Luzerne – so wird der Schmetterlingsblütler richtig angebaut

Dieses winterharte Gewächs wird bis zu einem Meter hoch und verwandelt das Beet in ein grünes Meer. Doch viel wichtiger als der schöne Anblick, ist das, was darauf folgt. Aus dem Anbau der Luzerne können wir nämlich gleich dreifachen Nutzen ziehen.

Luzerne anpflanzen
Luzerne wird im Garten vor allem zur Gründüngung angebaut

Wann das Pflanzen lohnt

Wenn Sie Luzernen in Ihren Garten anbauen, können Sie mit folgenden Gaben von rechnen:

  • stickstoffhaltige Gründüngung
  • einen aufgelockerten Boden
  • Futter für Tiere

Tipps

Luzerne sind durchaus auch für Menschen essbar. Junge Blätter bereichern Salate, aus Samen lassen sich die sog. Alfalfasprossen ziehen.

Standort für den Anbau

Als Gründüngung können Sie diesen Schmetterlingsblütler auf Flächen pflanzen, die eine Auffüllung des Stickstoffdepots gut gebrauchen können. Auch verdichtete Böden lassen sich dank seiner tiefgehenden Wurzeln wieder auflockern, notfalls durch einen mehrjährigen Anbau.

Wer Luzerne als Essen für sich oder als Futter für Tiere anbauen möchte, sollte ihnen einen sonnigen und trockenen Platz anbieten. Der Boden sollte zudem durch Umgraben tiefgründig aufgelockert und dabei mit Kompost angereichert werden.

Der ideale Aussaatzeitpunkt

Wenn Sie die Luzernen noch im selben Jahr ernten möchten, sollten Sie die Saat zeitig im Frühjahr ausbringen. Ab März ist das schon möglich. Mit der Gründüngung können Sie sich dagegen länger Zeit lassen. Der Anbauzeitpunkt darf bis spätestens Ende August verschoben werden.

Saatgut und Säen

Falls Sie noch kein Saatgut besitzen, können Sie es günstig im Handel kaufen. Die empfohlene Saatstärke liegt bei 2 Gramm pro m².

  • Saatgut breitflächig ausstreuen
  • ca. 1 cm tief in den Boden einarbeiten
  • gründlich wässern
  • bis zur Keimung abdecken (als Schutz vor Vögeln)

Ernten

Ernten ist bis zu viermal pro Jahr möglich, indem die Luzerne als Futter geschnitten werden. Wenn ihr Anbau auf mehrere Jahre angelegt ist, sollten die Pflanzen einmal pro Jahr erblühen dürfen.

Junge, zarte Blätter können jederzeit für Salate, Suppen oder Soßen gepflückt werden, während reife Samen einige Zeit nach der Blüte geerntet werden können.

Nutzung als Gründünger

Dienen die Luzernen ausschließlich als Gründüngung, werden sie über den Winter stehengelassen. Im Frühjahr werden die Pflanzen komplett in die Erde eingegraben, wo mit ihrer Verrottung der eingelagerte Stickstoff freigegeben wird.

Text: Daniela Freudenberg

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