Luzerne Aussaat – so bringen Sie die Saat in Startposition

Das Aussäen von Luzernen ist für viele Gärtner keine gewohnte, alljährliche Arbeit. Doch was für die uns bestens vertrauten Pflanzen zutrifft, gilt auch hier: Die Saat entscheidet über die Ernte. Gibt es in dieser Hinsicht bei der Luzerne etwas zu beachten?

Luzerne säen
Die Luzerne kann von Ende März bis in den August ausgesät werden

Das Zeitfenster für die Aussaat

Die Luzerne akzeptiert einen langen Zeitraum des Jahres für ihre erfolgreiche Aussaat. Wichtig ist nur, dass sie nach dem Aussaatzeitpunkt noch einige Sonnentage erwarten darf.

  • alle Tage von März bis einschließlich August sind geeignet
  • frühe Aussaat macht Ernten im selben Jahr möglich

als Gründüngung genügt die späte Aussaat

Standort und Bodenbeschaffenheit

Die Luzerne bevorzugt sonnige und trockene Plätze im Garten, was ja bei den Gemüseanbauflächen im Garten meist auch der Fall ist.

Als Tiefwurzler mag dieser Schmetterlingsblütler zudem tiefgründig lockere Böden. Doch die Luzerne kämpft sich auch durch einen schweren, verdichteten Boden durch, weswegen ihr Anbau ideal für die Auflockerung derartig in Mitleidenschaft gezogenen Flächen ist.

Ein sehr stark zur Verdichtung neigender Boden kann vor dem Anbau von Alfalfa, wie die Luzerne auch genannt wird, mit Sand oder Kompost in seiner Struktur verbessert werden.

Saatgut

Wenn Sie nicht schon öfter Luzerne angebaut und selbst Samen zurückgelegt haben, können Sie entsprechendes Saatgut im stationären Handel oder im Internet kaufen. Rechnen Sie bei Ihrer Bestellung mit einer Saatstärke von 2 Gramm pro Quadratmeter Fläche.

Säen Schritt für Schritt

  1. Die Luzernen treiben ihre Wurzeln tief in den Boden hinein. Graben Sie deswegen die Erde vor der Aussaat um.
  2. Mischen Sie dabei Kompost unter, um den Luzernen eine Nährstoffversorgung zu bieten.
  3. Streuen Sie das Saatgut nicht in Reihen, sondern breitflächig aus. Das verhindert, dass sich Unkraut leicht durchsetzen kann und ebenfalls das Beet durchzieht.
  4. Arbeiten Sie anschließend das Saatgut mit einer Hacke in den Boden ein. Doch Achtung: Die Saat sollte nicht tiefer als 1 cm eingegraben werden, da sonst Keimprobleme auftreten.
  5. Wässern Sie die komplette Fläche unmittelbar nach der Aussaat.
  6. Decken Sie die Saatfläche ab, weil ansonsten ein Teil der Saatkörner noch vor dem Keimen von Vögeln aus der Erde gepickt wird.

Tipps

Wässern Sie später auch den Neuaustrieb, wenn die Tage sehr trocken sind. Im weiteren Verlauf des Wachstums können sich die Pflanzen mit ihren langen Wurzeln gut selbst versorgen.

Text: Daniela Freudenberg

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