Löwenmäulchen säen
Löwenmäulchen können ab Februar vorgezogen werden

Löwenmäulchen vorziehen, so wird es gemacht

Löwenmäulchen gehören zu den attraktivsten Blühpflanzen, die in unseren Gärten seit mehreren hundert Jahren heimisch sind. Pflegeleicht lassen sie sich problemlos selbst heranziehen und blühen bereits im ersten Jahr nach der Pflanzung wunderschön.

Die Samenbeschaffung

Löwenmäulchen-Samen erhalten Sie in jedem gut sortierten Gartenfachmarkt. Sofern Sie ausdauernde Pflanzen wünschen sollten Sie beim Kauf darauf achten, das Saatgut für „echte“ Löwenmäulchen zu erwerben. F1 Hybriden blühen zwar sehr attraktiv und wachsen schön buschig, haben sich jedoch nach einem Jahr verausgabt und werden deshalb nicht überwintert.

Alternativ können Sie Saatgut von eigenen Löwenmaul-Stauden ernten. Auch hier gilt, dass es sich um „echte“ Löwenmäulchen handelt da hybriden Samen bilden, diese aber häufig nicht keimfähig sind.

Die Aussaat

Bereits ab Februar können Sie Löwenmäulchen im Haus vorziehen. Selbst geerntetes Saatgut benötigen einen Kältereiz und muss stratifiziert werden. Mischen Sie das Saatgut mit etwas Sand und legen Sie es in einen Plastikbeutel verpackt für einige Wochen in den Kühlschrank. Hier sollten Temperaturen von etwa vier Grad herrschen (nachmessen!).

Gehen Sie beim Säen folgendermaßen vor:

  • Anzuchttöpfchen mit spezieller Anzuchterde füllen.
  • Samen aufstreuen und gar nicht oder allenfalls leicht mit Substrat bedecken (Lichtkeimer).
  • Erde vorsichtig mit einem Sprühgerät anfeuchten. Das Saatgut darf nicht abgeschwemmt werden.
  • An einen hellen aber nicht vollsonnigen Platz auf der Fensterbank stellen.
  • Die optimale Keimtemperatur liegt bei etwa zwanzig Grad.
  • Um die rasche Keimung zu fördern können Sie eine Haube oder einer durchsichtige Folie über das Anzuchtgefäß stülpen.

Unter diesen Bedingungen geht das Saatgut häufig schon nach sechs Tagen auf. Manchmal lässt sich das Löwenmaul aber auch deutlich mehr Zeit, verlieren Sie nicht die Geduld. Sofern sich kein Schimmel bildet oder Fäulnis die Samen zerstört können sich sogar erst nach drei Wochen die ersten Keimblätter zeigen.

Das Vereinzeln

Sobald die Keimlinge das zweite Blattpaar gebildet haben wird pikiert. Jedes Löwenmaul bekommt nun einen eigenen Topf in dem sich die Pflanze kräftig weiter entwickeln kann.

Füllen Sie kleine Blumentöpfe mit Substrat und drücken Sie ein Loch ein. Heben Sie die Pflänzchen behutsam aus den Anzuchttöpfen damit die kleinen Wurzelballen möglichst wenig geschädigt werden. Setzen Sie das Löwenmaul vorsichtig ein, gießen Sie an und stellen Sie die Töpfchen wieder an einen warmen und hellen Platz.

Tipps

Wässern Sie die Anzuchttöfpchen nicht zu stark. Fäulnis ist der häufigste Grund dafür, dass die Saatgut nicht keimt. Der Wurzelballen sollte feucht aber nicht tropfnass gehalten werden.

Text: Sabine Kerschbaumer

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