Kurkuma

Ist Kurkuma giftig? Wissenswertes für Hobbygärtner

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Kurkuma ist ein beliebtes Gewürz, wirft aber Fragen hinsichtlich seiner Giftigkeit und Verträglichkeit auf. Dieser Artikel beleuchtet die sichere Verwendung, mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Kurkuma.

Kurkuma
Kurkuma ist für Mensch und Tier sehr gesund

Ist Kurkuma grundsätzlich giftig?

Nein, Kurkuma ist grundsätzlich nicht giftig. Die gesamte Pflanze, einschließlich Wurzel, Blätter und Blüten, kann bedenkenlos verzehrt werden. Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde geschätzt. Das Gewürz enthält den Wirkstoff Curcumin, der für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt ist. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet Kurkuma als sicheres Lebensmittel.

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Eine normale kulinarische Nutzung von Kurkuma, sei es als Pulver oder frische Wurzel, birgt keine gesundheitlichen Risiken. Allerdings kann der Verzehr in hohen Dosen oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere in Kombination mit schwarzem Pfeffer, potenziell gesundheitsschädlich sein. Studien, die Fälle von Leberschäden dokumentieren, zeigen, dass solche Effekte selten und meist in Zusammenhang mit übermäßigem Konsum auftreten.

Nebenwirkungen von Kurkuma

Kurkuma wird generell als sicheres Gewürz geschätzt, dennoch können bei hohen Dosen und langfristiger Einnahme Nebenwirkungen auftreten:

  • Verdauungsbeschwerden: Hohe Mengen Kurkuma können zu Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Blähungen führen. Bei empfindlichem Magen wird empfohlen, Kurkuma zusammen mit einer Mahlzeit einzunehmen.
  • Sodbrennen: Einige Menschen berichten von Sodbrennen nach der Einnahme.
  • Trockener Mund: Ein trockener Mund kann ebenfalls eine Folge der Einnahme hoher Dosen sein.
  • Allergische Reaktionen: In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auftreten, insbesondere bei Menschen, die gegenüber Curcumin empfindlich sind.
  • Zahnverfärbung: Das stark färbende Gewürz kann zu Verfärbungen der Zähne führen.

Diese Nebenwirkungen treten hauptsächlich bei übermäßigem Konsum auf. Für die meisten Menschen bleibt Kurkuma in den üblichen kulinarischen Mengen unbedenklich. Wenn Sie jedoch Nahrungsergänzungsmittel mit Curcumin einnehmen möchten, sollten Sie dies nur in Absprache mit Ihrem Arzt tun.

Mögliche Leberschäden durch Kurkuma

Obwohl Kurkuma in herkömmlichen Mengen als sicher gilt, deutet eine wachsende Zahl von Studien darauf hin, dass eine hohe Dosierung von Curcumin potenziell zu Leberschäden führen kann. Dieser Zusammenhang wurde insbesondere bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln festgestellt, bei denen Curcumin in isolierter Form und oft in höherer Konzentration vorliegt.

Von 2011 bis 2022 wurden im U.S. Drug-Induced Liver Injury Network (DILIN) zehn Fälle von Leberschäden im Zusammenhang mit Curcumin dokumentiert. Fünf Betroffene mussten im Krankenhaus behandelt werden, und eine Person verstarb an akutem Leberversagen. Diese Betroffenen hatten verschiedene Vorerkrankungen und nahmen regelmäßig andere Medikamente ein, was auf mögliche Wechselwirkungen als Mitursache hindeutet. Bemerkenswert ist, dass drei Personen Curcumin mit Piperin, einem Stoff aus schwarzem Pfeffer, kombiniert hatten, was die Bioverfügbarkeit von Curcumin erheblich steigert. Dies könnte die Wahrscheinlichkeit von Leberschäden erhöhen.

Sollten Sie Symptome wie Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Schmerzen im rechten Oberbauch, Gelbsucht, dunklen Urin oder entfärbten Stuhl nach der Einnahme von Kurkuma oder Curcumin-Präparaten bemerken, setzen Sie das Mittel sofort ab und suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Dies gilt besonders für Menschen mit bestehenden oder früheren Lebererkrankungen.

Wechselwirkungen von Kurkuma mit Medikamenten

Der Wirkstoff Curcumin in Kurkuma kann die Wirkung von verschiedenen Medikamenten beeinflussen, indem er mit bestimmten Enzymen in der Leber interagiert. Diese Enzyme, bekannt als Cytochrom-P450-Enzyme, sind für den Abbau von Medikamenten verantwortlich. Durch diese Wechselwirkungen kann die Blutkonzentration von Medikamenten entweder erhöht oder verringert werden, was die Wirksamkeit und Sicherheit der Medikamente beeinflussen kann.

Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme folgender Medikamente geboten:

  • Blutverdünner (Antikoagulantien und Antithrombotika): Curcumin kann die Wirkung dieser Medikamente wie Warfarin und Aspirin verstärken, was das Risiko von Blutungen erhöht.
  • Blutzuckersenkende Medikamente: Bei Diabetes kann Curcumin die Wirkung von Medikamenten zur Kontrolle des Blutzuckers verstärken, was zu einer gefährlich niedrigen Blutzuckerkonzentration (Hypoglykämie) führen kann. Eine engmaschige Überwachung des Blutzuckerspiegels ist erforderlich.
  • Krebsmedikamente: Es gibt Hinweise darauf, dass Curcumin die Blutkonzentration bestimmter Krebsmedikamente verringern kann, was deren Wirksamkeit beeinträchtigt.

