Lorbeer

Lorbeer ernten: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Frische Lorbeerblätter verleihen Speisen eine unverwechselbare Note. In diesem Artikel erfahren Sie alles rund um die Ernte, Trocknung und Lagerung von Lorbeer, um das Aroma optimal zu bewahren.

Lorbeer ernten

Wann Lorbeer ernten?

Die beste Zeit zur Ernte von Lorbeerblättern ist das Frühjahr und der Herbst, da die Blätter in diesen Perioden am aromatischsten sind. Im Sommer sollten Sie hingegen nicht ernten, da die Blätter dann weniger ätherische Öle enthalten und somit weniger Aroma besitzen.

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Welcher Lorbeerbaum?

Wählen Sie für die Ernte einen Lorbeerbaum, der mindestens zwei Jahre alt ist. Ältere Bäume produzieren aromatischere Blätter. Junge Bäume sollten nicht geerntet werden, da sie ihre Blätter für das Wachstum benötigen.

Ernte von Blättern oder Trieben

Sie können einzelne Blätter oder ganze Triebspitzen ernten. Achten Sie darauf, bei einzelnen Blättern nur die voll entwickelten und größten Blätter zu pflücken. Bei Triebspitzen schneiden Sie die oberen 20 bis 30 Zentimeter des Triebs ab.

Schonende Erntetechnik

Zur Schonung der Pflanze und der Blätter benutzen Sie eine scharfe Gartenschere. Schneiden Sie Triebe sauber ab, ohne die Blätter zu quetschen oder zu zerreißen. So vermeiden Sie braune, eingetrocknete Stellen.

Ideale Tageszeit

Ernten Sie am besten am späten Vormittag, wenn der Morgentau verdunstet ist. Nasse Blätter können Schimmelbildung während der Trocknung fördern.

Verwechslungsgefahr mit Kirschlorbeer

Achten Sie darauf, nicht den echten Lorbeer (Laurus nobilis) mit dem giftigen Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) zu verwechseln. Echte Lorbeerblätter sind länger und spitzer, während Kirschlorbeerblätter breiter sind und beim Zerreiben nach Bittermandel riechen. Kirschlorbeer ist aufgrund seines Gehalts an cyanogenen Glykosiden giftig.

Lorbeerblätter trocknen

Getrocknete Lorbeerblätter behalten ihr Aroma bis zu zwei Jahre. Es gibt verschiedene Trocknungsmethoden:

Lufttrocknen

Diese schonende Methode bewahrt das Aroma am besten.

  1. Binden Sie Lorbeerzweige zu kleinen Sträußen und hängen Sie sie kopfüber an einem warmen, luftigen Ort auf.
  2. Alternativ können Sie einzelne Blätter auf Trockengittern auslegen.
  3. Nach ein bis zwei Wochen bei 20 bis 30 Grad Celsius sind die Blätter brüchig und fertig getrocknet.

Trocknen im Backofen

Eine schnellere Methode, die dennoch das Aroma bewahrt:

  1. Heizen Sie den Backofen auf 40 bis 50 Grad Celsius vor.
  2. Legen Sie die Lorbeerblätter auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  3. Lassen Sie die Ofentür einen Spalt offen, um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen, und trocknen Sie die Blätter für zwei bis drei Stunden.

Trocknen im Dörrautomat

Ein Dörrautomat bietet eine kontrollierte Umgebung:

  1. Stellen Sie den Dörrautomat auf maximal 50 Grad Celsius ein.
  2. Verteilen Sie die Lorbeerblätter auf den Dörrgittern und trocknen Sie sie für zwei bis drei Stunden, bis sie brüchig sind.

Lagerung von getrockneten Lorbeerblättern

Bewahren Sie getrocknete Lorbeerblätter dunkel, luftdicht und kühl auf. Am besten eignen sich dunkle, verschließbare Dosen oder Gläser. So bleiben die Blätter bis zu zwei Jahre lang aromatisch.

Qualität getrockneter Lorbeerblätter

Achten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale:

  • Dunkelgrüne Farbe: Ein Zeichen für hohe Qualität
  • Keine Feuchtigkeit: Getrocknete Blätter sollten vollständig trocken sein, um Schimmelbildung zu verhindern
  • Volles Aroma: Gut getrocknete Blätter behalten ihr Aroma unverändert
  • Keine Schäden: Blätter sollten keine braunen Flecken oder Risse haben

Durch sorgfältige Beachtung dieser Punkte stellen Sie sicher, dass Ihre getrockneten Lorbeerblätter lange ihr intensives Aroma behalten.