Kirschlorbeer einpflanzen – So legen Sie eine immergrüne Hecke an

Lieben Sie immergrüne Hecken, die Ihr Grundstück auch in der kalten Jahreszeit vor neugierigen Blicken schützen? Dann ist vielleicht der einfach zu schneidende Kirschlorbeer genau der lebende Zaun, den Sie suchen. Wie Sie die Heckenpflanze richtig setzen und was Sie bei der Anlage der Hecke beachten müssen erfahren Sie in diesem Artikel.

Kirschlorbeer pflanzen

Welche Standorte eignen sich?

Kirschlorbeer bevorzugt sonnige oder halbschattige Standorte. In Wintern ohne Schneefall kann diese Vorliebe jedoch gefährlich werden. Kalte Ostwinde und strahlender Sonnenschein können die Blätter austrocknen und die Pflanze kann aufgrund des gefrorenen Bodens kein frisches Wasser aufnehmen. Ideal ist deshalb ein etwas windgeschützter Standort. Lorbeerhecken können auch unter Bäumen entlangführen, da das Gehölz zu den konkurrenzstarken Tiefwurzlern zählt.

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Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kirschlorbeer zu setzen?

Erhalten Sie Gartenfachhandel Containerware, können Sie die Hecke während der gesamten Vegetationsperiode anlegen. Die beste Pflanzzeit ist jedoch der Herbst, da der Strauch zu diesem Zeitpunkt keine neuen Triebe bildet und alle Kraft in das Wurzelwachstum steckt. Er wächst dann besonders gut und rasch an. Alternativ können Sie die Lorbeerkirsche im Frühjahr setzen.

Welches Substrat bevorzugt die Lorbeerkirsche?

Der immergrüne Strauch reagiert empfindlich auf Staunässe. Auch nasse Standorte in extrem saurem Boden behagen ihm gar nicht.

Ideal hingegen sind:

  • Ein humus- und nährstoffreiches Substrat.
  • Auch auf trockenen, sandigen Böden gedeiht die Lorbeerkirsche.
  • Leicht saure und alkalische Erde wird gut toleriert.
  • Je trockener der Untergrund, desto frosthärter ist der Kirschlorbeer.
  • Verdichtete und lehmhaltige Böden mit Sand auflockern.
  • Staunässe unbedingt vermeiden (Dränage).

Welcher Pflanzabstand muss eingehalten werden?

In welchem Abstand Sie die einzelnen Pflanzen einpflanzen ist abhängig von der Sorte. Als Faustregel gelten drei Pflanzen je Meter. Durch das starke Wachstum der Lorbeerkirsche erhalten Sie dann bereits nach zwei Jahren einen dichten Sichtschutz.

Durch diese sehr dichte Pflanzung besteht jedoch die Gefahr, dass sich die Wurzeln der Sträucher später behindern und die Lorbeerkirsche zu kümmern beginnt. Besser ist es, etwas Geduld aufzubringen und nur eine Kirschlorbeere je Meter einzupflanzen.

Abstand zu Gebäuden und Zäunen

Da die meisten Kirschlorbeer-Arten sehr rasch wachsen, müssen Sie genügend Abstand zu Hauswänden und Zäunen einhalten. Setzen Sie das Gehölz so ein, dass Sie dieses auch voll ausgewachsen von allen Seiten erreichen und zurückschneiden können. Der optimale Pflanzabstand beträgt die Hälfte des in der Sortenbeschreibung angegebenen Durchmessers zuzüglich mindestens einem halben Meter.

Wie wird die Lorbeerkirsche gepflanzt?

Im Gartenfachhandel erhalten Sie überwiegend Kirschlorbeer im Container, der sehr einfach zu setzen ist. Die etwas preiswertere Ballenware wird meist nur im Herbst angeboten. Sie ist etwas empfindlicher und Sie müssen diese direkt nach dem Kauf oder der Lieferung richtig pflanzen.

Beim Einpflanzen gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Pflanzloch ausheben. Dies sollte deutlich größer sein als der Pflanzcontainer.
  • Bei Ballenware müssen die Wurzeln ausgebreitet im Pflanzloch Platz finden.
  • Um Staunässe zu vermeiden können Sie eine Dränageschicht aus Sand einbringen.
  • Ausgehobenen Mutterboden mit Kompost, Mist oder Hornspänen (6,39€ bei Amazon*) anreichern.
  • Ballen so einsetzen, dass die Lorbeerkirsche exakt genauso tief sitzt wie im Container.
  • Pflanzloch mit der ausgehobenen Erde auffüllen und darauf achten, dass der Kirschlorbeer senkrecht steht.
  • Erst dann die Erde gut festtreten.
  • Bei Bedarf weitere Erde auffüllen.
  • Reichlich wässern (schwämmen).

In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollte die Lorbeerkirsche immer dann gewässert werden, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Der Strauch benötigt viel Feuchtigkeit, damit die Wurzeln gut anwachsen.

Kann Kirschlorbeer selbst vermehrt werden?

Trotzdem die Lorbeerkirsche durch Samen vermehrt werden kann ist dies sehr aufwendig. Die Samen keimen recht langsam und die kleinen Pflanzen benötigen viel Zeit um sich zu kräftigen Sträuchern zu entwickeln. Einfacher und schneller können Sie Kirschlorbeer durch Absenker oder Stecklinge vermehren. Auf diese Weise erhalten Sie relativ schnell robuste Jungpflanzen und eine dichte Hecke.

Verträgt die Lorbeerkirsche das Umpflanzen

Planen Sie eine Gartenneugestaltung ist es manchmal notwendig, eine oder mehrere Lorbeerkirschen umzusetzen. Versetzen Sie die Bäume wenn möglich im Herbst, da der Kirschlorbeer dann besonders gut einwurzelt. Alternativ kann die Lorbeerkirsche im Frühjahr an einen anderen Standort umziehen. Schneiden Sie den Strauch vor dem Umpflanzen etwas zurück; so lässt er sich besser transportieren und die Verdunstung über die Blätter wird reduziert. Beim Einsetzen gehen Sie ebenso vor wie bei der Pflanzung einer neu gekauften Lorbeerkirsche.

Gute und schlechte Nachbarn

Kirschlorbeer verträgt sich gut mit Pflanzen, die den Halbschatten lieben. Hierzu zählen beispielsweise Azaleen und Rhododendren, viele Nadelgehölze sowie Farne. Das dunkle, glänzende Laub der Lorbeerkirsche bringt die Blüten von Maiglöckchen und Lilien wunderschön zur Geltung.

Tipps & Tricks

Kirschlorbeer sieht nicht nur als Heckenpflanze attraktiv aus. Auch solitär gepflanzt ist der hübsche Strauch mit dem glänzend dunkelgrünen Laub eine Augenweide. Einige Arten gedeihen sogar im Kübel und verwandeln den Balkon oder die Terrasse in eine grüne Oase.

Text: Burkhard

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