Wenn Sie Kurkuma oder Curcumin-Präparate regelmäßig einnehmen und gleichzeitig Medikamente konsumieren, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker informieren.

Wie viel Kurkuma ist unbedenklich?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI-Wert) von drei Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt.

Einige Richtlinien zur sicheren Verwendung von Kurkuma:

  • Krauts und Gewürze: Kurkuma als Gewürz in der Küche zu verwenden, etwa in Currymischungen, ist in normalen Mengen unbedenklich.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Wenn Sie Kurkuma in konzentrierter Form, wie in Tabletten oder Kapseln, einnehmen möchten, sollten Sie darauf achten, die empfohlene Höchstdosis nicht zu überschreiten. Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel sollten nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.
  • Verwendung in der Küche: Es ist ratsam, Kurkuma in Kombination mit Fett oder schwarzem Pfeffer zu konsumieren, um die Bioverfügbarkeit von Curcumin zu erhöhen.

Sicherheitshinweise

  • Schwangere und Stillende: Sollten nur geringe Mengen Kurkuma als Gewürz verwenden und Nahrungsergänzungsmittel vermeiden.
  • Kinder: Für Kinder gibt es keine spezifischen Empfehlungen zur maximalen Tagesdosis von Curcumin, daher sollte Kurkuma auch hier nur sparsam eingesetzt werden.
  • Personen mit speziellen Gesundheitszuständen: Menschen mit Gallensteinen oder Lebererkrankungen sollten vor dem Gebrauch von Kurkuma-Präparaten ärztlichen Rat einholen.

Kurkuma in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft spielen Ernährung und Sicherheit eine zentrale Rolle. Es ist daher wichtig zu wissen, dass Kurkuma in dieser besonderen Zeit nur in sehr geringen Mengen verwendet werden sollte. Besonders von der Einnahme hoher Dosen oder von Nahrungsergänzungsmitteln mit Curcumin wird abgeraten.

  • Geringe Mengen als Gewürz: Kurkuma als Bestandteil von Gewürzmischungen kann in üblichen kulinarischen Mengen verwendet werden. Diese kleinen Mengen sind in der Regel unbedenklich und stellen kein Risiko für die werdende Mutter oder das Ungeborene dar.
  • Vermeidung von Nahrungsergänzungsmitteln: Hohe Dosen von Curcumin, insbesondere in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, sollten vermieden werden. Diese könnten den Östrogenspiegel beeinflussen und Wehentätigkeit auslösen.
  • Potentielle Nebenwirkungen: Kurkuma kann bei übermäßigem Verzehr Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden oder Krämpfe auslösen.

Kurkuma bei Kindern

Bei der Verwendung von Kurkuma bei Kindern ist Vorsicht geboten. Es gibt keine spezifischen Empfehlungen für die maximale Tagesdosis bei Kindern, daher sollte Kurkuma nur in sehr geringen Mengen in die Ernährung von Kindern integriert werden.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Begrenzte Dosierung: Geben Sie Ihrem Kind Kurkuma nur in kleinen Mengen, zum Beispiel als Gewürz in der Nahrung. Eine Messerspitze Kurkuma in der Milch oder im Essen kann verwendet werden.
  • Medikamenteneinnahme: Wenn Ihr Kind Medikamente einnimmt, sollten Sie die Verwendung von Kurkuma vorher mit einem Arzt abklären, um Wechselwirkungen zu vermeiden.
  • Alter des Kindes: Im Allgemeinen ist Kurkuma in sehr kleinen Mengen für Kinder ab einem Jahr sicher.

Gesundheitliche Vorteile

Kurkumapulver kann bei Kindern, wie bei Erwachsenen, verschiedene gesundheitliche Vorteile bieten, darunter entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften.

Kurkuma und Gallensteine

Wenn Sie unter Gallensteinen leiden, sollten Sie den Konsum von Kurkuma mit Vorsicht genießen oder ganz darauf verzichten. Kurkuma regt die Produktion und Sekretion von Gallensaft an und kann dadurch die Gallenblase stimulieren. Diese Wirkung ist für die Verdauung vorteilhaft, stellt jedoch ein potenzielles Risiko für Personen mit Gallensteinen dar.

Bei erhöhter Gallensekretion kann es zu einer Verstopfung der Gallengänge oder einer Gallenkolik kommen, insbesondere wenn ein Gallenstein den Abfluss behindert. Diese Verstopfung kann schmerzhafte Krämpfe und schwerwiegendere Komplikationen verursachen. Daher empfiehlt es sich, vor der Einnahme von Kurkuma-Präparaten ärztlichen Rat einzuholen, wenn Gallensteine vorliegen.

Folgende Punkte sollten Sie beachten, wenn Sie Gallensteine haben:

  • Vermeidung von Nahrungsergänzungsmitteln: Besonders in konzentrierter Form, wie in Nahrungsergänzungsmitteln, sollte Curcumin gemieden werden.
  • Konsum in der Küche: Kleine Mengen Kurkuma als Gewürz sind in der Regel unbedenklich, können aber unterschiedlich vertragen werden.
  • Ärztlicher Rat: Sprechen Sie vor der Verwendung von Kurkuma-Präparaten mit Ihrem Arzt, um mögliche Risiken abzuklären.

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können Sie das Risiko von gallenspezifischen Komplikationen minimieren und gleichzeitig die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma sicher nutzen, sofern dies für Sie geeignet ist.

Bilder: lathuric / iStockphoto