So entfernen Sie Wurzeln einer Korkenzieherweide – Schäden rechtzeitig vorbeugen

Mit ihren markanten Spiralzweigen und hübschen Kätzchenblüten täuscht uns die Korkenzieherweide über ihr aggressives Wurzelsystem hinweg. Im Handumdrehen erstrecken sich die Wurzeln meterlang bis an Hauswände heran, heben Pflastersteine empor oder drücken gegen Versorgungsrohre. Höchste Zeit, die Wurzeln zu entfernen. Wie das geht, erklären wir Ihnen hier.

Korkenzieherweide entfernen
Das Ausgraben der Wurzeln ist anstrengend aber effizient
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Wurzeln ausgraben – So geht’s auf die harte Tour

Um die Korkenzieherweide mitsamt ihrer Wurzeln auf die klassische Art zu entfernen, sollte das Erdreich möglichst trocken sein. Nehmen Sie die Arbeiten daher nicht unmittelbar nach einem Regentag in Angriff. Legen Sie robuste Arbeitskleidung und feste Handschuhe an. Fernerhin sollte als Arbeitswerkzeug eine scharfe Säge bereitstehen, sowie ein Spaten und eine Rodehacke. In diesen Schritten gehen Sie vor:

  • Im Vorfeld den Verlauf von Versorgungsrohren feststellen und mit Holzpflöcken markieren
  • Den Zierstrauch bis zum Boden abschneiden, um freie Sicht auf den Stumpf zu erhalten
  • Mithilfe von Hacke und Spaten die Wurzeln freilegen
  • Lange Wurzelstränge absägen und ausgraben

Es ist keine Seltenheit, dass sich die Wurzeln bis 10 Meter weit vom Wurzelballen aus erstrecken. Legen Sie die langen Rhizome frei und sägen sie etappenweise ab, um sie anschließend aus dem Erdreich zu ziehen. Den Wurzelballen selbst lockern Sie mithilfe einer Grabegabel an und heben ihn aus dem Boden. Es ist von Vorteil, die Hauptwurzel zuvor abzusägen und im Nachhinein auszugraben.

An die Kette legen und herausziehen – So sparen Sie Muskelschmalz

Sofern Schäden an Versorgungsrohren und Mauerwerk ausgeschlossen werden können, rückt eine weniger schweißtreibende Methode in den Fokus. Hierzu schneiden Sie die Korkenzieherweide soweit zurück, dass ein kniehoher Stumpf stehen bleibt. Daran wird eine Kette befestigt, die ihrerseits an einem Zugfahrzeug fixiert wird, um den Ballen aus dem Boden zu ziehen. Hierbei bleibt es Ihnen allerdings nicht erspart, zunächst die langen Wurzelstränge abzusägen und einzeln auszugraben.

Tipps

Wer bereits bei der Pflanzung das unerbittliche Wachstum der Wurzeln bedenkt, muss sich später nicht mit der Beseitigung oder Schäden herumplagen. Kleiden Sie das Pflanzloch mit einer geotextilen Wurzelsperre aus, weisen Sie die kräftigen Wurzelstränge in ihre Schranken. Alternativ setzen Sie den Wurzelballen mit einem Betonbottich ohne Boden ins Erdreich.

Text: Paula Jansen

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