Aufmerksamkeit.

  • Vorbereitung: Beenden Sie die Düngung Anfang September.
  • Standortwahl: Wählen Sie einen kühlen, aber frostfreien Ort mit einer Temperatur zwischen 5° und 10°C.
  • Wasserbedarf: Reduzieren Sie die Bewässerung auf ein Minimum.
  • Rückschnitt: Topfmargeriten werden vor dem Frost nicht zurückgeschnitten.
  • Frühjahrsvorbereitung: Gewöhnen Sie die Pflanzen im Frühjahr langsam wieder an die Außenbedingungen.

Vermehrung von Margeriten

Vermehrung von Margeriten

Die Vermehrung von Margeriten kann durch Samen, Stecklinge oder Pflanzenteilung erfolgen

Margeriten lassen sich auf verschiedene Weise vermehren.

  • Sammeln von Samen: Sammeln Sie die Samen aus den verblühten Blütenköpfen und lagern Sie sie bis zur Aussaat kühl und dunkel.
  • Stecklingsvermehrung: Schneiden Sie im Spätsommer etwa 10 cm lange Stecklinge ab und stecken Sie diese in die Erde.
  • Teilung der Pflanzen: Teilen Sie erwachsene Stauden-Margeriten im Herbst oder Frühjahr vorsichtig mit einem Spaten oder Messer.

Essbare Margeriten

Margeriten bereichern nicht nur Ihren Garten, sondern auch Ihre Küche.

  • Junge Blätter: Ab März können Sie die jungen Blätter in Salaten oder Brotaufstrichen verwenden.
  • Blüten: Die Blüten bieten von Mai bis Juli eine süße Geschmacksnuance und eignen sich als Beilage oder eingelegt als Alternative zu Kapern.
  • Wurzeln: Im Herbst und Winter können Sie die Wurzeln roh oder gedünstet als Gemüsebeilage genießen.

Margeriten als Heilpflanze

Margeriten als Heilpflanze

Margeriten helfen bei Beschwerden wie Magen-Darm-Problemen und Menstruationsschmerzen

Margeriten, insbesondere die Wiesen-Margerite, besitzen verschiedene Heileigenschaften.

Margeriten enthalten Wirkstoffe, die krampflösend, beruhigend und hustenstillend wirken. Sie können bei Magen-Darm-Beschwerden, Menstruationsschmerzen, Atemwegserkrankungen und Hautirritationen Linderung verschaffen.

Vermeiden Sie die Verwendung bei bekannter Allergie gegen Korbblütler.

Bilder: thoughtsofjoyce / Shutterstock