Korkenzieherweide als Bonsai kultivieren – So gelingt es

Setzen Sie den Ast einer Korkenzieherweide als Steckling ins Anzuchtbeet, ist nicht zwingend vorgeschrieben, dass er sich in einem majestätischen Zierstrauch verwandelt. Dank ihrer mannigfaltigen Vorzüge, eignet sich eine Salix matsudana durchaus zum Freiland-Bonsai. Wie Sie den ehrgeizigen Plan realisieren, finden Sie hier heraus.

Bonsai Korkenzieherweide
Ein Bonsai mit Weidenkätzchen ist eine echte Augenweide

So dirigieren Sie einen Steckling in Richtung Bonsai

Zu Beginn seines Daseins als Steckling, ist dem Zweig noch nicht bekannt, dass er ein Leben als Bonsai führen wird. Schnitt und Anzucht unterscheiden sich nicht vom herkömmlichen Ablauf einer vegetativen Vermehrung. So gehen Sie vor:

  • Im Frühsommer einen halb verholzten, nicht blühenden Kopfsteckling schneiden
  • Die Schere unter einem Blattknoten ansetzen auf einer Länge von 15-20 cm
  • In der unteren Hälfte des Triebes Blätter und Knospen entfernen

Lesen Sie auch

Damit sich der kleine Ast von Beginn an stilecht in Szene setzt, füllen Sie das Anzuchtsubstrat (9,76€ bei Amazon*) in eine Bonsai-Schale. Als Bonsaierde gut bewährt hat sich ein Mix aus Akadama und Perlite (34,90€ bei Amazon*) im Verhältnis 3 : 2. Pflanzen Sie den Steckling mit seinem entlaubten Teil ein und fixieren ihn mit einem Draht am Schalenrand, damit er nicht umkippt. Zum guten Schluss gießen Sie ein wenig an und platzieren den Bonsai-Anwärter am halbschattigen, warmen Fensterplatz.

Mit der richtigen Pflege zum Minibaum

Die warme Jahreszeit verbringt ein Korkenzieherweiden-Bonsai auf dem Balkon an einem hellen, nicht vollsonnigen Standort. Halten Sie das Substrat bitte konstant leicht feucht, da es aufgrund des geringen Volumens rasch austrocknet. Von Mai bis September hält ein Bonsai-Flüssigdünger das Wachstum in Schwung. Da das kleine Bäumchen permanent danach strebt, ein ganz Großer zu werden, ist das folgende Schnittprogramm das A und O in der Bonsai-Kultivierung. So geht es:

Hat der Trieb die gewünschte Wuchshöhe erreicht, wird er während des Sommers konsequent pinziert. Hierzu schneiden Sie jede weitere Endknospe ab. Auf diese Weise wird der Bonsai dazu animiert, verstärkt neue Seitentriebe zu entwickeln und weniger in die Höhe zu streben. Im Laufe der Zeit nimmt das Stämmchen an Dicke zu und entfaltet eine bezaubernde Krone mit gewundenen Ästen.

Tipps

Solange Bonsaisubstrat einen Anteil an organischen Komponenten enthält, besteht die Gefahr einer Infizierung mit darin lauernden Erregern fataler Krankheiten. Stellen Sie die Erde daher in einer hitzebeständigen Schale für 20 Minuten bei 150 Grad in den Backofen, um Viren, Pilzsporen und Insekteneier zuverlässig zu vernichten.

Text: Paula Jansen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.