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Margeriten: Gelbe Blätter – Ursachen & Lösungen

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Die strahlend weißen Blüten der Margerite erfreuen jeden Gartenfreund, doch manchmal verfärben sich ihre Blätter gelb. Dieser Ratgeber erläutert häufige Ursachen für gelbe Blätter bei Margeriten und gibt hilfreiche Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Margerite wird gelb
Gelbe Blätter bei der Margerite können von zu viel Hitze oder Trockenheit herrühren

Häufige Pflegefehler

Eine gesunde Margerite mit kräftigem Grün benötigt die richtige Pflege. Verschiedene Fehler können zu einer Gelbfärbung der Blätter führen.

  • Überwässerung: Zu viel Wasser führt zu Staunässe, welche die Wurzeln schädigt und die Sauerstoffaufnahme hemmt. Wurzelfäule kann die Folge sein.
  • Wassermangel: Bei zu wenig Wasser trocknet die Pflanze aus, was die Nährstoffaufnahme und wichtige Stoffwechselprozesse behindert und zu gelblichen Blättern führt.
  • Nährstoffungleichgewicht: Ein Mangel an essenziellen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium kann die Chlorophyllproduktion beeinträchtigen, was zu einer gelblichen Verfärbung der Blätter führt, da Chlorophyll für die grüne Farbe der Pflanze verantwortlich ist.
  • Überdüngung: Auch zu viel Dünger schadet den Margeriten. Hohe Salzkonzentrationen im Boden durch Überdüngung können zu gelben Blättern führen und die Pflanzengesundheit beeinträchtigen.

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Standortbedingungen

Der richtige Standort kann Vergilbung der Blätter vorbeugen.

  • Sonne und Halbschatten: Margeriten bevorzugen sonnige bis halbschattige Bereiche mit mehreren Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Zu dunkle Standorte können zu gelblichen Blättern führen, da die Blütenbildung reduziert und die Pflanze geschwächt wird.
  • Windgeschützt: Trotz des Bedarfs an Sonne sollten Margeriten vor starkem Wind geschützt stehen, der die Pflanze schädigen und die Erde schnell austrocknen kann.
  • Bodenbeschaffenheit: Margeriten bevorzugen lockere, durchlässige und nährstoffreiche Erde. Um Staunässe zu vermeiden, können Sie Sand oder Kies untermischen. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Bodens ist optimal.
  • Anpassung nach der Überwinterung: Nicht winterharte Arten, wie die Argyranthemum frutescens, benötigen einen sanften Übergang vom Winterquartier ins Freie. Ein gradueller Standortwechsel beugt Stress und Schäden, einschließlich Vergilbung der Blätter, vor.
  • Ansprüche an das Substrat: Für die Kübelhaltung ist hochwertige Blumenerde empfehlenswert. Sie sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein.

Diese Standort- und Bodenwahlkriterien tragen zur gesunden Entwicklung Ihrer Margeriten bei und helfen, Problemen wie dem Vergilben der Blätter vorzubeugen.

Schädlinge und Krankheiten

Auch Schädlinge und Krankheiten können gelbe Blätter bei Margeriten verursachen.

  • Blattläuse: Sie hinterlassen klebrigen Honigtau auf den Blättern, besonders an der Unterseite und den Stielen. Natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer- und Florfliegenlarven oder eine Behandlung mit Schmierseifenlauge bieten eine umweltfreundliche Bekämpfungsmethode.
  • Spinnmilben: Diese treten verstärkt bei Trockenheit auf. Die betroffenen Blätter zeigen gelbliche und fleckige Muster. Ein regelmäßiges Absprühen der Pflanzen mit Wasser kann einem Befall vorbeugen.
  • Schnecken: Sie bevorzugen die jungen Triebe und können so die Pflanze schädigen. Eine regelmäßige Kontrolle und das Absammeln der Schnecken sind empfehlenswert.
  • Wurzelfäule und Schimmel: Staunässe ist häufig die Ursache für diese Probleme. Faulende Wurzeln und schimmelbefallene Pflanzenbereiche beeinträchtigen das Wachstum.
  • Mehltau: Erkennbar an einem weißlichen bis grauen Belag auf den Blättern. Ein Gemisch aus Wasser und Vollmilch im Verhältnis 9:1 auf die betroffenen Stellen gesprüht, gefolgt von einem Klarspülen mit Wasser, kann helfen. Wiederholen Sie diese Behandlung mehrmals in den folgenden Tagen.
  • Blattfleckenkrankheit: Tritt auf, wenn die Pflanze zu schattig steht oder zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist. Dunkle oder braune Flecken auf den Blättern sind typische Symptome. Entfernen Sie erkrankte Blätter umgehend und erwägen Sie eine Behandlung mit Fungiziden.

Das frühzeitige Erkennen und angemessene Behandeln dieser Krankheiten und Schädlinge ist wichtig, um die Gesundheit und das ästhetische Erscheinungsbild Ihrer Margeriten zu erhalten.

Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung

Eine gesunde Margerite ist ein Zeichen guter Pflege und idealer Umgebungsbedingungen.

  • Bewässerung: Achten Sie auf eine ausgewogene Bewässerung. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, um Staunässe und Wurzelfäule vorzubeugen.
  • Düngung: Eine maßvolle Düngung fördert die Gesundheit und Blüte Ihrer Margeriten. Verwenden Sie in den ersten 4-6 Wochen nach der Pflanzung einen Langzeitdünger und düngen Sie danach regelmäßig flüssig nach.
  • Standort: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der die Margeriten vor starkem Wind schützt und eine robuste Gesundheit sowie reiche Blüte fördert.
  • Überwinterung: Stellen Sie sicher, dass Ihre Margeriten an einem frostfreien, hellen Ort überwintern. Ein gradueller Übergang nach draußen im Frühjahr reduziert Stress.
  • Schädlings- und Krankheitsbekämpfung: Vorbeugende Maßnahmen wie das Benutzen von Kulturschutznetzen gegen Minierfliegen oder das regelmäßige Entfernen von verblühtem Material halten Schädlinge und Krankheiten fern. Natürliche Mittel wie ein Wasser-Milch-Gemisch bei Pilzbefall oder das Abspritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl bei Schädlingsbefall können wirksam sein.

Gelbe Blätter weisen oft auf Pflegefehler oder Krankheiten hin. Entfernen Sie betroffene Blätter sorgfältig, um die Ausbreitung zu verhindern und passen Sie die Pflegebedingungen entsprechend an.

Bilder: Dhoxax / iStockphoto