Malve

Malve: Standortwahl für optimales Wachstum & schöne Blüten

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Malven sind eine schöne Ergänzung für jeden Garten, benötigen aber die richtigen Bedingungen, um zu gedeihen. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Faktoren für einen idealen Standort, die richtige Pflege und Vermehrung von Malven.

Malve Standort

Der ideale Standort für Malven

Malven gedeihen am besten an einem Standort, der reichlich Sonnenlicht bietet. Ein vollsonniger Platz, der mehrere Stunden direkte Sonnenbestrahlung täglich erhält, ist optimal für das Wachstum und die Blütenbildung. Auch halbschattige Lagen werden toleriert, allerdings kann dauerhafter Lichtmangel die Blütenfülle reduzieren.

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Lichtbedürfnisse

Die Lichtbedürfnisse variieren je nach Malvenart:

  • Stockrosen und Buschmalven: Diese hochwachsenden Arten bevorzugen einen vollsonnigen Standort.
  • Wilde Malve und Mauretanische Malve: Diese Arten gedeihen sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Bereichen.
  • Schönmalve: Diese Art benötigt zwar viel Licht, aber direkte Mittagssonne sollte vermieden werden, da sie empfindlich auf starke Hitze reagiert.

Schutz vor Wind und Wetter

Besonders hochwachsende Malvenarten wie Stockrosen und Buschmalven sind anfällig für Windschäden. Ein geschützter Standort oder das Anbinden an Stäbe und Zäune verhindert das Umknicken der Pflanzen. Auch der Schutz vor starkem Regen ist sinnvoll, um die Stabilität der Pflanzen zu gewährleisten.

Bodenbeschaffenheit

Ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden ist für Malven ideal. Staunässe sollte vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Malven bevorzugen leicht sandige bis lehmige Böden, die frisch bis mäßig trocken sind.

Bodenbeschaffenheit und Nährstoffversorgung

Neben der richtigen Lichtmenge spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden der Malven.

Durchlässiger Boden

Malven bevorzugen gut durchlässige Böden, die überschüssiges Wasser effektiv ableiten. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule, was die Pflanzen nachhaltig schädigt. Um eine gute Durchlässigkeit zu gewährleisten, können Sie den Boden mit einem Drittel Sand oder feinem Splitt anreichern, insbesondere wenn der ursprüngliche Boden lehmig oder schwer ist.

  • Sandige Böden: Diese sind von Natur aus gut durchlässig, allerdings oft nährstoffarm. Eine regelmäßige Düngung oder Zugabe von Kompost kann hier Abhilfe schaffen.
  • Lehmige Böden: Lehmige Böden sind reich an Nährstoffen, neigen jedoch dazu, Wasser zu speichern. Eine gezielte Auflockerung mit Sand oder Kompost verbessert die Drainage.

Nährstoffreiche Erde

Für ein optimales Wachstum benötigen Malven nährstoffreiche Böden. Eine regelmäßige Gabe von Kompost im Frühjahr sorgt für eine ausreichende Nährstoffversorgung und unterstützt sowohl das Pflanzenwachstum als auch die Blütenbildung. Sollte der Boden in Ihrem Garten eher nährstoffarm sein, eignet sich besonders die Moschus-Malve, die auch mit mageren Böden zurechtkommt und trotzdem üppig blüht.

Pflanzzeit und Vermehrung

Die beste Zeit, um Malven zu pflanzen, ist im Frühjahr. Dies gilt sowohl für die Aussaat als auch für die Vermehrung durch Stecklinge.

Aussaat

Malven lassen sich direkt ins Freiland aussäen. Die optimale Zeit hierfür liegt zwischen April und Mai. Wenn Sie einen Vorsprung erzielen möchten, können Sie die Samen bereits im März auf der Fensterbank vorziehen. Setzen Sie die Samen etwa 1,5 bis 2 Zentimeter tief in die Erde und halten Sie diese gleichmäßig feucht. Die Keimung erfolgt normalerweise bei Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad Celsius und dauert etwa 14 Tage. Achten Sie auf einen Pflanzabstand von etwa 40 Zentimetern, um den Pflanzen ausreichend Raum zur Entfaltung zu geben.

