Kurkuma für den eigenen Bedarf im Garten oder auf der Fensterbank anbauen

Bei der auch unter dem Namen Safranwurz bekannten Pflanze Kurkuma handelt es sich nicht nur um ein dekoratives Gewächs für die Fensterbank oder den Topf auf der Terrasse, sondern auch um eine seit Jahrtausenden genutzte Gewürzpflanze. Wenn Sie einige grundlegende Tipps beachten, können Sie auch selbst Kurkuma im Garten oder im Haus anbauen.

Safranwurz anbauen
Kurkuma kann daheim vorgezogen werden
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Woher bekommt man geeignetes Pflanzenmaterial?

Bestimmte Arten aus der über 80 Sorten fassenden Pflanzenfamilie der Kurkuma werden im Gartenfachhandel als bereits blühende oder vorgezogene Topfpflanzen verkauft. Saatgut ist hierzulande nur eher selten zu bekommen, obwohl auch eine Anzucht aus Samen theoretisch möglich wäre. In der Regel erwirbt man die optisch stark an Ingwer erinnernden Rhizome, die nach dem Einpflanzen in die Erde und eine entsprechende Bewässerung relativ rasch austreiben.

Welchen Standort bevorzugt Kurkuma?

Da diese Pflanze aus eher tropischen Regionen Indiens, Chinas und Australiens stammt, ist der Anbau im Freien nur möglich, wenn die Knollen jeweils in den frostigen Monaten des Jahres im Haus überwintert werden. Im Freien und auf der Fensterbank ist zwar grundsätzlich ein warmer und sonniger Standort zu wählen, Curcuma-Pflanzen können bei einem Zuviel an Sonneneinstrahlung aber auch regelrecht „verbrennen“. Günstig sind auch gewässernahe Standorte, da hier in der Regel eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht.

Wann kann Kurkuma ins Freiland gepflanzt werden?

Diese zu den Ingwergewächsen zählende Pflanzenarten reagiert äußerst empfindlich auf Frost. Das Auspflanzen in den Garten kann daher hierzulande üblicherweise erst im Mai erfolgen.

Macht das Vorziehen im Haus Sinn?

Da die Vegetationsperiode für Kurkuma hierzulande verhältnismäßig kurz ist, kann das Vortreiben der Knollen in einem Topf im Haus durchaus Sinn machen. Damit das Wachstum beim Knollen unter dem Umpflanzen ins Freie möglichst wenig leidet, sollten Sie dabei besonders behutsam vorgehen.

Was ist beim Umpflanzen von Kurkuma zu beachten?

Im Topf kultivierte Exemplare werden üblicherweise im Frühjahr umgetopft. Dabei sollte jeweils eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton in den unteren Topfbereich eingefügt werden.

Wie lässt sich Kurkuma vermehren?

Die einfachste Vermehrungsmethode ist das Teilen der Rhizome. Achten Sie aber darauf, dass jede Teilung auch eine gewisse Schwächung darstellt, weshalb Sie die einzelnen Stücke nicht kleiner als bis etwa 3 bis 5 cm pro Stück zerteilen sollten.

Wann blühen Kurkuma-Pflanzen?

Im Haus können diese Pflanzen ganzjährig blühen, beim Anbau im Freiland findet die Blüte im Sommer statt.

Wann werden die Knollen geerntet?

Die Rhizome von Kurkuma werden im Herbst ausgegraben, wenn die oberirdischen Teile der Pflanze schon von selbst abgestorben sind. Für die Lagerung werden die Knollen mit einem weichen Tuch von anhaftendem Erdreich und Feuchtigkeit befreit. Die Rhizome können verschiedenen Verwendungsarten zugeführt werden:

  • als gelb färbendes Gewürz in getrockneter und fein gemahlener Form
  • klein geschnitten als würzender Bestandteil in asiatischen Rezepten
  • als Naturheilmittel
  • für den erneuten Anbau im Folgejahr

Welcher Boden eignet sich als Standort, wenn man Kurkuma selber anbauen will?

Das Substrat für den Anbau von Kurkuma kann aus etwa 70 % handelsüblicher Blumenerde und etwa 30 % feinem Kies bestehen. So werden die Rhizome der Pflanzen gut belüftet und es kommt weniger leicht zu Problemen mit Staunässe.

In welchem Abstand sollten die Rhizome eingepflanzt werden?

Damit sich die einzelnen Pflanzen gut entwickeln und auch die Rhizome ungehindert wachsen können, sollte zwischen einzelnen Exemplaren der Kurkuma ein Abstand von jeweils etwa 10 bis 20 Zentimetern eingehalten werden.

Tipps

Für die Verwendung in Curry-Pulver und anderen Gewürzmischungen werden die Kurkuma-Knollen getrocknet und gemahlen. In der südostasiatischen Küche ist es aber auch üblich, frische Knollen fein geraspelt für verschiedene Gerichte zu verwenden.

Text: Alexander Hallsteiner
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