Diese Pflegemaßnahmen lassen die Lorbeerkirsche prächtig gedeihen

Eine immergrüne Hecke als natürliche Begrenzung wirkt im Garten wesentlich harmonischer als ein hoher Sichtschutzzaun oder eine Mauer. Besonders beliebt für die Umfriedung größerer Gärten ist der schnell heranwachsende Kirschlorbeer, da er im Bezug auf den Standort wenig wählerisch ist und selbst im Schatten gut gedeiht. Wie Sie den robusten Strauch richtig pflegen erfahren Sie in diesem Artikel.

Kirschlorbeer pflege

Wie viel Wasser benötigt die Lorbeerkirsche?

In trockenen Sommer müssen Sie den Kirschlorbeer regelmäßig wässern, damit das Laub seine kräftig grüne Farbe behält und nicht abgeworfen wird. Nasse Füße behagen der Lorbeerkirsche jedoch auch nicht und Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Schwemmen Sie das Gehölz immer dann satt, wenn sich die Erde im oberen Bereich trocken anfühlt. Anders als Laub abwerfende Gehölze benötigt der immergrüne Strauch auch in trockenen Wintern Wasser, da über die großen Blätter bei Sonnenschein viel Feuchtigkeit verdunstet. Vergessen Sie deshalb nicht, die Lorbeerkirsche bei Bedarf zu gießen, sobald der Frost nachlässt.

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Wie wird gedüngt?

Mischen Sie die Erde bei der Anpflanzung mit Kompost, Mist oder Hornspänen um das Gehölz im ersten Jahr mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Ab dem zweiten Jahr erfolgt eine erste Düngergabe im Frühjahr. Bei Bedarf können Sie die Lorbeerkirsche nochmals im Frühsommer mit Kompost düngen. Ab August darf nicht mehr gedüngt werden, damit die Zweige ausreifen und in den Wintermonaten nicht zurückfrieren.

Wann darf eine Kirschlorbeere ein- oder umgesetzt werden?

Die beste Pflanzzeit für die Lorbeerkirsche ist das Frühjahr sowie der Spätsommer bis etwa Anfang September. Möchten Sie das Gehölz versetzen, sind diese Zeiträume ebenfalls ideal.

Wie wird der Strauch geschnitten?

Schneiden Sie die Kirschlorbeere im Frühjahr kräftig zurück, damit der schnell wachsende Strauch in der neuen Saison kräftig und dicht wächst. Hecken können Sie im Mai oder Juni in Form schneiden. Sofern nötig können Sie diese spätestens Anfang August ein weiteres Mal verschneiden.

Ist der Kirschlorbeer winterfest?

Fast alle Sorten der Lorbeerkirsche sind winterhart. Empfehlenswert ist es, den Wurzelbereich mit Laub oder Tannenzweigen zu mulchen. Diese schützende Schicht aus Pflanzenmaterial verbessert die Bodenqualität. der Boden bleibt feucht und erwärmt sich im Frühjahr durch die Arbeit der Bodenlebewesen schneller.

Welche Schädlinge können den Strauch befallen?

Die Lorbeerkirsche ist sehr robust, Schädlingsbefall ist häufig auf schlechte Wachstumsbedingungen zurückzuführen. Gelegentlich wird die Pflanze von Blattläusen, Schildläusen oder Wollläusen heimgesucht. Durch ökologische Mittel oder ein Insektizid lässt sich der Befall gut eindämmen.

Ist die Lorbeerkirsche anfällig für Krankheiten?

Bei richtiger Standortwahl ist der Kirschlorbeer wenig krankheitsanfällig. Gelegentlich wird der Strauch von der Schrotschusskrankheit sowie dem Echten oder Falschen Mehltau befallen. Neben dem Rückschnitt und gut wirkenden Hausmitteln können Sie diese Krankheiten mit Fungiziden behandeln.

Tipps & Tricks

Während der Blüten finden sich häufig viele Ameisen auf der Lorbeerkirsche. Die kleinen Krabbeltiere ernähren sich von dem süßen Nektar, der aus den Nektardrüsen auf der Blattunterseite austritt. Sie schädigen das Gehölz nicht, sondern halten im Gegenteil Ungeziefer im Schach.

SKb

Text: Sabine Kerschbaumer

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