Margeriten – von Blättern und Blüten

Mit ihrer weißen Blütenpracht ziert die Wiesen-Margerite so manchen Bauerngarten und auch die bunten Varianten sind gern in den Gärten zu sehen. Über die Blätter wird selten nachgedacht, aber auch diese haben Ihnen einiges zu sagen. Wussten Sie das schon?

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Die Blätter der meisten Margeritenarten sind essbar

Haben die Margeriten-Blätter eine Bedeutung?

Die grünen Blätter der Margerite haben keine besondere Bedeutung, die weißen Blütenblätter werden dagegen gern als Liebesorakel genutzt. Bestimmt kennen Sie auch das – manchmal bedeutungsvolle – Spielchen „Er liebt mich“, bei dem die Blütenblätter einzeln ausgerissen werden.
Aber auch der Margerite als Blume wird eine Bedeutung zugesprochen, sie steht für das unverfälschte Glück, für Zuversicht und Natürlichkeit.

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Sind die Blätter der Margerite essbar?

Tatsächlich sind die Blätter der Wiesen-Margerite essbar, wie alle anderen Pflanzenteile auch. Die Pflanze gilt in der Naturheilkunde sogar als Heilmittel. Ihre Wirkung ist ähnlich wie die der allseits bekannten Kamille, aber deutlich schwächer. Das trifft aber nicht auf alle anderen Margeritenarten zu.
Allerdings ist die Margerite mit Vorsicht zu genießen, sie kann durchaus auch Allergien auslösen. Zum einen führt die Berührung mit dem Pflanzensaft bei empfindlichen Personen zu Kontaktallergien, zum anderen reagieren Menschen mit einer Allergie auf Korbblütler oder entsprechenden Kreuzallergien sehr deutlich auf die Margerite.

Warum bekommt meine Margerite gelbe Blätter?

Gelbe Blätter bei Ihrer Margerite deuten in der Regel auf Fehler in der Pflege hin. Vermutlich wurde die Pflanze zu viel gegossen. Margeriten reagieren nämlich sehr empfindlich auf Staunässe. Um sie zu retten, sollten Sie eine Weile ganz auf das Gießen verzichten. Ist die Erde völlig nass, dann tauschen sie diese eventuell aus. Umtopfen ist da vielleicht die einzige Chance zur Rettung.

Was kann ich tun, wenn die Margerite ihre Blätter hängen lässt?

Trockene, herab hängende Blätter zeigen, dass Ihre Margerite unter Wassermangel leidet. Hier hilft zumeist ausgiebiges Gießen oder ein Tauchbad. Sehen Sie sich aber auch den Standort Ihrer Margerite einmal genauer an. Nicht jede Margerite mag den ganzen Tag in der vollen Sonne stehen. Am besten kommt die Magerwiesen-Margerite (bot.Leucantheum vulgare) damit zurecht.

Befallen Krankheiten oder Schädlinge die Margeritenblätter?

Allgemein gilt die Margerite als robust und pflegeleicht, aber sie kann durchaus unter Krankheiten und Schädlingen leiden. Diese befallen auch die Blätter. Mehltau oder die Blattfleckenkrankheit sind gar nicht so selten. Letztere erkennen Sie an braunen und schwarzen Flecken auf den Blättern. Da sich diese Pilzkrankheit schnell auf andere Pflanzen ausbreiten kann, sollten Sie befallene Pflanzenteile unverzüglich entfernen und über den Hausmüll entsorgen.

Tipp

Vorsicht vor Schädlingen!

Gelegentlich leidet die Margerite unter diversen Arten von Blattläusen. Diese sollten unbedingt bekämpft werden. Auf Chemie können Sie meist gut verzichten. Brennnesselsud, Marienkäfer und Schildläuse schaffen schonend Abhilfe. Spinnmilben treten gern in (zu warmen) Winterquartieren auf.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Stock for you/Shutterstock