  • Aussaat Freiland: April bis Mai
  • Aussaat Vorzucht: Ab März im Haus
  • Saattiefe: 1,5 bis 2 cm
  • Keimtemperatur: 18 bis 22 °C
  • Keimdauer: Ca. 14 Tage
  • Pflanzabstand: 40 cm

Stecklinge

Einige Malvenarten, wie beispielsweise die Buschmalve, lassen sich auch durch Stecklinge vermehren. Der optimale Zeitpunkt hierfür ist im Frühjahr oder Frühsommer. Schneiden Sie einen etwa 10 bis 15 Zentimeter langen Trieb ohne Blüten ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, lassen jedoch zwei Blattpaare stehen, und setzen den Steckling in eine spezielle Anzuchterde. Halten Sie den Steckling an einem sonnengeschützten Platz bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius und sorgen dafür, dass die Erde stets leicht feucht bleibt. Nach einigen Wochen sollten sich Wurzeln bilden, und der Steckling kann in den Garten umgesetzt werden.

  • Steckling Länge: 10 bis 15 cm
  • Bester Zeitpunkt: Frühjahr oder Frühsommer
  • Platzierung: Sonnengeschützt
  • Temperatur: 20 bis 30 °C
  • Erde: Anzuchterde
  • Wasserbedarf: Leicht feucht halten

Pflegetipps

Mit minimalem Aufwand können Sie Ihre Malven gesund erhalten und eine reiche Blütenpracht fördern. Beachten Sie dabei vor allem die folgenden Pflegemaßnahmen:

Gießen

Malven sind widerstandsfähig gegenüber Trockenheit. In der Regel genügt es, sie in längeren Trockenperioden zu gießen. Achten Sie darauf, dass die Erde zwischen den Gießintervallen leicht antrocknet, um Staunässe zu vermeiden, die Wurzelfäule verursachen könnte. Frisch gepflanzte Malven benötigen in den ersten zwölf Wochen regelmäßig Wasser, um gut anzuwachsen.

Düngen

Eine Düngung im Frühjahr mit Kompost sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung. Bei Bedarf können Sie zusätzlich während der Wachstums- und Blütezeit sparsam Flüssigdünger verabreichen. Achten Sie darauf, den Stickstoffgehalt nicht zu übertreiben, um eine übermäßige Blattbildung zulasten der Blütenfülle zu vermeiden.

Schneiden

Ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Bildung neuer Blüten fördern und die Pflanze in Form halten. Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blütenstände und abgestorbene Pflanzenteile, um Krankheiten vorzubeugen und die Selbstaussaat zu kontrollieren. Bei mehrjährigen Arten wie der Busch- und Stockmalve bietet sich zudem ein kräftiger Rückschnitt im zeitigen Frühjahr an.

Unterstützung und Schutz

Hohe Malvenarten, wie die Stockrose, profitieren von einer Abstützung, besonders an windigen Standorten. Verwenden Sie Bambusstäbe oder Zäune als Halt, um ein Umknicken zu verhindern. Achten Sie auf eine gute Luftzirkulation um die Pflanzen herum, um Malvenrost vorzubeugen. Bei feuchtem Wetter kann ein Ackerschachtelhalm-Sud helfen, die Blätter zu schützen.

Überwinterung

Einige Malvenarten sind mehrjährig und winterhart. Bedecken Sie diese Pflanzen im Spätherbst mit einer Laubschicht oder Reisig, um sie vor starkem Frost zu schützen. Nicht winterharte Arten, wie die Schönmalve, sollten im Haus an einem hellen, kühlen Ort überwintert werden.

Durch diese einfachen, aber wirkungsvollen Pflegehinweise tragen Sie wesentlich zur Gesundheit und Blütenfreudigkeit Ihrer Malven bei.

Bilder: kostik2photo / iStockphoto