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Gekochte Kartoffeln werden vor dem Einfrieren klein geschnitten

Gekochte Kartoffeln einfrieren – Nur so geht es!

Kartoffelknollen sind unsere Lieblinge in der Küche. Kein außergewöhnlicher Geschmack, aber doch irgendwie unverzichtbar. Die häufige Zubereitung bringt es mit sich, dass gelegentlich eine Restmenge übrig bleibt. In die Dose damit, ab in den Gefrierschrank!

Warum das Kochen sein muss

Die Frage ist nicht, ob Kartoffeln für die Gefriertruhe gekocht sein dürfen. Sie müssen es sogar sein! Nur wenn die Kartoffeln im gekochten Zustand eingefroren werden, ist das aufgetaute Ergebnis auch einigermaßen genießbar.

  • Kartoffelknollen enthalten viel Stärke
  • Frost wandelt Stärke jedoch in Zucker um
  • zerstört zusätzlich die Zellwände roher Kartoffeln
  • der typische Kartoffelgeschmack geht verloren
  • die Konsistenz wird matschig

Wenn also Kartoffeln unbedingt in die Gefriertruhe wandern müssen, sollten sie entweder bereits gekocht sein oder zuvor noch kochen.

So frieren Sie gekochte Kartoffeln ein

Gekochte Kartoffeln schmecken nur frisch gekocht so gut, wie Kartoffeln schmecken sollten. Kochen Sie daher immer nur so viel Kartoffeln auf einmal, wie Sie verbrauchen können. Wenn Sie dennoch ein paar gekochte Stücke einfrieren möchten, dann beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • nicht zu weich kochen
  • gegarte Kartoffelknollen von Schale befreien
  • bei Bedarf in kleinere Stücke schneiden
  • vor dem Einfrieren erkalten lassen

Tipps

Gekochte und in Scheiben geschnittene Kartoffeln sind im gefrorenen Zustand besonders praktisch als Zutat für Gratins.

Fertige Kartoffelspeisen einfrieren

Die beste Möglichkeit gekochte Kartoffeln einzufrieren, bieten bereits fertig zubereitete Speisen. Dabei kann es sich um eine Kartoffelsuppe handeln, aber auch um Kartoffelpüree, Kartoffelklöße oder Bratkartoffeln.

Auch Speisen, die nicht ausschließlich aus Kartoffeln hergestellt werden, sondern nur einen Anteil der Knolle enthalten, können problemlos eingefroren werden.

Fertig zubereitete Speisen, bei denen absehbar ist, dass sie nicht sofort verzehrt werden können, sollten sofort nach dem Erkalten tiefgefroren werden.

Auf geeignete Art auftauen

Gekochte Kartoffeln sollten Sie nicht bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
Kleine gefrorene Stücke können im gefrorenen Zustand in kochende Speisen gegeben werden. Ansonsten müssen sie aber langsam und schonend aufgetaut werden:

  • im Kühlschrank auftauen lassen
  • idealerweise über Nacht
  • oder mehrere Stunden dafür einplanen

Verwendung tiefgefrorener Kartoffeln

Gefrorene Kartoffelstücke können als Zutat für Kartoffelsuppen und Aufläufe verwendet werden. Aus ihnen lässt sich aber auch ein Kartoffelpüree zubereiten. Mit etwas Würze kann der im Gefrierschrank verloren gegangene Geschmack aufgebessert werden.

Tiefgefrorene Kartoffeln sind als Babykost weniger geeignet. Da Babys keine stark gewürzten Speisen vertragen, bleibt der neue, süßliche Geschmack voll erhalten. Viele Babys können sich nicht damit anfreunden.

Süßkartoffeln vertragen Frost besser

Natürlich dürfen auch gekochte Süßkartoffeln eingefroren werden. Sie überstehen den Frost sogar unbeschadeter als die “normalen” Kartoffeln.

Das Einfrieren und Auftauen gestaltet ist bei beiden Kartoffelsorten gleich. Ganze eingefrorene Süßkartoffeln lassen sich auch gut im Ofen wieder aufgebacken.

Haltbarkeit

Kartoffelstücke, die einfach nur gekocht worden sind, ohne Gewürze und sonstige Zugaben, sind ein ganzes Jahr im Gefrierschrank haltbar. Kartoffelspeisen, ob ganz oder nur teilweise aus Kartoffeln bestehend, bieten in den ersten drei Monaten den besten Geschmack. Länger sollten sie daher nicht tiefgefroren gelagert werden.

Fazit für Schnell-Leser:

  • Eignung: Rohe Kartoffeln werden süß und matschig; nur gekochte Kartoffeln einfrieren
  • Vorbereitung: Nicht zu weich kochen; von Schale befreien; in Stücke oder Scheiben schneiden
  • Kartoffelspeisen: Kartoffelpüree, Bratkartoffeln, Kartoffelsuppe und Speisen mit Kartoffelanteil
  • Einfrieren: Erkalten lassen; portioniert in Behälter füllen und beschriften
  • Süßkartoffeln: Vertragen Frost besser; in gekochtem Zustand einfrieren
  • Haltbarkeit: Gekochte Kartoffelstücke: 12 Monate; Kartoffelspeisen: 3 Monate
  • Auftauen: Über mehrere Stunden im Kühlschrank; gefroren beim Kochen einsetzen
  • Verwendung: Für Kartoffelsuppen, Aufläufe und Püree; Geschmack mit Gewürzen verbessern
  • Babykost: Weniger geeignet; viele Babys mögen den veränderten Kartoffelgeschmack nicht

Text: Daniela Freudenberg Artikelbild: Kondoruk/Shutterstock

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