Schönmalve

Schönmalven: Giftige Zierpflanzen und ihre Gefahren

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Schönmalven sind beliebte Zierpflanzen, die jedoch in einigen Arten schwach giftige Substanzen enthalten können. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Giftigkeit der Schönmalve und informiert über Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit der Pflanze.

Schönmalve Vergiftung
Die Schönmalve ist leicht giftig

Giftigkeit der Schönmalve: Ein Überblick

Die Schönmalve, auch als Zimmerahorn bekannt, ist eine beliebte Zierpflanze, die leicht giftig ist und bei empfindlichen Personen bereits bei Hautkontakt Reizungen verursachen kann. Besonders kleine Kinder und Haustiere sollten nicht in die Nähe dieser Pflanze gelangen, da das Verschlucken von Pflanzenteilen gesundheitsschädlich sein kann. Tragen Sie beim Schneiden oder anderen direkten Arbeiten mit der Schönmalve stets Handschuhe, um das Risiko von Hautirritationen zu minimieren. Stellen Sie die Pflanze an einen Ort, der für Kinder und Haustiere unzugänglich ist, besonders während der Wintermonate, wenn die Pflanze im Haus überwintert wird. Achten Sie darauf, ob Hautrötungen, Blasen oder andere Symptome nach Kontakt mit der Pflanze auftreten.

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Ungiftige Schönmalven-Arten

Einige Schönmalven-Arten sind ungiftig und können bedenkenlos in Gärten und Wohnungen gehalten werden. Zu diesen Arten gehören:

  • Abutilon pictum: Auch als Bunte Samtpappel bekannt, stammt diese Pflanze aus Mittel- und Südamerika. Ihre eindrucksvollen gelb oder orange-rot gestreiften Blüten sind essbar und ideal für dekorative Gärten geeignet.
  • Abutilon theophrasti: Diese unter dem Namen Samtpappel oder Lindenblättrige Schönmalve bekannte Pflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden und ist in der Literatur als ungiftig beschrieben.
  • Abutilon-Hybriden: Viele der im Handel erhältlichen Schönmalven sind Hybriden, die aufgrund ihrer attraktiven Blüten gezüchtet wurden. Diese Hybriden sind in der Regel ungiftig und daher sicher für Haushalte mit Kindern und Haustieren.

Positionieren Sie diese ungiftigen Arten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort und halten Sie die Erde durchlässig und nährstoffreich, um eine optimale Blüte zu fördern.

Schönmalven mit geringer Giftigkeit

Einige Schönmalven-Arten sind schwach giftig und verursachen bei Hautkontakt oder Verzehr nur leichte Beschwerden. Hierzu zählen:

  • Abutilon ‚Orange Glow‘: Diese Sorte hat leuchtend orangefarbene Blüten und kann bei Hautkontakt leichte Irritationen verursachen. Beim Verzehr können leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
  • Abutilon megapotamicum: Auch als Rio-Grande-Schönmalve bekannt, trägt diese Art laternenförmige Blüten und kann bei Verzehr leichte Beschwerden wie Übelkeit verursachen.
  • Schönmalve ‚Boule de Neige‘: Mit ihren weißen Blüten ist diese Sorte ebenfalls schwach giftig und verursacht milde Symptome bei Hautkontakt oder Verzehr.

Pflegen Sie diese Schönmalven, indem Sie stets Handschuhe tragen und die Pflanzen außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren platzieren.

Symptome bei Vergiftung

Die häufigsten Symptome bei einer Vergiftung durch den Verzehr von Schönmalven-Pflanzenteilen umfassen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Bei empfindlichen Personen oder der Einnahme größerer Mengen können zusätzlich vermehrter Speichelfluss, Appetitlosigkeit, Unruhe, Zittern und Kreislaufbeschwerden auftreten. Sollten Sie solche Symptome nach dem Verzehr von Schönmalven-Pflanzenteilen beobachten, suchen Sie umgehend ärztlichen Rat. Konsultieren Sie in solchen Fällen auch einen Tierarzt, falls Ihre Haustiere betroffen sind.

Vorsichtsmaßnahmen

Um gesundheitliche Risiken zu minimieren, beachten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Hautschutz: Tragen Sie bei der Pflege und beim Schneiden der Schönmalve stets Handschuhe.
  2. Positionierung: Stellen Sie die Pflanzen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf, besonders während der Wintermonate.
  3. Hände waschen: Waschen Sie sich nach jedem Umgang mit der Pflanze gründlich die Hände.
  4. Verzehr vermeiden: Auch wenn einige Schönmalven-Arten essbare Blüten besitzen, sollten generell keine Pflanzenteile verzehrt werden, um allergische Reaktionen oder andere gesundheitliche Beschwerden zu verhindern.
Bilder: User10095428_393 / iStockphoto