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Vorm Wintereinfall sollte der Kompost umgeschichtet werden

Damit der Kompost im Winter arbeiten kann

Die Prozesse im Kompost sollten im Winter nicht in den Stillstand verfallen, da ansonsten unerwünschte Vorgänge auftreten können. Wenn Sie einige Aspekte beachten und den Kompost richtig schützen, fördern Sie die Verrottung bei niedrigen Temperaturen.

Vorbereitungen im Herbst

Mischen Sie den Kompost im Herbst gründlich durch, damit sich die Feuchtigkeit optimal verteilt. Ein Umschichten dient der Belüftung, sodass die Verrottungsprozesse positiv beeinflusst werden. Diese Maßnahme reduziert die Fäulnisbildung im Frühjahr. Bei dieser Gelegenheit können Sie einen Teil des Substrats entnehmen und an einem frostgeschützten Ort im Gartenhaus oder in der Garage lagern. Damit haben Sie im nächsten Frühjahr einen idealen Ansatz, um einen neuen Kompost anzulegen.

Strukturmaterial

Der Kompost benötigt im Winter Strukturmaterial wie Stroh oder zerkleinerte Reste von Baum- und Strauchschnitten. Das Material sorgt dafür, dass der Kompostinhalt aufgelockert bleibt. Die kalten Temperaturen im Winter lassen die Zellen des organischen Materials gefrieren. Beim Auftauen im Frühjahr platzen sie und geben Flüssigkeit ab. Es bildet sich bei ungenügender Belüftung eine faulende Masse, von der unangenehme Gerüche ausgehen.

Sammeln Sie im Herbst Falllaub und Gehölzreste, die Sie an einem warmen Platz trocknen. Zerkleinern Sie die Reste und mischen Sie diese unter die Küchenabfälle, bevor sie dem Kompost zugegeben werden.

Ideal für den Kompost ist eine Mischung aus:

  • 20 bis 40 Prozent trockenem Material wie Gehölzschnitt
  • 60 bis 80 Prozent feuchtem stickstoffreichen Material wie Küchenabfälle

Schutz vor Regen und Schnee

Im Winter müssen Sie den Kompost vor Regen und Schnee schützen, damit sich im Inneren nicht zu viel Nässe ansammelt. Decken Sie einen offenen Kompost mit einem Jutesack ab. Alternativ empfiehlt sich ein Kompostvlies oder eine Mulchfolie. Luftdichte Abdeckungen wie Plastikfolien sind ungeeignet, denn sie fördern unerwünschte Fäulnisprozesse. Die Mikroorganismen im Kompost benötigen Sauerstoff, damit ihr Stoffwechsel funktioniert.

Zusätzliche Maßnahmen

Geben Sie wöchentlich kleine Mengen Holzasche auf den Kompost. Die Asche enthält Kalk, Phosphat und Kalium, welche ein Gleichgewicht von organischen Säuren und Basen herstellen. Achten Sie auf eine sparsame Dosierung, um das Substrat nicht zu versalzen. Zu große Mengen Holzasche schädigen die Bodenorganismen. Kohleasche ist nicht für den Kompost geeignet, da der Gehalt an Schwermetallen sehr hoch ist.

Text: Christine Riel Artikelbild: stockphotofan1/Shutterstock

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