Kurkuma als Blühpflanze und Kochzutat selber ziehen

Innerhalb der Pflanzengattung der Ingwergewächse gibt es rund 80 Pflanzenarten, die als Kurkuma oder auch Gelb- und Safranwurz bezeichnet werden. Einige Arten werden nicht nur wegen ihrer Knollen, sondern auch wegen der prächtigen Blüten in Gärten und auf Fensterbänken angebaut.

Safranwurz selber ziehen
Die Zucht von Kurkuma lohnt sich nicht nur wegen der gesunden Knollen
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Darum lohnt sich der Anbau von Kurkuma

Die meisten Menschen hierzulande haben schon einmal eine Kurkuma-Pflanze im Gartenfachhandel gesehen und ihre auf einem Scheinstamm aus Blättern sitzenden Blüten bewundert. Im Gegensatz zu vielen anderen Blühpflanzen mit ähnlich auffälligen Blüten ist Kurkuma nicht giftig. Leider sind mangelnde Kenntnisse zur Pflege dieser Pflanzen daran schuld, dass diese nach dem Absterben der Blätter oftmals vorschnell auf dem Komposthaufen entsorgt werden. Dabei ist es erstaunlich leicht, den Safranwurz selbst als dekorativen Sommerblüher oder auch für die Nutzung der Rhizome in der Küche zu züchten.

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Mit der richtigen Pflege vermehrt sich der Safranwurz fast wie von selbst

Die Kurkuma-Knollen sollten vor dem Umzug ins Freiland möglichst schon im Haus vorgezogen werden, damit die frostempfindlichen Pflanzen ab Mai so richtig durchstarten können. Der Standort sollte möglichst gleichmäßig warm sein und eine vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Standorte mit ganztägiger Sonne neben Hausmauern sollten eher gemieden werden, da es die Pflanzen hier in der heißen Trockenheit „verbrennen“ kann. Das Substrat sollte Feuchtigkeit gut speichern können, da ansonsten sehr regelmäßig gegossen werden muss. Ein einzelnes Rhizom des Safranwurzes kann bis zum Herbst auf ein Gewicht von bis zu 1,5 bis 3 kg anwachsen. Dieses muss vor den ersten Nachtfrösten rechtzeitig ausgegraben und im Haus überwintert werden.

Verschiedene Verwendungsarten für selbst gezogene Kurkuma-Knollen

Ihre selbst angebauten und geernteten Kurkuma-Knollen können Sie für unterschiedliche Zwecke nutzen:

  • zur Vermehrung und Anzucht neuer Pflanzen im Folgejahr
  • als Gewürz und Färbemittel
  • als frische Würzzutat in südostasiatischen Kochrezepten

Die Verwendung des fein gemahlenen Pulvers aus getrockneten Kurkuma-Knollen für die Gelbfärbung von Lebensmitteln hat eine lange Tradition und ist auch heute noch sehr bedeutsam.

Tipps

Dem Safran- oder Gelbwurz werden schon lange verschiedene positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit nachgesagt. Lediglich in Bezug auf die hemmende oder begünstigende Wirkung auf Krebszellen durch den Verzehr von Kurkuma herrscht in der Wissenschaft Uneinigkeit. Wie bei allen anderen Lebensmitteln auch sollte daher der Konsum von Kurkuma stets in einem ausgewogenen Verhältnis zu anderen Lebensmitteln stehen.

Text: Alexander Hallsteiner

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