Lorbeer einfach durch Stecklinge vermehren

Der Echte Lorbeer (Laurus nobilis) ist nicht nur eine geschätzte Würz- und Heilpflanze, er kann in geschützten Lagen hierzulande mitunter auch im Freiland überwintert werden. Das macht ihn zu einer geeigneten Pflanzensorte für die Anpflanzung ganzjährig immergrüner und blickdichter Hecken.

Lorbeer Stecklinge

Stecklinge von den Mutterpflanzen schneiden

Da der Echte Lorbeer ab einem gewissen Alter durchaus kräftige Zuwächse pro Jahr erzielen kann, ist die Stecklingsvermehrung im Rahmen des allgemeinen Rückschnitts der Pflanzen eine praktikable Möglichkeit für die Vermehrung. Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung von Lorbeer durch Stecklinge ist im August und September. Schneiden Sie dann Zweige mit einer Länge von mindestens 20 Zentimetern vom Lorbeerbusch ab und entfernen Sie die unteren Blätter. Es ist wichtig, dass sie möglichst halbreife Stecklinge schneiden. Das bedeutet, dass die jeweiligen Triebe noch nicht ganz alt und verholzt sein sollten, es darf sich aber auch nicht um ganz frische Austriebe mit hellgrünen, weichen Blättern handeln.

Das richtige Substrat für die Vermehrung von Lorbeer durch Stecklinge

Grundsätzlich ist es für alle Arten der Stecklingsvermehrung wichtig, dass die Stecklinge in ein Substrat mit einer gleichmäßigen Feuchtigkeit gesteckt werden. Mischen Sie daher einen gewissen Anteil Torf udn Sand unter ein möglichst humoses und lockeres Anzuchtsubstrat. Obwohl der Echte Lorbeer vollsonnige Standorte liebt, sollten Stecklinge nicht unbedingt der vollen Kraft der Sonne ausgesetzt werden. Sie würden wahrscheinlich austrocknen und damit keine Wurzeln ausbilden können. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn durch eine Abdeckung mit Kunststofffolie oder durch die Aufstellung im Gewächshaus eine erhöhte Luftfeuchtigkeit währen der Bewurzelungsphase gewahrt bleibt.

Alternativen zur Vermehrung durch Stecklinge

Für die erfolgreiche Vermehrung von Lorbeer durch Stecklinge sind folgende Faktoren wichtig:

  • der Schnitt geeigneter Triebspitzen
  • ein ausreichend großer Topf
  • ein geeignetes Substrat für gleichbleibende Bodenfeuchte
  • viel Geduld bis zur Ausbildung der Wurzeln

Sollten Sie in Ihrem Garten oder am Balkon bereits über Lorbeerpflanzen verfügen, so ist mitunter auch eine andere Möglichkeit der Vermehrung möglich. Der Gewürzlorbeer neigt zur Bildung von Wurzelausläufern, die als Ableger abgeschnitten und in einen eigenen Topf gepflanzt werden können.

Tipps & Tricks

Eine Vermehrung des Gewürzlorbeers Laurus nobilis ist auch über Samen möglich, allerdings ist hierbei bis zur ersten Ernte von Blättern für die Küche viel Geduld nötig.

WK

Text: Alexander Hallsteiner
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.