Klee im Kübel
Klee wird gern als Glücksbringer im Topf verschenkt

Klee im Topf

Da es insgesamt weltweit sehr viele verschiedene Kleearten gibt, ist Klee nicht gleich Klee. So kann auch der im Topf gewachsene Klee je nach Sorte im wahrsten Sinne des Wortes Fluch oder Segen sein.

Rot- oder Weißklee im Topf?

Auf vielen Agrarflächen in eher kühlen und feuchten Lagen werden als eiweißreiche Futterpflanzen der Rot- und der Weißklee angebaut. Besonders der Rot- oder auch Wiesenklee ist nicht nur von Mensch und Tier essbar, sondern wird auch traditionell als wichtige Heilpflanze geschätzt. Da der in der Natur oder auf Futterwiesen wachsende Klee oftmals nicht frei von Verunreinigungen ist, kann die Anzucht im Topf auf dem eigenen Balkon oder auf der Terrasse eine Alternative darstellen. Allerdings sollten dabei die folgenden Faktoren berücksichtigt werden:

  • der Wasserbedarf von Topfpflanzen
  • die Wurzeltiefe der jeweiligen Kleesorte
  • dass Klee empfindlich auf Staunässe reagiert

Da der Rot- und der Weißklee relativ tief reichende und weit verzweige Wurzelsysteme bilden, sollte das jeweilige Pflanzgefäß nicht zu klein gewählt werden.

Der Klee im Topf als Glücksbringer

Viele Menschen schenken sich an Silvester einen kleinen Topf mit vierblättrigem Glücksklee als Glücksbringer. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen nahen Verwandten von Rot- oder Weißklee aus der Gattung Trifolium, sondern in der Regel um die ursprünglich aus Mexiko stammende Kleeart Oxalis tetraphylla. Diese Kleeart ist in Mitteleuropa im Freien nicht winterhart. Sie müssen den Glücksklee deshalb aber noch lange nicht entsorgen, wenn dieser auf der Fensterbank bis zum Winterende überlebt hat. Nach den letzten Nachtfrösten kann der Glücksklee in den Garten gestellt und auch relativ einfach vermehrt werden.

Vorsicht vor dem Horn-Sauerklee im Topf von gekauften Gartenpflanzen

Während der Glücksklee für segensreiche Wünsche rund um den Start in das neue Jahr steht, kann sich ein anderer Klee im Topf mitunter zum Fluch im Garten entwickeln. Der sogenannte Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) ist zwar in eingeschränktem Maß sogar essbar, kann sich auf leicht sauren Böden aber zu einer regelrechten Plage im Beet entwickeln. Oft wächst er im Substrat von im Gartenfachhandel gekauften Pflanzen für den Garten und wird so in den Garten eingeschleppt. Kontrollieren Sie daher im Topf gekaufte Gartenpflanzen stets genau auf eventuelle Bestände dieser rötlichen Kleeart.

Tipps

Wenn Sie den Glücksklee auf der Fensterbank oder während der Sommersaison im Garten besonders attraktiv in Szene setzen möchten, dann können Sie statt einem normalen Topf einen Babyschuh oder auch eine dekorative Teetasse als Pflanzgefäß wählen.

Text: Alexander Hallsteiner

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  1. JoseeRizal64
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