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Kartoffelsalat kann problemlos eingefroren werden

Kartoffelsalat einfrieren – das ist keine gute Idee

Kartoffelsalat ist ein schlichtes aber zeitlebens beliebtes Gericht. Auf vielen Partys darf eine große Schüssel davon einfach nicht fehlen. Jeder hat sein eigenes Lieblingsrezept. Doch während er frisch zubereitet den Gaumen zufriedenstellt, ist er eingefroren ein Flop.

Warum Kartoffelsalat nicht in die Truhe gehört

Der Hauptbestandteil von Kartoffelsalat ist natürlich die Kartoffel. Und da sich die Kartoffel nicht gut für die Gefriertruhe eignet, sollte ihr der Kartoffelsalat ebenfalls fern bleiben. Die stärkehaltige Knolle erleidet in der eisigen Kälte einen derart hohen Geschmacksverlust, dass ihr typischer Geschmack fast nicht mehr zu spüren ist.

  • Kälte wandelt Stärke in Zucker um
  • die Kartoffelspeise schmeckt süßlich

Dabei ist es vollkommen egal, nach welchem Rezept der eingefrorene Kartoffelsalat zubereitet wurde.

Die Konsistenz wird auch noch verändert

Die Kälte raubt dem Kartoffelsalat nicht nur den „kartoffeligen“ Geschmack, auch die Zellstrukturen der Hauptzutat werden zerstört. Die Kartoffelstücke werden matschig und glasig. Der eingefrorene und wieder aufgetaute Kartoffelsalat ist so ganz anders als der frisch zubereitete Salat. Er kann nur noch als eine Enttäuschung bezeichnet werden.

Alternative Aufbewahrungsmöglichkeit

Wenn etwas Kartoffelsalat übrig bleibt, muss er dennoch nicht sofort weggeschmissen werden. Die Möglichkeit ihn zu einem späteren Zeitpunkt noch zu genießen ist gegeben, wenn auch nur eine sehr begrenzte Zeit.

  • keinesfalls bei Zimmertemperatur aufbewahren
  • Kartoffelsalat in einen Behälter geben
  • fest verschließen
  • sofort im Kühlschrank kühlen

Im Kühlschrank kann ein selbst gemachter Kartoffelsalat einen Tag länger frisch bleiben, sollte aber spätestens am Folgetag verzehrt werden.

Gekaufter Kartoffelsalat

Gekaufter Kartoffelsalat ist auch nach dem Anbrechen der Verpackung etwas länger haltbar als der selbst gemachte. Das liegt nicht zuletzt an Konservierungsstoffen, die bei industriell hergestellten Kartoffelsalaten großzügig beigemengt werden.

Auch gekaufter Salat sollte im Kühlschrank lagern und innerhalb der vom Hersteller angegebenen Frist verbraucht werden. Reste, die nach Ablauf dieser Frist übrig bleiben, sollten entsorgt werden.

Bei diesen Salaten ist Vorsicht geboten

Einige Kartoffelsalate werden mit Mayonnaise oder Sahne hergestellt. Auch wenn die in den Salaten enthaltenen Kartoffelstücke für sich betrachtet länger haltbar bleiben würden, können die anderen Zutaten zu einer Gesundheitsgefahr werden. Sie begünstigen in stärkerem Maße die Vermehrung ungesunder Keime.

Mayonnaise, die rohe Eier enthält, darf beispielsweise nicht lange oder zu warm gelagert werden, weil sonst Salmonellengefahr besteht. Ein solcher Kartoffelsalat sollte noch am selben Tag verzerrt werden.

Keine Lagerung ist die beste Lagerung

Gefriertruhe als Lagerort für Kartoffelsalat scheidet gänzlich aus. Doch auch wenn sich der Kühlschrank als kurzfristige Lageralternative anbietet, ist er keine optimale und schon gar nicht eine Lösung für lange Zeiträume. Die einzig richtige Folgerung ist, Kartoffelsalat bei Bedarf immer nur frisch herzustellen und schnell zu verbrauchen.

Fazit für Schnell-Leser:

  • Eignung: Kartoffelsalat schmeckt nach dem Einfrieren nicht mehr gut
  • Veränderung: Kartoffelstärke wird durch Kälte in Zucker umgewandelt; die Zellen werden zerstört
  • Folge: Der Kartoffelsalat schmeckt süß und matschig
  • Alternative Lagerung: Niemals bei Raumtemperatur; im Kühlschrank nur kurzfristig
  • Gekaufter Kartoffelsalat: Durch zugegebene Konservierungsstoffe hält er im Kühlschrank länger
  • Salate mit Mayonnaise: Frisch zubereitet verbrauchen; nicht lange lagern; Salmonellengefahr
  • Empfehlung: Kartoffelsalat bei Bedarf frisch zubereiten und am selben Tag verbrauchen

Text: Daniela Freudenberg Artikelbild: gkrphoto/Shutterstock

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